21.11.2018

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Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

UA: "Nicobobinus oder Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen" am Theater der Jungen Welt, Leipzig
Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

Neu bei DESCH: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret
Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
Am 30.11. wird Scham von Claudia Tondl am Theater Oberhausen uraufgeführt....

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
Joël Lászlós neues Stück Die Verschwörerin kommt am 2. November am Theater...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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Imperativ Präsens

(L'impératif présent)
Deutsch von Andreas Jandl
2H
frei zur DSE

Claude besucht seinen sterbenden Vater im Pflegeheim. Er trifft auf einen an den Rollstuhl gefesselten lebenden Leichnam, der weder sprechen noch sich bewegen kann. Da das Pflegepersonal überfordert ist, pflegt er ihn. Doch wie kann er Zugang zu diesem traurigen und intimen Leben eines Menschen finden, der seine Autonomie verloren hat? Wie soll er diesen ehemals autoritären und stolzen Körper waschen? Wie diesen rebellischen Bart rasieren, der trotz dieses leblosen Wesens, das ihn trägt, wächst? Wie soll er die Windeln wechseln, das Geschlecht einseifen und säubern, für das er, weil es ihn gezeugt hat, Verachtung empfindet? Claude spricht und spricht zu diesem leblosen Körper, der einmal sein Vater war und dessen Haß zum Motor seines eigenen Lebens und seines literarischen Schaffens geworden war. Millionenfach Nicht-Gesagtes während der vergangenen Jahre bricht aus ihm heraus. Die Gegenwart wird zum Imperatif. Sein Monolog ist eine unerbittliche Abrechnung mit diesem verhaßten Vater, doch zugleich wirken diese Anschuldigungen wie eine notwendige, verzweifelte und unbeholfene Liebeserklärung.

Im zweiten Teil sind die Rollen vertauscht. Jetzt ist Claude im Pflegeheim, im selben Zustand wie sein Vater im ersten Teil. Und jetzt ist es der Vater, der ihn pflegt und in einem anklagenden, verbitterten Monolog mit dem ungeliebten Sohn abrechnet.

Ein berührendes Stück über eine Vater-Sohn-Beziehung, einmal geschildert aus der Sicht des Sohnes, einmal aus der Sicht des Vaters.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.