16.09.2014

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Der himmelblaue Herr" von Fanny Sorgo
Großmutter Eva Zulus möchte nicht mehr in dieselbe Richtung fahren. Darum...

UA: "Schöne neue Welt" am Staatsschauspiel Dresden
"Gemeinschaft, Gleichheit, Stabilität" – so lautet die Maxime des...

Neu bei FBE: "Hundswetter" von Brigitte Buc
Helene ist taffe Geschäftsfrau, aufopfernde Ehefrau und Mutter. Lulu ist...

Anja Hilling mit "was innen geht" für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2014 nominiert
Wir freuen uns, dass Anja Hillings Stück was innen geht nun auf der Shortlist...

DSE: "Trennung für Feiglinge" von Clément Michel in Hannover
Der vielseitige Theatermacher Clément Michel hat mit Trennung für Feiglinge...

"Therese Raquin" am Theater SCALA in Wien
Am Stadttheater Mödling wurde Therese Raquin von Paris Kosmidis nach dem...

"nachtgeschwister" in Altenburg und Gera
Auf dem Wühltisch einer Buchhandlung findet die Protagonistin ein angegilbtes...

UA: "Die letzte Soirée" am Wolfgang Borchert Theater Münster
"An Alfred Flechtheim schieden sich die Geister. Die einen hielten ihn für...

Neu bei DESCH: "Die Lüge" von Florian Zeller
Alice und Paul, seit zwanzig Jahren verheiratet, haben ihre besten Freunde,...

DSE: "Malala - Mädchen mit Buch" am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am 24. September gelangt der Monolog Malala - Mädchen mit Buch des...

Zum Wiederentdecken: "Silk Stockings (Ninotschka)" von Cole Porter
Ninotschka: Es gibt wohl kaum eine rasantere Filmkomödie als Ernst Lubitschs...


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Bild von Georg KaiserKaiser, Georg

Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.

Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.

1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).

 

Klawitter

Komödie in fünf Akten
6D, 13H

Der Schriftsteller Ernst Hoff ist nach der nationalsozialistischen Machtübernahme zum Schweigen verurteilt und überträgt dem Filmvorführer Klawitter das Amt, ein von ihm geschriebenes Stück in der Öffentlichkeit zu vertreten; er bittet sich nichts weiter als eine Monatsrente von dreihundert Mark dafür aus.

Doch obgleich das Stück einen Riesenerfolg hat, kommt Klawitter aus Vorsicht der Zahlung nicht nach. Dagegen gelingt es ihm, Hoffs Frau durch Geld zu gewinnen. Als Hoff nach einer Begegnung mit seiner Frau, bei der sie ihm Geld von Klawitter übergeben hatte, in einem Café durch den Rundfunk von den Erfolgen des Betrügers Klawitter hören muss, schmettert er eine Kaffeetasse in das Radio, worauf er durch einen herbeigerufenen Polizisten verhaftet wird.