30.01.2015

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"Alice" am Theater Magdeburg
Das Theater Magdeburg feiert am 31. Januar nicht nur seinen Nichtgeburtstag,...

Drei Premieren von Oliver Kluck
Andreas Altmanns Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter...

"Das Ballhaus" am Theater Krefeld und Mönchengladbach
"Der Tanz auf dem Vulkan. Die Welt vergessen, das Leben genießen. Dafür geht...

"Eine Frau, die weiß, was sie will" an der Komischen Oper Berlin
Am 30. Januar feiert die Komische Oper Berlin die Premiere von Oscar Straus'...

"Malala - Mädchen mit Buch" in Innsbruck und Darmstadt
Als jüngste Preisträgerin des Nobelpreises geht die 17-jährige...

DSE: "Eine Stunde Ruhe" am St. Pauli Theater in Hamburg
Am 18.01.2015 findet im St. Pauli Theater, Hamburg die deutschsprachige...

"Pelleas und Melisande" an der Volksbühne Berlin
Ab 14. Januar kann sich das Volksbühnen-Publikum auf eine spektakuläre...

Jo Nesbøs "Doktor Proktors Pupspulver" in den Kinos und als Bühnenstück bei FBE
Am 15. Juni kommt das erfolgreiche Kinderbuch Doktor Proktors Pupspulver von...

"Auf ein Neues" am Theater an der Kö in Düsseldorf
"Auf ein Neues" ragt heraus. Antoine Rault ist es gelungen, Themen wie...

Neu bei DESCH: "Zurück auf Anfang" von Eric-Emmanuel Schmitt
Wer wünscht es sich nicht? Nochmal von vorne anfangen zu können, sich...

DE: Das Bekenntnis eines Masochisten in Dortmund
Herr M. hat es schwer. Auf der Suche nach tiefgreifender Demütigung und roher...


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Bild von Georg KaiserKaiser, Georg

Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.

Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.

1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).

 

Klawitter

Komödie in fünf Akten
6D, 13H

Der Schriftsteller Ernst Hoff ist nach der nationalsozialistischen Machtübernahme zum Schweigen verurteilt und überträgt dem Filmvorführer Klawitter das Amt, ein von ihm geschriebenes Stück in der Öffentlichkeit zu vertreten; er bittet sich nichts weiter als eine Monatsrente von dreihundert Mark dafür aus.

Doch obgleich das Stück einen Riesenerfolg hat, kommt Klawitter aus Vorsicht der Zahlung nicht nach. Dagegen gelingt es ihm, Hoffs Frau durch Geld zu gewinnen. Als Hoff nach einer Begegnung mit seiner Frau, bei der sie ihm Geld von Klawitter übergeben hatte, in einem Café durch den Rundfunk von den Erfolgen des Betrügers Klawitter hören muss, schmettert er eine Kaffeetasse in das Radio, worauf er durch einen herbeigerufenen Polizisten verhaftet wird.