23.02.9409

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Bild von Ursula ScheidleScheidle, Ursula

Ursula Scheidle wurde in Innsbruck geboren. Sie arbeitet als Autorin und Regisseurin u. a. für den Österreichischen Rundfunk. Neben ihrem Studium der Germanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien erhielt sie die Schauspielreife von der paritätischen Kommission, beide Abschlüsse mit Auszeichnung.

Ihr Hörspiel GPS (Global Positioning System) wurde 2009 im ORF gesendet und während der "Langen Nacht des Hörspiels" ausgezeichnet, vom NDR übernommen. 2009 wurde sie für den Retzhofer Literaturpreis nominiert, im Rahmen dessen entstand das Stück Im Puppenhaus. 2009 - 2013 Autorin bei dem Wiener Verlagtheater Gleichzeit. 2010 wurde ihr Stück "Bei Skotty – Eine Revolutionssimulation" an der Garage X – Theater Petersplatz uraufgeführt. Mit ihrem neuesten Stückentwurf "Siedlungsrand in Saftmaschine" wurde sie Anfang 2011 von den Vereinigten Bühnen Bozen zu den Bozner Autorentheatertagen eingeladen. Für ihr Ö1-Hörbild "Was lange gärt, wird endlich Wut – Protokoll eines Asylverfahrens" erhielt sie im November 2011 den Prälat Ungar Anerkennungspreis und 2012 den Claus Gatterer Preis sowie den Hilfswerk Journalistenpreis. 2012 wird ihr preisgekröntes Hörspiel GPS unter der Regie von Esther Muschol als Bühnenstück im RKH Wien uraufgeführt und vom Theater in der Drachengasse in Wien übernommen. 2012 erhält sie das Dramatikerstipendium des BMUKK. Außerdem wird ihr neuestes Stück Letzter Halt Plattform 80 vom ORF als Hörspiel 2013 produziert, in der Literatur Zeitschrift Keine Delikatessen in Ausschnitten abgedruckt und gelangt zur szenischen Lesung im Schauspielhaus Wien im Rahmen der Reihe im HörSpielHaus. Im Herbst 2013 macht Ursula Scheidle Regie für das Erstlingswerk des Hörspiels "Perpetuum Mobile" von Hans-Peter Meißnitzer. 2014 erhält Ursula Scheidle das Literaturförderstipendium der Stadt Innsbruck, "Hilde-Zach-Stipendium", und für ihr Stück Letzter Halt Plattform 80 den Hörspielpreis der Kritik. Außerdem bearbeitet sie Thomas Glavinics Roman "Die Arbeit der Nacht" und inszeniert den Text als Hörspiel für den NDR/ORF. 2015 nimmt sie als Schauspielerin an der renommierten Susan Batson's Masterclass in Berlin teil.


Weitere Informationen zu Ursula Scheidle

 

GPS (Global Positioning System)

Ein Hörspiel / Schauspiel
Ursendung: 2009, ORF
1D, 1H, 1 Navigationsgerät
UA: 2012, RKH / Theater Drachengasse Wien

Ein Roadmovie für einen Taxifahrer, einen Gast und ein verrückt spielenden GPS. Einmal um die Welt. Ein äthiopischer Taxifahrer, eine australische Journalistin und die Stimme des Navigationsgerätes des Autos, also des GPS, beginnen eine alltägliche Taxifahrt in Wien, die sich mehr und mehr zu einer Reise um den Globus – und darüber hinaus – in absurde Welten mit grotesken Begegnungen (akustischer sowie szenischer Art) steigert, bis die Fahrt in einem "Irgendwo" endet – ein Möglichkeitsort, der frei für Fragen und Assoziationen wird. Über die Loslösung des GPS von der Wirklichkeit – ein digitaler Ariadnefaden, der den Weg aus dem Labyrinth nicht weist, sondern sich mehr und mehr darin verwickelt – werden im Dialog zwischen den beiden Protagonisten Motive wie Fremdsein, Heimat, Identität und Orientierung sowie Mensch-Technik-Grenzen reflektiert.

Zunächst als Hörspiel konzipiert, realisierte Ursula Scheidle den Text im Rahmen von "Wien lebt – Vielfalt Stadt Einfalt", kuratiert vom Verein "space and place – kulturelle Raumgestaltung", mit Unterstützung vom Verein Stadtimpuls, Wien Kultur und dem ORF Radiokulturhaus.

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