19.01.2018

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Billinger, Richard

Der österreichische Schriftsteller Richard Billinger, geboren am 20.7.1890 in St. Marienkirchen (Oberösterreich), schrieb Gedichte und Dramen, die sich durch Züge des Volkstheaters auszeichnen. Er lebte in München und Berlin und wurde vor allem durch seine bildreiche Prosa und seine Bauerngedichte bekannt. Als Bauernsohn und Jesuitenzögling stellte er seine enge Vertrautheit mit den Geheimnissen alter Sitten und Gebräuche unter Beweis. Die Darstellung der im Wandel befindlichen bäuerlichen Welt seiner Heimat kennzeichnet seine Werke, in denen er eine mystisch-dämonische Weltsicht mit christlichem Gedankengut konfrontiert. Das zeigt sich schon in seinem Frühwerk Rosse (1931) und mehr noch in seinem ersten großen Erfolg Rauhnacht (1931, Uraufführung an den Münchner Kammerspielen am 10. Oktober 1931 unter der Regie von Otto Falckenberg). Im November 1932 wurde ihm, zusammen mit Else Lasker-Schüler, der Kleistpreis verliehen. Zu Billingers weiteren Werke zählen u.a. Stille Gäste (1933), Die Hexe von Passau (1935) sowie Der Plumpsack (1953).

Richard Billinger starb am 7. Juni 1965 in Linz (Oberösterreich).

 

Der Gigant

Schauspiel in fünf Akten
11D, 13H, Nebendarsteller

Annuschka, die Tochter des Bauern und Gutsbesitzers Melchior, hat ihre ganze Jugend auf dem Lande verbracht und hegt eine heimliche Sehnsucht nach der goldenen Stadt Prag, der Geburtsstadt ihrer Mutter. Der Ingenieur Felix Leidwein verbringt im Auftrag seiner Firma, die die Trockenlegung von Melchiors Sumpfgebiet übernehmen will, eine ganze Woche bei ihnen.
Melchior bleibt unzugänglich; obgleich ein "aufgeklärter Mensch", ist ihm sein Moor teuer. Dass seine Tochter in dem Ingenieur den feinnervigen empfindlichen Städter zu lieben beginnt und mit ihm die Heimatstadt ihrer Mutter, Prag, dafür hat er kein Auge.

Annuschka ist mit einem Bauern verlobt, sie löst diese Verlobung jedoch, als sie erfährt, dass dieser bereits ein Kind mit einer anderen hat. Daraufhin geht sie zunächst für ein paar Tage nach Prag. Aus den Tagen werden Wochen. Es stellt sich heraus, dass auch Leidwein bereits verlobt ist, so gibt sie dem Werben eines Vetters nach, wird von ihm geschwängert und verlassen. Ihre Verzweiflung ist auf dem Höhepunkt.
So kehrt sie zu ihrem Vater zurück, der sich mit einer Magd verheiraten will und ihr Eintreffen absichtlich nicht bemerkt. Sie geht wortlos - ins Moor.