17.11.6965

Aktuelle Nachrichten

"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

UA: "Nicobobinus oder Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen" am Theater der Jungen Welt, Leipzig
Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

Neu bei DESCH: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret
Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

Rückblick: "Hunger. Peer Gynt" am Deutschen Theater
Am 19. Oktober war die Premiere von Sebastian Hartmanns Inszenierung "Hunger....

Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...

Premiere: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Mit der Premiere von Die Jüdin von Toledo in der Bühnenfassung von Koen...

Neu bei FBE: "Du springst, ich falle" von Maryam Madjidi
In ihrem viel diskutierten, autobiografischen Debüt erzählt Maryam Madjidi...

Neu bei FBE: "Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund
Lennard kann sich nie entscheiden. Aber zumindest eine Sache hat er...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
Am 30.11. wird Scham von Claudia Tondl am Theater Oberhausen uraufgeführt....

UA: "Adel verpflichtet" am Ernst Deutsch Theater in Hamburg
Am 29. November ist Uraufführung von Dogberry&Probsteins mörderisch schwarzer...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

"Mamma Macchiato" von Tom van Hasselt am Kammertheater Karlsruhe
Ein bisschen Prenzlauer Berg ist überall – so auch in Karlsruhe, wo am 23....

Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
Joël Lászlós neues Stück Die Verschwörerin kommt am 2. November am Theater...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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Bild von Christian LollikeLollike, Christian
Foto: Anders Heinrichsen 

Christian Lollike, Jahrgang 1973, arbeitete als Regieassistent von Miguel Rubio am Yayachakani Theater in Lima, Peru, und ist Gründungsmitglied von "The Sheriff", einer Gruppe, die dem vorhersehbaren Theater den Kampf angesagt hat. 2001 schloss er sein Studium des Szenischen Schreibens am Theater Aarhus ab. Lollike schreibt Hörspiele, Drehbücher und mehrere Theaterstücke, die er zum Teil selbst inszeniert.

Sein erstes abendfüllendes Theaterstück Verzeihung, ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn? wurde 2003 am Stadttheater Boras, Schweden, uraufgeführt. 2004 folgte die Uraufführung seines Stückes Sexy Sally (Dom over skrig) am Katapult-Theater in Aarhus (Dänemark).

In Deutschland wurden mehrere seiner Stücke uraufgeführt, u.a. 2005 "Dogville" nach Lars von Trier am Staatstheater Stuttgart, Nathan (ohne Titel) am Schauspiel Leipzig und 2008 Cosmic Fear oder Der Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam am Maxim Gorki Theater, Berlin.

Von 2005 bis 2010 arbeitete Lollike als Hausautor und Regisseur am Theater Aarhus. Seit 2010 ist er Künstlerischer Leiter des CaféTeatret in Kopenhagen, das sich jüngst in Sort / Hvid umbenannte.

Christian Lollike wurde mehrfach ausgezeichnet: 2005 erhielt er den Preis der dänischen Theaterzeitschrift Teater1. Die dänische Hörspielproduktion seines Stücks Das Wunderwerk oder The RE-Mohammed-TY Show bekam 2006 den Prix Europa als bestes Hörspiel(Denmarks Radio; Regie: Daniel Wedel). Im Mai 2013 wurden Christian Lollike und CaféTeatret gleich in drei Kategorien bei der dänischen Reumert-Verleihung ausgezeichnet: Dramatiker des Jahres für Der fremde Blick oder Der Schacht, „Cookies Factory“ und „Manifesto 2083“. Der fremde Blick oder Der Schacht wurde zudem als bestes Theaterstück prämiert. „Manifesto 2083“, das sich mit dem Massenmörder Anders Breivik auseinandersetzt, erhielt den Spezialpreis der Jury. Es wurde außerdem zum Festival „Neue Stücke aus Europa“ eingeladen.


Weitere Informationen zu Christian Lollike

 

Die Geschichte der Zukunft

(Fremtidens Historie)
Idee und Dramaturgie von Christian Lollike und Solveig Gade
Deutsch von Gabriele Haefs
5 Darsteller
UA: 11.09.2009, Det Kongelige Teater Kopenhagen
DSE: 01.10.2010, Theater Magdeburg Magdeburg

Geschichte, nicht als Vergangenheitsbeschreibung, sondern als Zustandsbeschreibung einer Zukunft, die in der Gegenwart wurzelt, so nähert sich Christian Lollike in seinem Stück Die Geschichte der Zukunft den weitreichenden gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen nach dem Mauerfall, die keine Grenzen kannten.

Doch jede Grenzüberschreitung erschafft neue Grenzen, dringt in Befindlichkeiten, Alltagssituationen, Ideologien; trennt auf neue Weise die, die zählen, von denen, die nichts zu sagen haben und unsichtbar werden. Lollike hinterfragt die Globalisierung des demokratischen Gedankens, changiert dabei zwischen karikierend, zynisch und grotesk-offensiv. Die fünf Darsteller sind herausgefordert, auf seine dichte Collage aus Zitaten, philosophischen Diskursen, Reportagen und Werbeslogans einzugehen, rasant in diverse Rollen und Haltungen zu schlüpfen. Sie reden sich um Kopf und Kragen, Ost und West, Absenz und Präsenz, Kunst und das Hier und Jetzt.

Im Prolog lässt Lollike ein satirisches Spiel entstehen: Die Schauspieler sind mit der Aufgabe konfrontiert, den gegenwärtigen Demokratiebegriff zu verorten. Sie erfinden eine Figur, eine Taxifahrerin, die ihnen die Geschichte der Zukunft erzählen und damit das Problem klären soll. Der erste Teil ist ihrer Existenz gewidmet. Irgendwo in Europa fährt sie Tag für Tag durch die Stadt, versucht sie sich mit ihrem Job über Wasser zu halten, teilt Wegstrecken mit allen guten und schlechten Seelen, die eine Stadt zu bieten hat. Bis zu dem Tag, an dem unsichtbare Passagiere zusteigen, ein Kunsthändler in ihrem „echten“ Leben ein wahrhaftes Kunstwerk sieht und sie mit der feiernden High Society am Rande der Stadt in einem Flüchtlingslager landet, das wie ein Vergnügungspark anmutet. Im zweiten Teil bekommen Flüchtlinge eine Stimme. Ihre Schicksale werfen Schlaglichter auf die Krisengebiete der Welt. Eine Welt, die im dritten Teil wieder aus der Sicht der Taxifahrerin geschildert wird, zerrissen zwischen dem, was sie ist und was sie gesehen/nicht gesehen hat, ermutigt und entmutigt zum Agieren, auf welche Art und Weise auch immer. Irgendetwas wird passieren.

Die Geschichte der Zukunft entstand als Auftragswerk des Goethe-Instituts im Rahmen des Projekts "After the Fall. Europa nach 1989".


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