23.11.3982

Aktuelle Nachrichten

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Joël LászlóLászló, Joël

Joël László, 1982 in Zürich geboren, schreibt Theaterstücke und Prosa und arbeitet als Übersetzer. Er studierte Islamwissenschaft und Geschichte und lebte längere Zeit in Kairo. Nach dem Studium nahm er in der Spielzeit 2013/14 am Förderprogramm "Dramenprozessor" am Theater Winkelwiese in Zürich teil, in dessen Rahmen das Stück Wiegenlied für Baran entstanden ist. Das Stück wurde 2016 für den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik nominiert und erhielt den Publikumspreis bei der Langen Nacht der neuen Dramatik an den Kammerspielen. 2016/17 erarbeitete er für das Theater Marie eine Neuübersetzung und Neufassung des ungarischen Theaterklassikers "Liliom". Für Textwerkstätten mit syrischen Flüchtlingen am Theater Graz (Our Stories) und am Schauspielhaus Zürich (Our Voice / Our Hope) verfasste er die Arabisch-Übersetzungen. 2016 war er für den Wartholz-Literaturpreis nominiert. 2017 ist er Teilnehmer am Retzhofer Dramapreis und schreibt einen Text für die Reihe "Paradise Lost" am Theater Basel. Joël László ist Hausautor am Theater Basel.

 

General Wunde

1D, 2H
frei zur UA

Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel. Ihr Alltag und ihr Selbstverständnis kommen ins Wanken. Erst gemeinsam, bald zunehmend einsamer und verzweifelter steigen sie hoch zu jenen (Therapie-)Gipfeln, wo Heilung einzig noch vermutet werden kann. Doch die chronische Krankheit wächst, und zu allem Überfluss drängt sich auch noch Anjas verstorbener Vater wie ein Gespenst in die ohnehin belastete Beziehung. Er lässt sich nicht abschütteln, versteckt sich in ihren Genen und Köpfen und erscheint ab und an als Über- und Landesvater Guillaume-Henri Dufour. Die Wunden der drei sind die Täler, die er vermessen und in die große Nationalkarte eintragen lässt. Anja und Samuel kapitulieren: Ihre Ehe zerbricht angesichts der ständigen Selbst- und Fremdkartografierung und dem hoffnungslosen Wunsch nach Heilung.

Joël László verknüpft in einer bildgewaltigen Geschichte ein Stück Schweizer Historie mit den sehr persönlichen Innenwelten eines Paares. Gnadenlos enthüllt er die tiefliegenden Sorgen, zerklüfteten Beziehungen und persönlichen Abgründe. Anja und Samuels hilflose Versuche, vor den anderen zu bestehen oder sich loszureißen, führen sie nur immer weiter ins Unglück.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.