20.09.2014

Aktuelle Nachrichten

"Therese Raquin" am Theater SCALA in Wien
Am Stadttheater Mödling wurde Therese Raquin von Paris Kosmidis nach dem...

"nachtgeschwister" in Altenburg und Gera
Auf dem Wühltisch einer Buchhandlung findet die Protagonistin ein angegilbtes...

Neu bei FBE: "Der himmelblaue Herr" von Fanny Sorgo
Großmutter Eva Zulus möchte nicht mehr in dieselbe Richtung fahren. Darum...

UA: "Schöne neue Welt" am Staatsschauspiel Dresden
"Gemeinschaft, Gleichheit, Stabilität" – so lautet die Maxime des...

Neu bei FBE: "Hundswetter" von Brigitte Buc
Helene ist taffe Geschäftsfrau, aufopfernde Ehefrau und Mutter. Lulu ist...

Anja Hilling mit "was innen geht" für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2014 nominiert
Wir freuen uns, dass Anja Hillings Stück was innen geht nun auf der Shortlist...

DSE: "Trennung für Feiglinge" von Clément Michel in Hannover
Der vielseitige Theatermacher Clément Michel hat mit Trennung für Feiglinge...

UA: "Die letzte Soirée" am Wolfgang Borchert Theater Münster
"An Alfred Flechtheim schieden sich die Geister. Die einen hielten ihn für...

Neu bei DESCH: "Die Lüge" von Florian Zeller
Alice und Paul, seit zwanzig Jahren verheiratet, haben ihre besten Freunde,...

DSE: "Malala - Mädchen mit Buch" am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am 24. September gelangt der Monolog Malala - Mädchen mit Buch des...

Zum Wiederentdecken: "Silk Stockings (Ninotschka)" von Cole Porter
Ninotschka: Es gibt wohl kaum eine rasantere Filmkomödie als Ernst Lubitschs...


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Bild von Curth FlatowFlatow, Curth

wurde am 9. Januar 1920 in Berlin geboren. Er ist der Sohn des Humoristen Siegmund Flatow und dessen Ehefrau Alwine, die unter dem Namen Else Busch als Chansonsängerin bekannt war.

1935 machte Curth Flatow die Mittlere Reife, anschließend begann er eine Lehre in der Konfektion. Nachdem er 1938 die Kaufmannsgesellenprüfung abgelegt hatte, wurde er kaufmännischer Angestellter und begann eine Ausbildung zum Modezeichner. Im Jahr 1943 wurde er zum kriegsbedingten Arbeitsdienst eingezogen.

Nach Kriegsende, im Juni 1945, trat er erstmals mit eigenen Gedichten in Willi Schaeffers "Kabarett der Komiker" auf. Daraufhin schrieb er seine erste Kurzrevue, verließ die Modebranche und gründete mit einigen Kollegen das Kabarett "Die Außenseiter". Er trat im Kabarett der Komiker und in der Neuen Scala als Conferencier auf. 1946 wurde seine erste große Revue, "Melodie der Straße", aufgeführt. Ab 1947 entstanden zahlreiche Cabaret-Revuen, Rundfunksendungen, Drehbücher und Liedertexte für Kinofilme. 1951 fand die Premiere seines ersten Films "Wenn Männer schwindeln" statt, dem mehr als 30 weitere Filme folgten.

Seit 1954 war Curth Flatow ständiger Autor für den RIAS Berlin und schrieb seit 1962 Fernsehspiele und Serien, deren erfolgreichste bisher "Ich heirate eine Familie" (1983) war. Seit 1990 hat er diverse Fernseh-Galas, u.a. für Peter Alexander, Heinz Rühmann und Johannes Heesters, verfasst.

Vor allem seine Lustspiele und Komödien machten den Meister exzellenter Unterhaltungsliteratur bekannt. Seine Theaterstücke gehören zu den meistgespielten Werken deutschsprachiger Bühnen und wurden in über zwanzig Ländern aufgeführt.

Curth Flatow wurde unter anderem mit der Drehbuchprämie der Bundesregierung, der Goldenen Kamera, dem Telestar und dem Bundesverdienst-kreuz ausgezeichnet. Am 4. Juni 2011 verstarb Curth Flatow im Alter von 91 Jahren.

 

Keine Ehe nach Maß

5D, 2H

Gertrud Stranitzky ist eine erfolgreiche Inhaberin eines Schneiderateliers, steht im besten menschlichen und geschäftlichen Verhältnis zu ihrem Auftraggeber Helmut Naumann, und auch bei ihren Angestellten ist sie äußerst beliebt. Richard Stranitzky, Gertruds Mann, hat die Geschäftsführung inne, und da sie ihre langjährige Ehe für eine unangreifbare Bastion - eben eine "Ehe nach Maß" hält, scheint alles in bester Ordnung. Jovial verteilt sie in Sachen Liebe Ratschläge an ihre drei Angestellten und wird doch eines Tages eines Besseren belehrt.

Als Ehemann Richard außerehelichen Reizen nachgibt, muss sie sich plötzlich fragen, ob ihre Ehe - im Gegensatz zu ihren Kleidern - aus der Mode gekommen ist. Aber Gertrud Stranitzky wäre keine Figur in einer Flatow-Komödie, wenn sie nicht den Stier bei den Hörnern packte...

Curth Flatow schrieb eine maßgeschneiderte Rolle für Edith Hancke, der als versierter Modemacherin Gertrud Stranitzky zwar der Erfolg, aber nicht die Männer treu bleiben. Das hält sie jedoch nicht davon ab, ein grandioses Pointenfeuerwerk abzubrennen - so grandios, dass das Stück in seiner Uraufführungsinszenierung nicht nur in Berlin, in Hamburg und auf Tournee Erfolg hatte, sondern auch noch in anderem Gewand sehr erfolgreich lief, so z. B. an der Komödie Düsseldorf.