10.09.2010
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| Poiret, Jean |
Jean Poiret wurde am 17. August 1926 in Paris geboren. Zwischen 1945 und 1952 war er als Schauspieler bei Robert Dhéry am Théatre des Deux-Anes engagiert. 1953 lernte er Michel Serrault kennen und schon bald gingen die beiden Akteure mit selbstgeschriebenen Sketches und Boulevardstücken gemeinsam auf Tournee.
Erste Filmauftritte ließen nicht lange auf sich warten. 1955 drehte Michel Boisrond den Film "Pariser Luft". Michel Serrault und Jean Poiret spielten an der Seite von niemand geringerm als Brigitte Bardot. Danach sah man Poiret in Sacha Guitrys "Assassins et vouleurs", Jean Boyers "Der Damenschreck" (beide 1956) und Raoul Andrés "Verlorenes Spiel" (1957). Christian Jaques "Die Französin und die Liebe" (1960) und Michel Boisronds "Pariserinnen" (1961) folgten.
Poiret machte sich auch einen Namen als Bühnenautor: Sein Stück von 1973 "Der Narrenkäfig" wurde 1978 von Edouard Molinaro verfilmt, es folgten zwei Fortsetzungen und ein Hollywood-Remake (1996).
Poiret wurde neben Fernandel und Bourvil zum Lieblingsschauspieler des Nouvelle Vague-Mitbegründers und Außenseiters Jean-Pierre Mocky. Unter seiner Regie spielte er in "Den Seinen gibt's der Herr" (1963) und "Angst in der Stadt" (1964). Immer wieder dreht er mit den Regisseuren Raoul André, Michel Drach und Michel Boisrond.
Poiret war Mitautor von François Truffauts Faschismus-Drama "Die letzte Metro" (1981), in dem er auch die Rolle des Regisseurs spielte. Schließlich gab ihm Claude Chabrol 1984 als Inspektor Lavardin in dem Film "Hühnchen in Essig" ein neues Image.
Zum letzten Mal stand Poiret für Chrisoph Bölls "Sisi un dder Kaiserkuss" (1991) und in "Wer ist jetzt der Boss" (1992) von der Kamera. Er starb am 14. März 1992 kurz vor der Uraufführung seines ersten selbst inszenierten Films, "Das Zebra".