Aktuelle Nachrichten

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Imperativ Präsens

(L'impératif présent)
Deutsch von Andreas Jandl
2H
frei zur DSE

Claude besucht seinen sterbenden Vater im Pflegeheim. Er trifft auf einen an den Rollstuhl gefesselten lebenden Leichnam, der weder sprechen noch sich bewegen kann. Da das Pflegepersonal überfordert ist, pflegt er ihn. Doch wie kann er Zugang zu diesem traurigen und intimen Leben eines Menschen finden, der seine Autonomie verloren hat? Wie soll er diesen ehemals autoritären und stolzen Körper waschen? Wie diesen rebellischen Bart rasieren, der trotz dieses leblosen Wesens, das ihn trägt, wächst? Wie soll er die Windeln wechseln, das Geschlecht einseifen und säubern, für das er, weil es ihn gezeugt hat, Verachtung empfindet? Claude spricht und spricht zu diesem leblosen Körper, der einmal sein Vater war und dessen Haß zum Motor seines eigenen Lebens und seines literarischen Schaffens geworden war. Millionenfach Nicht-Gesagtes während der vergangenen Jahre bricht aus ihm heraus. Die Gegenwart wird zum Imperatif. Sein Monolog ist eine unerbittliche Abrechnung mit diesem verhaßten Vater, doch zugleich wirken diese Anschuldigungen wie eine notwendige, verzweifelte und unbeholfene Liebeserklärung.

Im zweiten Teil sind die Rollen vertauscht. Jetzt ist Claude im Pflegeheim, im selben Zustand wie sein Vater im ersten Teil. Und jetzt ist es der Vater, der ihn pflegt und in einem anklagenden, verbitterten Monolog mit dem ungeliebten Sohn abrechnet.

Ein berührendes Stück über eine Vater-Sohn-Beziehung, einmal geschildert aus der Sicht des Sohnes, einmal aus der Sicht des Vaters.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.