08.09.2010
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Gewaltig und vielversprechend beginnt die Spielzeit mit Tom Waits' Musical...
SCHERBENGERICHT: DSE am Fränkischen Theater Maßbach
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DER GLÜCKLICHE PRINZ am Theater Nordhausen
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THE BLACK RIDER – Teufelsritt in Marburg und Wiesbaden
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STERNE an der Landesbühne Bruchsal
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HARRY UND SALLY: DSE am Theater Bielefeld
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SCHLAFES BRUDER: Der Roman als Kammerspiel in Frankfurt
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Dritte Ausgabe der SCHREIB:MASCHINE in Berlin
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MOBY DICK: UA am Theater Kiel
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NEU BEI FBE: Nachwuchsdramatiker Ekat Cordes
Mit seinem Stück Ewig gärt katapultierte Ekat Cordes im Frühjahr "eine...
![]() | Goetz, Curt |
1888 in Mainz geboren, zählt Curt Götz zu den wichtigsten Vertretern
der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen
Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge
dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso
geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.
Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im
Mittelpunkt , etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender
Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb
z.B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932). In den
30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939
emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die
Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12.
September 1960 starb.
2D, 1H
Cyprienne, eine attraktive Mittfünfzigerin von aristokratischer Erscheinung, sitzt im Park ihrer fotografierenden Tochter Modell. Als die sich zum Tennis verabschiedet, kommt ein Graf des Weges, der einst Theaterdirektor war, und unter dem, wie der Zufall so spielt, Cypriennes Tante engagiert war. Die scheinbar Fremden verstricken sich in ein lakonisches Parlando über alte Zeiten, und der Graf
erzählt von seiner einseitigen Liebe zu einer kleinen Statistin, der er sich, ob des Altersunterschieds, nie zu eröffnen getraute. Das Mädchen, dem er immer noch verfallen ist, wurde eine berühmte Tänzerin und verlor nach dem Kriegstod ihres Mannes das Augenlicht – "Sie hat
sich ganz einfach, wie es im Volksmunde heißt, die Augen ausgeweint."
Er sah sie nie wieder und wird sie wohl niemals wieder sehen. Als der Graf gegangen ist und Cyprienne sich erhebt, erkennen wir, dass sie blind ist...
Herbst ist ein unsentimentaler Rückblick, eine zwischen milder Schwermut und unprätentiöser Altersweisheit schwebende Anekdote, ein seichter Hauch der Erinnerung – ein Stück wie ein warmer Windstoß an einem sonnigen Herbsttag.
Dieses Stück ist Teil von:
Miniaturen
Drei Einakter