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UA: "Apeiron" von Anja Hilling am Theater Bonn
Am 24. Januar ist die Uraufführung von Anja Hillings Stück Apeiron am Theater...

Premiere: "Der starke Stamm" am Residenztheater München
Am 23. Januar hat Der starke Stamm von Marieluise Fleißer am Residenztheater,...

UA von Felicia Zellers "Der Fiskus" am Staatstheater Braunschweig
Am 18. Januar ist die Uraufführung von Felicia Zellers neuem Stück Der Fiskus...

Hörspiel des Jahres 2019: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

DSE: "Vor dem Entschwinden" am Rheinischen Landestheater Neuss
Am 11. Januar ist am Rheinischen Landestheater, Neuss die deutschsprachige...

Prämiert: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinner der...

Neu bei FBE: "Brüder" von Jackie Thomae
Zwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt in ihrem...

Neu bei FBE: "Unser Dorf" von Klaus Chatten
Mia Fängewisch ist Witwe. Vor genau einem Jahr ist ihr Mann Hubert...

Neu bei FBE: "I and You" von Lauren Gunderson
Einfühlsam und voller Humor erzählt Lauren Gunderson von der Suche zweier...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Der Hahn im Korbe

Ulk in einem Akt
1D, 12H, (Mehrfachbesetzungen möglich: 1D, 4H)

Auf dem Stummfilmset, wo derzeit der Hamlet in Szene gesetzt wird, herrscht Tohuwabohu. Die als Geist engagierte Opernknallcharge schläft entweder oder hat sich zum Telefonieren abgeseilt, die Darstellerin (!) des Hamlet meldet sich kurzfristig krank, und zu allem Überfluss will das Mistvieh von Hahn nicht auf Befehl krähen! Kein Wunder, dass dem Regisseur ein ums andere Mal der Kragen platzt...

Der Hahn im Korbe ist ein umwerfend komischer Ulk, in dem der Autor seine Sprachkapriolen und sein Talent für komische Situationen auf die Spitze treibt. Der Regisseur lässt die Statisten mal eben durchs Bild deflorieren, die Ersatz-Darstellerin des Hamlet erkennt mit Erstaunen ihr Untalent (obwohl sie, inkognito am Set, ein seit 10 Jahren erfolgreicher Stummfilmstar ist), und der Hahn kräht am Ende, wenn die Kamera längst nicht mehr gekurbelt wird – dann allerdings ist der Vogel gar nicht mehr zu bändigen.

Speziell an jedem Theater, an dem der "Hamlet" gegeben wird, gehört Der Hahn im Korbe als dessen clowneske Antipode auf den Spielplan.


Dieses Stück ist Teil von:

Menagerie
Vier Übungen
2D, 4H