20.04.2018

Aktuelle Nachrichten

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...


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Bild von Federico García LorcaGarcía Lorca, Federico

1898 in Fuente Vaqueros als Sohn eines Großbauern und einer Lehrerin geboren bringt García Lorca noch als Student der Rechtswissenschaften und der Literatur sein erstes Stück auf die Bühne. Ein Jahr später, 1921, erscheint sein erster Gedichtband. Als Lyriker wird García Lorca der "Generation von 1927" zugerechnet, einer zwischen dem Symbolismus und dem Surrealismus stehenden Dichtergruppe. Zu den Freunden des auch musikalisch interessierten und aktiven Dichters zählen Manuel de Falla, Luis Buñuel und Salvador Dalí.

1932 gründet García Lorca das Studententheater "La Barracca". Mit klassischem spanischen Repertoire bereist er mit der Truppe ganz Spanien. 1933 entstehen Bluthochzeit und In seinem Garten liebt Don Perlimplín Belisa. Als Autor und Regisseur eigener und fremder Werke wird er in Südamerika gefeiert. In bürgerlich konservativen Kreisen heftig kritisiert, wird García Lorca im August 1936 von den Falangisten verhaftet und in der Nähe von Viznar (Granada) ermordet.

Lorcas Werk ist den Traditionen seiner Heimat, ihrer Musik und ihrem Theater, ihren Mythen und Märchen, den Sitten und Gebräuchen, der Landschaft und der Geschichte tief verbunden. Der archaischen Kraft und Gewalt des Kollektivs steht der Freiheitsdrang des Individuums entgegen, Maskierung und Demaskierung prägen das Mit- und Gegeneinander seiner Figuren, ihr Anspruch auf Glück und dessen Verweigerung lässt sie aufbegehren, an den Normen einer sie unterjochenden Gesellschaft zerbrechen oder resignieren.

Die Emotionalität seiner Stoffe, die Musikalität seiner Sprache, die Vielseitigkeit seiner Formen und die Suggestionskraft seiner Stimmungen begründen Lorcas internationalen Ruhm. Sie haben ihn zugleich zu einem der am meisten vertonten Dramatiker des 20. Jahrhunderts gemacht.

 

In seinem Garten liebt Don Perlimplín Belisa

(Amor de Don Perlimplín con Belisa en su jardín)
Deutsch von Enrique Beck
3D, 3H

Der alte Bücherwurm und Einzelgänger Don Perlimplín wird von seiner Haushälterin Marcolfa endlich dazu gebracht, um die Nachbarstochter Belisa zu werben. Auf Anraten ihrer geschäftstüchtigen Mutter willigt die schöne Belisa in die Hochzeit mit dem wohlhabenden Nachbarn ein. Der Bräutigam kann jedoch Leidenschaft und Begierde der jungen Belisa nicht stillen. Zwei Kobolde verbergen die Geschehnisse der Hochzeitsnacht hinter einem Vorhang. Am nächsten Morgen trägt Perlimplín goldene Hörner, die ihm gleich fünf Fremde (als Vertreter der fünf Menschenrassen) aufgesetzt haben. Doch die Liebe zu seiner Frau hat ihn eine neue Welt erschlossen. Er macht ihr keine Vorwürfe, sondern grämt sich vielmehr wegen seiner Unfähigkeit, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.
Da taucht ein geheimnisvoller Fremder im roten Mantel auf und verdreht Belisa den Kopf. Als sie den Fremden nachts im Garten zum Schäferstündchen treffen will, erscheint Perlimplín mit einem Dolch, um den Liebhaber seiner Frau zu töten. Im dem roten Mantel steckt aber niemand anderes als Perlimplín selbst, der sich das Messer in die eigene Brust stößt und Belisa in verzehrender Sehnsucht nach dem von ihm erschaffenen Traumbild zurücklässt.

Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

In seinem Garten liebt Don Perlimplín Belisa
Deutsch von Enrique Beck / Bearbeitung von Herbert Meier