23.11.1505

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"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Beck, Enrique

Enrique Beck wurde am 12. Februar 1904 unter dem Namen Heinrich Beck in Köln geboren. Der aus einer hannoveranischen Familie stammende Schriftsteller, Übersetzer und Dichter gehörte im frühen nationalsozialistischen Deutschland einer der ersten Widerstandsbewegungen an. Als Mitherausgeber von Untergrund-Publikationen gegen Hitler entkam er dabei im August 1933 nur knapp einem Angriff der Gestapo. Auf der Flucht über die Schweiz erhielt er Anfang 1934 das lang ersehnte Visum für die Einreise nach Spanien. Dort schlug er sich zunächst als Schriftsteller und Werbetexter durchs Leben, bis er 1936 auf einige Gedichte des von Franco-Anhängern ermordeten spanischen Dichters Federico García Lorca aufmerksam wurde und seither wie gebannt war von der Kraft seiner Verse. Der mittel- und staatslose Flüchtling kam schließlich 1938 zurück in die Schweiz und begann dort das poetische Werk von Lorca zu übersetzen. 1944 wurde Bluthochzeit in Becks Übertragung in Zürich aufgeführt.

Beeindruckt von der Qualität seiner Übersetzungen, veranlassten Georg Kaiser und Thomas Mann bei Lorcas Erben die Übertragung der Exklusivrechte für die Übersetzung des Gesamtwerks Lorcas ins Deutsche auf Enrique Beck, wie sich der Übersetzer jetzt nannte. Bereits 1948 erschien eine erste Auswahl von Gedichten; 1953 folgte die Veröffentlichung der "Zigeuner-Romanzen" und ein Jahr später die dramatischen Dichtungen sowie eine Prosa-Auswahl. Damit wurde Enrique Beck zu einem wohlhabenden Übersetzer, aber auch zu einem der meistkritisierten Vertreter seiner Zunft. 1955 wurden seine Verdienste um Lorca von der spanischen Exilregierung mit dem Ritterkreuz des Befreiungsordens der Spanischen Republik ausgezeichnet.

Enrique Beck starb am 16. September 1974 in Riehen in der Schweiz.

 

Ithaka

4D, 18H