13.12.2018

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Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
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Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
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Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von René de Obaldiade Obaldia, René

René de Obaldia wurde 1918 als Sohn eines panamaischen Diplomaten und einer Französin in Hongkong geboren und wuchs im französischen Amiens und in Paris auf. 1940 wurde er zum Wehrdienst einberufen und geriet in Kriegsgefangenschaft, 1944 konnte er nach Frankreich zurückkehren. Nach dem Krieg arbeitete er zunächst in einem Verlag, 1961 wurde sein Theaterstück Genusien ("Génousie") von Jean Vilar uraufgeführt. 1963 folgte das Skandalstück Der Satyr aus der Vorstadt ("Le Satyre de la villette"), inszeniert von André Barsacq am Pariser Théâtre de l'Atelier und nachfolgend in 28 Sprachen übersetzt. Neben seinen Dramen veröffentlichte er auch zahlreiche Romane und Gedichtbände.

Seit 2012 ist René de Obaldia Doyer der Académie Française. Er erhielt etliche Auszeichnungen, darunter jeweils 1985 den Grand Prix du Théâtre der Académie Française, 1992 den Preis des französischen P.E.N.-Clubs und 2008 den Grand Prix de Poésie Pierrette Micheloud für sein Lebenswerk. Hinzukommen unter anderem der Grand Prix SACD 1989, der Grand Prix de Littérature dramatique de la Ville de Paris 1991 sowie der Molière d’honneur und der Molière du meilleur auteur für sein Stück Monsieur Klebs und Rosalie ("Monsieur Klebs et Rozalie") 1993.

 

Genusien

Komödie von René de Obaldia
Deutsch von Eugen Helmlé
4D, 6H

Madame de Tubéreuse versammelt die skurrilsten Zeitgenossen um sich. Ihre Gespräche schnurren auf ausgeleierten Geleisen der Konvention dahin, bis plötzlich ein neuer Ton aufklingt: das "Guruluschiliu" der Genusierin Irene, das im Herzen des jungen Dichters Christian Echo findet. Gleich bei der ersten Begegnung auf der Party im Schloß fällt der Silberglanz des Liebeszaubers über die beiden jungen Menschen. Nun läßt Obaldia das Spiel im Spiel beginnen, würfelt die Personen durcheinander, macht sie zu Rivalen und Revolverhelden, nimmt ihnen das Leben und gibt es ihnen wieder, jagt sie in die Wildnis des Surrealen, um die Realität, die Zartheit ihrer Gefühle zu bewahren. Bis dann "der Gong gongt" und man aus dem Märchen, in dem alles möglich ist, in die Wirklichkeit zurückgeholt wird, aus dem Reich romantischer Ironie in ein leicht karikiertes Gesellschaftsmilieu.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch