20.06.2753

Aktuelle Nachrichten

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...


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Bild von Antoine RaultRault, Antoine

Seit seinem 2005 im Théâtre Montparnasse uraufgeführten Stück "Le Caiman" (Ein Stück über den Philosophen Louis Althusser mit 250 Aufführungen), seinem 2008 im selben Theater uraufgeführten Stück "Le Diable rouge" (Ein Stück über Kardinal Mazarin mit bisher über 400 Aufführungen) und seinem 2009 in der Comédie des Champs Elysées uraufgeführten Stück "Hannahs Dämon" (Ein Stück über Martin Heidegger und Hannah Arendt) gehört der 1965 in Paris geborene Antoine Rault neben Yasmina Reza und Eric-Emmanuel Schmitt zu den interessantesten und erfolgreichsten französischen Theaterautoren. Am 8. September 2011 erfolgte nun mit sehr großem Erfolg in der Comédie des Champs Elysées die Uraufführung seines neuen Stückes "L'intrus". Sein Monolog "Leben und sonst gar nichts" (uraufgeführt 2009 in Paris) erfährt am 24. September seine deutschsprachige Erstaufführung im Theater Rudolstadt.

Nach seinem Literaturstudium arbeitete Rault 17 Jahre in der Kommunikations-Branche, vor allem als Redenschreiber für Politiker. Von 2002 bis 2005 war er Berater eines bekannten französischen Mininisters, dann jedoch widmete er sich ausschließlich - und dies mit großen Erfolg - dem Schreiben von Theaterstücken:

"Le caiman" erhielt 5 Nominierungen (darunter die für das beste französischsprachige Stück) für den "Prix Molière 2006"und den "Grand prix de l'Académie française".

"Le diable rouge" wurde für den "Globe de Cristal 2009" (Preis der Kulturpresse) nominiert und erhielt 7 Nominierungen (darunter wieder als bester Autor und als beste Aufführung) für den "Prix Molière 2009".

Seine Komödie "Auf ein Neues" wurde durch die "Compagnie du Gai savoir" in Belgien uraufgeführt und wird zur Zeit mit großen Erfolg in Moskau und St. Petersburg gespielt. Auch die deutsche Erstaufführung durch das Tourneeunternehmen Kempf wurde ein voller Erfolg und tourt durch ganz Deutschland.

 

Hannahs Dämon

(Le démon de Hannah)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
2D, 2H
DSE: 21.11.2014, Städtische Theater Chemnitz

Martin Heidegger und Hannah Arendt zählen zu den größten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sie haben sich leidenschaftlich geliebt. Die Geschichte hat sie getrennt. Ihre Liebe begann 1925. Er geht auf die Vierig zu, er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern, Professor für Philosophie an der Universität Marburg. Sie ist achtzehn Jahre alt, sie ist seine brillanteste Schülerin und sie ist Jüdin.
Nach Hitlers Aufstieg flieht sie aus Deutschland, während er sich für den Nationalsozialismus engagiert und Rektor der Universität Freiburg wird. Ein Jahr lang unterstützt er Hitler. Dann tritt er vom Rektorat zurück und spricht sich danach weder für ihn noch gegen ihn aus.
Raults Stück spielt am 7. Februar 1950. Nach Ende des Krieges hat Martin Heidegger Lehrverbot und lebt mit seiner Ehefrau Elfride zurückgezogen in seinem Haus in Freiburg. Hannah Arendt, die in New York ein neues Leben begonnen hat, kommt zum ersten Mal wieder nach Deutschland, nimmt zu Heidegger Kontakt auf und trifft sich mit ihm am 7. Februar - genau dem Tag (wie ihre Briefe bezeigen) ihrer ersten Liebesnacht -für eine Nacht in einem Hotelzimmer in Freiburg.
Man weiß nicht, was in dieser Nacht zwischen den beiden geschehen ist. Was haben sie sich gesagt? Was kann Heidegger Hannah, die Rechenschaft von ihm für seine Haltung während der Nazidiktatur und sein Schweigen nach Ende des Krieges fordert, zu seiner Entschuldigung und Rechtfertigung vorbringen? Und was zwingt Hannah, ihren ehemaligen Geliebten wiederzusehen, liebt sie ihn noch immer? Gelingt es Heidegger Hannah von seiner Unschuld zu überzeugen?
Mit "Hannahs Dämon" gelingt Antoine Rault ein höchst spannender und intelligenter Theatertext, in dem sich philosophische und politische Dialoge brillant mit sehr persönlichen und berührenden Geständnissen eines Liebespaares mischen, das der französische Philosoph Jacques Derrida mit Héloise und Abélard verglich.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch