01.10.2016

Aktuelle Nachrichten

UA: "In 80 Tagen um die Welt" am Landestheater Linz
Das Landestheater Linz reist in 80 Tagen um die Welt: Die Musicalfassung von...

UA: "Massiver Kuss" von Anja Hilling am Theater Bonn
In der Regie von Friederike Heller gelangt am 29. September Anja Hillings...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2016"
Viele Glückwünsche an Maren Scheel und Stephan Kanyar. Ihr Musical Einstein -...

Neu bei DESCH: "platz.an.der.sonne.com" von Agnès und Daniel Besse
Der Schrebergarten, die Datsche und das Wochenendhäuschen sind Manifeste...

Neu bei FBE: "Die Rechnung" von Clément Michel
Das Männerwochenende von Jules, Antoine und Axel beginnt mit einem...

Neu bei FBE: "Ein Geschenk der Götter" von Oliver Haffner
Plötzlich und unerwartet verliert Anna ihre Anstellung als Schauspielerin an...

Neu bei FBE: "Gesunde Beziehungen" von Evan Placey
"Stell dir vor, Sexualkunde ist ein Kriegsgebiet, und du bist die...

Neu bei FBE: "Der letzte schöne Herbsttag" von Ralf Westhoff
Nach Shoppen und Wir sind die Neuen ist nun auch Ralf Westhoffs Film Der...

UA: "Jeunesse dorée" von Johannes Hoffmann am Theater Kosmos in Bregenz
Ein Charity-Event im Freien. Alles sehr exklusiv, aber auch romantisch. Der...

DSE: Der Prozess des Hans Litten" von Mark Hayhurst am Staatstheater Nürnberg
Hans Litten war Rechtsanwalt und Strafverteidiger. 1931 brachte der damals...

UA: "Inside IS" von Yüksel Yolcu am GRIPS Theater
Am 12. Oktober gelangt Inside IS am Grips Theater zur Uraufführung. Jürgen...

Premiere: "Vater" am Renaissance-Theater Berlin
Am 03. Oktober findet im Renaissance-Theater die Berlinpremiere von Vater (Ü:...

Premiere: "Fletsch" in Wilhelmshaven
Von der "Kuss-ability" eines Werwolfes kann sich der Interessierte am 15....

Premiere: "Das scharlachrote Siegel" am Theater Chemnitz
Für Frank Wildhorns Musical Das scharlachrote Siegel (Ü: Wolfgang Adenberg)...

Rückblick: "Weekend im Paradies" von Arnold und Bach am Schauspielhaus Bochum
"Wer heutzutage Karriere machen will, der muss sich durch besondere...

Zum Wiederentdecken: "Bel Ami" von Peter Kreuder
Georges Duroy, ein französischer Soldat mit zweifelhafter Vergangenheit,...


Archiv

Aktuelle Stücke
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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Michael ZochowZochow, Michael

1954 in Prag geboren, emigrierte Michael Zochow 1968 mit seiner Mutter nach Zürich, machte dort sein Abitur, arbeitete als Journalist und ging 1979 nach Berlin, wo er Theaterstücke zu schreiben begann und bis zu seinem frühen Tod am 24. März 1992 lebte.
1990 erhielt Zochow den Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne für sein Stück Traiskirchen. 1991 wurde er mit dem Welti-Preis für sein letztes Drama Drei Sterne über dem Baldachin ausgezeichnet. Die Inszenierung des Stückes vom Schauspielhaus Wien wurde 1992 zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen.
Die Bekanntschaft mit dem Schweizer Filmemacher Urs Egger macht Zochow ab 1982 zu dessen Co-Autoren. Mehrfach arbeiten sie an den Filmideen Eggers, und 1986 kommt der Film "Motten im Licht" nach einem gemeinsamen Drehbuch der beiden in die Kinos; Zochow ist in einer Nebenrolle zu sehen. In dieser Zusammenarbeit entstand außerdem das Drehbuch "Dr. Billig am Ende" (1982), unvollendet bleiben die Drehbücher "Bluebird" (1986) und "Gourrama" (1991/92).


Weitere Informationen zu Michael Zochow

 

Kambek

Dramatisches Märchen in drei Teilen
5D, 5H
UA: 1987, Staatstheater Stuttgart

Kambek ist ein "Mörderspiel". Es wird in einem archäologischen Lager in Samosata in Syrien gespielt. In jenem Lager kommen unerwartete Dinge an den Tag, die Grabungen führen dazu, dass es den Vernichtungslagern der Nazis immer ähnlicher wird. Der Archäologe, der die Grabungen leitet, heißt Dr. Mengele, und seine Frau ist eine fiktive Tochter von Goebbels. Unter den Arabern, die die Arbeiten ausführen, kursiert der Aberglaube, dass die Wiederentdeckung einer antiken Götterstätte drei Menschen das Leben kosten wird. Das Gerücht, dass ein "Gespenst" umgeht im Grabungsgebiet, konkretisiert sich mit dem Auftauchen von Kambek - Zochows in den meisten seiner Stücke erscheinender Jude, ruheloser Untoter und Wiedergänger. Dieser Kambek, ganz Hamlet, will den Nachweis erbringen, dass Mengele jener Mengele ist, der so viele Juden in die Gasöfen geschickt hat. Sein "Spiel" kostet, wie der Aberglaube es verhieß, drei Menschen das Leben. Jäger und Gejagte liegen am Ende vereint im Grab. "Wie ähnlich sie sich jetzt sind", stellt Abu Bakhar fest: KAMBEK ist ein leises, trauriges Stück, in dem es eine unmögliche Liebesgeschichte gibt - hier zwischen Kambek und dem Mädchen Helwa, der Verlobten eines der arabischen Arbeiter.