23.05.2017

Aktuelle Nachrichten

Premiere: "Auerhaus" von Bov Bjerg am Deutschen Theater Berlin
Nach Düsseldorf, Wiesbaden, Augsburg, Hannover, Dresden und Darmstadt kommt...

UA: "Das neue Jerusalem" von Arna Aley am Wolfgang Borchert Theater Münster
1534 predigt in Münster der weitgereiste Schneider, Kaufmann, Gastwirt,...

"Ich lebe in einem wilden Wirbel!" - Zum 35. Todestag von Irmgard Keun
"Sie haben Humor wie ein dicker Mann, Grazie wie eine Frau, Herz, Verstand...

UA: "Metapolis" von Hannah Biedermann und dem Ensemble des Jungen Staatstheaters Braunschweig
In der Regie von Hannah Biedermann gelangt am 13. Mai die theatrale...

Preise für Hannah Biedermann und Joël László beim Heidelberger Stückemarkt
Am Sonntagabend ist der 34. Heidelberger Stückemarkt zu Ende gegangen. Unter...

Neu bei FBE: "Préludes" von Dave Malloy
Nachdem Sergej Rachmaninow mit seinem Prélude cis-Moll bereits als...

Neu bei FBE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh
Thomas Newton, der Außerirdische, kam auf die Erde, um Wasser für seinen...

Neu bei FBE: "Zwischen Himmel und Erde" und "Die Brüllbande" von Jörg Isermeyer
Rico ist ein Superheld, einer wie Spiderman: Keine Mauer ist ihm zu hoch,...

Neu bei FBE: "Schimmerndes Wasser" von Johanna Emanuelsson
Es ist ziemlich düster im Leben der beiden elfjährigen Mädchen Manisha und...

"Hedwig and the Angry Inch" in Kassel
Hedwig ist wieder da! John Cameron Mitchells und Stephen Trasks Kult-Musical...

stoffrechte.de geht mit der Leipziger Buchmesse 2017 online!
FBE Stoffrechte gehört zum Verlag Felix Bloch Erben mit Sitz in Berlin...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Michael ZochowZochow, Michael

1954 in Prag geboren, emigrierte Michael Zochow 1968 mit seiner Mutter nach Zürich, machte dort sein Abitur, arbeitete als Journalist und ging 1979 nach Berlin, wo er Theaterstücke zu schreiben begann und bis zu seinem frühen Tod am 24. März 1992 lebte.
1990 erhielt Zochow den Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne für sein Stück Traiskirchen. 1991 wurde er mit dem Welti-Preis für sein letztes Drama Drei Sterne über dem Baldachin ausgezeichnet. Die Inszenierung des Stückes vom Schauspielhaus Wien wurde 1992 zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen.
Die Bekanntschaft mit dem Schweizer Filmemacher Urs Egger macht Zochow ab 1982 zu dessen Co-Autoren. Mehrfach arbeiten sie an den Filmideen Eggers, und 1986 kommt der Film "Motten im Licht" nach einem gemeinsamen Drehbuch der beiden in die Kinos; Zochow ist in einer Nebenrolle zu sehen. In dieser Zusammenarbeit entstand außerdem das Drehbuch "Dr. Billig am Ende" (1982), unvollendet bleiben die Drehbücher "Bluebird" (1986) und "Gourrama" (1991/92).


Weitere Informationen zu Michael Zochow

 

Kambek

Dramatisches Märchen in drei Teilen
5D, 5H
UA: 1987, Staatstheater Stuttgart

Kambek ist ein "Mörderspiel". Es wird in einem archäologischen Lager in Samosata in Syrien gespielt. In jenem Lager kommen unerwartete Dinge an den Tag, die Grabungen führen dazu, dass es den Vernichtungslagern der Nazis immer ähnlicher wird. Der Archäologe, der die Grabungen leitet, heißt Dr. Mengele, und seine Frau ist eine fiktive Tochter von Goebbels. Unter den Arabern, die die Arbeiten ausführen, kursiert der Aberglaube, dass die Wiederentdeckung einer antiken Götterstätte drei Menschen das Leben kosten wird. Das Gerücht, dass ein "Gespenst" umgeht im Grabungsgebiet, konkretisiert sich mit dem Auftauchen von Kambek - Zochows in den meisten seiner Stücke erscheinender Jude, ruheloser Untoter und Wiedergänger. Dieser Kambek, ganz Hamlet, will den Nachweis erbringen, dass Mengele jener Mengele ist, der so viele Juden in die Gasöfen geschickt hat. Sein "Spiel" kostet, wie der Aberglaube es verhieß, drei Menschen das Leben. Jäger und Gejagte liegen am Ende vereint im Grab. "Wie ähnlich sie sich jetzt sind", stellt Abu Bakhar fest: KAMBEK ist ein leises, trauriges Stück, in dem es eine unmögliche Liebesgeschichte gibt - hier zwischen Kambek und dem Mädchen Helwa, der Verlobten eines der arabischen Arbeiter.