17.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Der Hahn im Korbe

Ulk in einem Akt
1D, 12H, (Mehrfachbesetzungen möglich: 1D, 4H)

Auf dem Stummfilmset, wo derzeit der Hamlet in Szene gesetzt wird, herrscht Tohuwabohu. Die als Geist engagierte Opernknallcharge schläft entweder oder hat sich zum Telefonieren abgeseilt, die Darstellerin (!) des Hamlet meldet sich kurzfristig krank, und zu allem Überfluss will das Mistvieh von Hahn nicht auf Befehl krähen! Kein Wunder, dass dem Regisseur ein ums andere Mal der Kragen platzt...

Der Hahn im Korbe ist ein umwerfend komischer Ulk, in dem der Autor seine Sprachkapriolen und sein Talent für komische Situationen auf die Spitze treibt. Der Regisseur lässt die Statisten mal eben durchs Bild deflorieren, die Ersatz-Darstellerin des Hamlet erkennt mit Erstaunen ihr Untalent (obwohl sie, inkognito am Set, ein seit 10 Jahren erfolgreicher Stummfilmstar ist), und der Hahn kräht am Ende, wenn die Kamera längst nicht mehr gekurbelt wird – dann allerdings ist der Vogel gar nicht mehr zu bändigen.

Speziell an jedem Theater, an dem der "Hamlet" gegeben wird, gehört Der Hahn im Korbe als dessen clowneske Antipode auf den Spielplan.


Dieses Stück ist Teil von:

Menagerie
Vier Übungen
2D, 4H