21.05.2018

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Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...

Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
Burt Bacharach wird am 12. Mai 90 Jahre alt. Er gehört bis heute zu den...

Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
Der Dreißigjährige Krieg geht dem Ende entgegen. Das Land ist zerstört. In...

Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
Das Deutsche Theater Göttingen zeigte am 6. April die deutschsprachige...

Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

UA: "Brigitte Bordeaux" von Sergej Gößner
Am 26. Mai ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück Brigitte...

ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
Am 26. Mai ist die österreichische Erstaufführung von Music Hall am Theater...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...


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Imperativ Präsens

(L'impératif présent)
Deutsch von Andreas Jandl
2H
frei zur DSE

Claude besucht seinen sterbenden Vater im Pflegeheim. Er trifft auf einen an den Rollstuhl gefesselten lebenden Leichnam, der weder sprechen noch sich bewegen kann. Da das Pflegepersonal überfordert ist, pflegt er ihn. Doch wie kann er Zugang zu diesem traurigen und intimen Leben eines Menschen finden, der seine Autonomie verloren hat? Wie soll er diesen ehemals autoritären und stolzen Körper waschen? Wie diesen rebellischen Bart rasieren, der trotz dieses leblosen Wesens, das ihn trägt, wächst? Wie soll er die Windeln wechseln, das Geschlecht einseifen und säubern, für das er, weil es ihn gezeugt hat, Verachtung empfindet? Claude spricht und spricht zu diesem leblosen Körper, der einmal sein Vater war und dessen Haß zum Motor seines eigenen Lebens und seines literarischen Schaffens geworden war. Millionenfach Nicht-Gesagtes während der vergangenen Jahre bricht aus ihm heraus. Die Gegenwart wird zum Imperatif. Sein Monolog ist eine unerbittliche Abrechnung mit diesem verhaßten Vater, doch zugleich wirken diese Anschuldigungen wie eine notwendige, verzweifelte und unbeholfene Liebeserklärung.

Im zweiten Teil sind die Rollen vertauscht. Jetzt ist Claude im Pflegeheim, im selben Zustand wie sein Vater im ersten Teil. Und jetzt ist es der Vater, der ihn pflegt und in einem anklagenden, verbitterten Monolog mit dem ungeliebten Sohn abrechnet.

Ein berührendes Stück über eine Vater-Sohn-Beziehung, einmal geschildert aus der Sicht des Sohnes, einmal aus der Sicht des Vaters.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.