03.07.2015

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Sommertheaterpremieren Teil 2
Für Verzauberung und Verzückung sorgen die Frankenfestspiele Röttingen mit...

Neu bei FBE: "Ein neuer Sommer" von William Boyd
Als Kolja von seinen alten Freunden Tanja und Sergej auf deren Landsitz...

Neu bei FBE: "Intrigration - Sie sind unter uns" von Ekat Cordes
Der Brand des Asylantenheimes am Ende der Straße ist gelöscht, da wird erneut...

Neu bei DESCH: "Weihnachten auf dem Balkon" von Gilles Dyrek
Endlich Weihnachten - das Fest der Liebe, der Verheißungen und...

DSE: "Die Studentin und Monsieur Henri" am Winterhuder Fährhaus
Am 24. Juli findet an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg die...

"Roadmovie": Hörspiel von Esther Becker im Berliner Autokino
Eine verlassene Tankstelle – irgendwo im Nirgendwo. Zwei verlassene Frauen –...

Zum Wiederentdecken: "Mylady" von Éric-Emmanuel Schmitt
"Wenn 'Die drei Musketiere' die Geschichte von Jungs ist und den Jungs...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Die Natur ist grün, der Wind mild und es wird wärmer - all das verrät uns,...


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Bild von Georg KaiserKaiser, Georg

Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.

Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.

1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).

 

Klawitter

Komödie in fünf Akten
6D, 13H

Der Schriftsteller Ernst Hoff ist nach der nationalsozialistischen Machtübernahme zum Schweigen verurteilt und überträgt dem Filmvorführer Klawitter das Amt, ein von ihm geschriebenes Stück in der Öffentlichkeit zu vertreten; er bittet sich nichts weiter als eine Monatsrente von dreihundert Mark dafür aus.

Doch obgleich das Stück einen Riesenerfolg hat, kommt Klawitter aus Vorsicht der Zahlung nicht nach. Dagegen gelingt es ihm, Hoffs Frau durch Geld zu gewinnen. Als Hoff nach einer Begegnung mit seiner Frau, bei der sie ihm Geld von Klawitter übergeben hatte, in einem Café durch den Rundfunk von den Erfolgen des Betrügers Klawitter hören muss, schmettert er eine Kaffeetasse in das Radio, worauf er durch einen herbeigerufenen Polizisten verhaftet wird.