Bild von Jean GiraudouxGiraudoux, Jean

Geboren 1882 in Bellac, Haute-Vienne, arbeitete Jean Giraudoux nach einem Lehramtsstudium in Paris und München unter anderem als Hauslehrer und Sekretär, bevor er in den diplomatischen Dienst ging. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er zahlreiche Romane, Dramen und Essays. Er setzte sich intensiv mit der Politik und den Umbrüchen seiner Zeit auseinander und wurde zu "einer der Stützen der literarischen wie politischen Gesellschaft vom Anfang der zwanziger Jahre bis hinein in den Zweiten Weltkrieg (...) Er darf auch als vorzüglicher Stilist, als origineller Kopf und als ungemein phantasievoller Schriftsteller angesehen werden, der sich bei allen offiziellen Aufgaben, denen er sich unterzog, doch stets eine Vorliebe für skurrile Typen und schräge Vögel bewahrte." (Deutschlandfunk) Er starb 1944 in Paris.

 

Die Irre von Chaillot

(La Folle de Chaillot)
Deutsch von Wilhelm M Treichlinger
5D, 13H

Geldgierige Spekulanten haben Erdöl unter den Straßen von Paris entdeckt und drohen nun, die Stadt in die Luft zu sprengen, um an die Ressourcen zu gelangen. Doch die alte Aurélie, die "Irre von Chaillot", Schutzherrin der kleinen Leute von Paris, heckt mit ihren nicht minder bizarren Freundinnen einen Plan aus, um die Stadt zu retten. Vernunft und Nächstenliebe sollen den Sieg über die Mächte des Bösen davontragen ... Giraudoux schrieb sein modernes Märchen 1943, hoffend auf ein baldiges Ende des zweiten Weltkrieges.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch