17.08.2011

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Leo LenzLenz, Leo

Leo Lenz wurde am 2. Januar 1878 in Wien geboren und lebte dort bis zu seinem zehnten Lebensjahr. Zunächst zog er mit seinen Eltern für kurze Zeit nach Bautzen in Sachsen. Danach verbrachte er über dreißig Jahre in Dresden, wo er 1896 sein Abitur machte und 1902 an der Technischen Hochschule seine Staatsprüfungen im Maschinenbau ablegte. Doch schon als Student hatte er sich im Stücke schreiben versucht und betätigte sich deshalb nicht lange in dem erlernten Beruf; seine Leidenschaft galt dem Theater. Um 1908 brachte er sein erstes Lustspiel auf die Bühne, das ihm so beachtliche Erfolge bescherte, dass er sich ganz der Schriftstellerei zuwandte. Im Jahre 1922 siedelte er nach Berlin, seiner neuen Wahlheimat, über.

Nach der Zerstörung seines Hauses im Juni 1944 zog Lenz nach Eisenach, wo in Zusammenarbeit mit Waldemar Frank das Libretto zu Nächte in Shanghai entstand. Ende 1948 wurde im Eisenacher Theater sein jüngstes Lustspiel Eine Frau, sie sich lohnt uraufgeführt. Das Erfolgsgeheimnis der Lenz’schen Lustspiele liegt in der Präzision ihres technischen Aufbaus, in der Sauberkeit des Dialogs, in ihrem Witz und Humor, gepaart mit einer Dosis heiterer Lebensphilosophie, die das Publikum durchaus zum Nachdenken anregen soll. Leo Lenz spielte zwischen 1910 und 1950 mit seinen über 40 Lustspielen eine bedeutende Rolle auf den Bühnen zahlreicher deutscher Theater und auch im Ausland.

Am 29. August 1962 setzte der Tod seinem reichen Schaffen ein Ende.

 

Hochzeitsreise ohne Mann

Lustspiel in 3 Akten
von Leo Lenz
2D, 4H

Rechtsanwalt Dr. Bornemann besucht seinen Freund, Musik-Professor Hellwig, am Starnberger See. Er traut seinen Augen nicht, als er Hellwig am Spätnachmittag noch neben dem Bett und das Haus im Chaos findet. Doch Hellwig ist pflichtbewusster Frühaufsteher und strenger Abstinenzler; der Grund des Gelages: eine Frau. Unmöglich! Denn der Professor ist Junggeselle und Frauenverächter. Die Frau muss weg! Bornemann kümmert sich um den "Eindringling". Dieser entpuppt sich als Nellie Steiner aus München - eine hübsche, liebenswerte junge Dame.
Frisch verheiratet und auf Hochzeitsreise hat Nellie in der vergangenen Nacht ihren Ehemann "verloren". Nach einer Autopanne blieb sie beim Wagen, während er Hilfe holen wollte. Als ihr Mann nicht zurückkam, kam sie per Anhalter zum nächstgelegenen Haus.
Bornemann bietet ihr seine Hilfe an, sie bleibt vorerst Gast im Hause Hellwig. Der Professor ist zunächst gar nicht einverstanden, doch Hellwigs Verwandlung beginnt. Zunächst innerlich, dann äußerlich.
Nellies Gatte bleibt verschwunden. Statt des Mannes kommt die strenge Tante Agathe ins Haus. Sie hat von Nellies Aufenthalt bei zwei Junggesellen erfahren. Von der Hochzeit ihrer Nichte mit dem flatterhaften Künstler und Maler Franz Steiner hat sie natürlich noch keine Ahnung. Vor Ort unterzieht sie Bornemann einem inquisitorischen Verhör, der erklärt Nellie und den Professor für verheiratet. Hellwig muss den glücklichen Ehemann spielen.
Aus Spiel wird Ernst: Hellwig verliebt sich in Nellie. Da steht plötzlich Franz Steiner, Nellies Gatte, in der Tür. Doch Nellie war niemals verheiratet. Sie hat mit Steiner gewettet, innerhalb einer Woche Professor Hellwig zu erobern. Die Wette ist gewonnen und da unter Bornemanns Einfluss auch Agathe liebenswert und attraktiv geworden ist, können gleich zwei Hochzeitsreisen - mit Mann! - stattfinden.

Hochzeitsreise ohne Mann ist ein elegantes Konversationsstück mit witzigen Dialogen, originellen Situationen und immer wieder dankbaren Rollen.

Das Stück liegt auch in niederdeutscher Fassung unter dem Titel Hochtiedsreis ahn Mann vor.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.