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UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Herbst

2D, 1H

Cyprienne, eine attraktive Mittfünfzigerin von aristokratischer Erscheinung, sitzt im Park ihrer fotografierenden Tochter Modell. Als die sich zum Tennis verabschiedet, kommt ein Graf des Weges, der einst Theaterdirektor war, und unter dem, wie der Zufall so spielt, Cypriennes Tante engagiert war. Die scheinbar Fremden verstricken sich in ein lakonisches Parlando über alte Zeiten, und der Graf erzählt von seiner einseitigen Liebe zu einer kleinen Statistin, der er sich, ob des Altersunterschieds, nie zu eröffnen getraute. Das Mädchen, dem er immer noch verfallen ist, wurde eine berühmte Tänzerin und verlor nach dem Kriegstod ihres Mannes das Augenlicht – "Sie hat sich ganz einfach, wie es im Volksmunde heißt, die Augen ausgeweint."

Er sah sie nie wieder und wird sie wohl niemals wieder sehen. Als der Graf gegangen ist und Cyprienne sich erhebt, erkennen wir, dass sie blind ist...

Herbst ist ein unsentimentaler Rückblick, eine zwischen milder Schwermut und unprätentiöser Altersweisheit schwebende Anekdote, ein seichter Hauch der Erinnerung – ein Stück wie ein warmer Windstoß an einem sonnigen Herbsttag.


Dieses Stück ist Teil von:

Miniaturen
Drei Einakter
3D, 5H