04.09.2015

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Neu bei DESCH: "Weihnachten auf dem Balkon" von Gilles Dyrek
Endlich Weihnachten - das Fest der Liebe, der Verheißungen und...

Neu bei FBE: "Intrigration - Sie sind unter uns" von Ekat Cordes
Der Brand des Asylantenheimes am Ende der Straße ist gelöscht, da wird erneut...

Zum Wiederentdecken: "Mylady" von Éric-Emmanuel Schmitt
"Wenn 'Die drei Musketiere' die Geschichte von Jungs ist und den Jungs...

Neu bei FBE: "Ein neuer Sommer" von William Boyd
Als Kolja von seinen alten Freunden Tanja und Sergej auf deren Landsitz...

Sommertheaterpremieren Teil 2
Für Verzauberung und Verzückung sorgen die Frankenfestspiele Röttingen mit...

DSE: "Die Studentin und Monsieur Henri" am Winterhuder Fährhaus
Am 24. Juli findet an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg die...

"Roadmovie": Hörspiel von Esther Becker im Berliner Autokino
Eine verlassene Tankstelle – irgendwo im Nirgendwo. Zwei verlassene Frauen –...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Die Natur ist grün, der Wind mild und es wird wärmer - all das verrät uns,...


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Bild von Georg KaiserKaiser, Georg

Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.

Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.

1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).

 

Kanzlist Krehler

Tragikomödie in drei Akten
4D, 4H, Nebendarsteller

Kanzlist Krehler hat von seinem Vorgesetzten den Tag nach der Hochzeit seiner Tochter wider Erwarten frei bekommen. Diese Tatsache reißt ihn aus seinem gewohnten Gleis, er beginnt, sein bisheriges Beamtendasein zu hassen und reicht seine Kündigung ein, gegen die seine Frau schärfstens protestiert, da sie um ihre Versorgung fürchtet. Max, der Schwiegersohn, verspricht ihr daraufhin eine genügende finanzielle Unterstützung.

Krehler jedoch, der in seiner Frau plötzlich eine verächtliche Nutznießerin seiner jahrzehntelangen beruflichen Anstrengungen sieht, tötet, um sie zu treffen, seinen Schwiegersohn und sich selbst.