03.03.2015

Aktuelle Nachrichten

Katrin Langes "Zaubermühle!" bei den Mülheimer Theatertagen 2015
Die Uraufführungsinszenierung von Katrin Langes Kindertheaterstück...

Ausgezeichnet: Ulrich Matthes erhält Goldene Kamera
Bei der 50. Verleihung der Goldenen Kamera wurde Ulrich Matthes mit dem Preis...

Zum Wiederentdecken: "Alan Turing" von Hugh Whitemore
Alan Turing gehört zweifellos zu den größten Logikern und Theoretikern des...

Neu bei FBE: "Zu klein, um ein Planet zu sein" von Adam Barnard
Gesehen werden, groß und irgendwie bedeutend sein – das ist die Sehnsucht,...

UA: "Zaubermühle!" von Katrin Lange am Schnawwl
Für das Schnawwl in Mannheim hat Katrin Lange den mythologischen Stoff des...

Premiere "Hinter dem Bahnhof liegt das Meer" am Theater Kiel
Das Theater Kiel zeigt ab dem 21. Februar das märchenhafte Kinderbuch Hinter...

DSE: "Der Kleine und das Biest" am Jungen Ensemble Stuttgart
In der Regie von Brigitte Dethier feiert am 14. Februar, wenn glückliche...

"Shoppen" von Ralf Westhoff wieder verfügbar!
Jürgen Popigs Bühnenfassung des preisgekrönten Ensemblefilms Shoppen von Ralf...

Neu bei FBE: "Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund
Mit dem bösen Wolf hat eigentlich schon jeder seine schlechten Erfahrungen...

Neu bei DESCH: "Papa!" von Pierre Chesnot
Mit humorvollen Komödien auf höchstem Niveau hat Pierre Chesnot sich weltweit...


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Bild von Georg KaiserKaiser, Georg

Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.

Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.

1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).

 

Kolportage

Komödie in einem Vorspiel und drei Akten nach 20 Jahren
4D, 8H

Karin Gräfin Stjernenhö, die Tochter eines reichen, inzwischen verstorbenen Holzhändlers bürgerlicher Herkunft, hat sich von ihrem gräflichen Ehemann scheiden lassen. Das Kind und zugleich die auf das Kind übertragene Erbschaft ihres Vaters wurden ihr zugesprochen. Der Graf unternimmt mehrere Versuche, das Kind zu rauben, um in den Genuss der Erbschaft zu kommen, bis ihm Frau Karin eines Tages ein fremdes Kind überlässt und mit dem echten Grafensohn nach Amerika übersiedelt.

Als sie nach zwanzig Jahren zurückkehrt, hat sich der falsche Grafensohn inzwischen zu einem typischen Vertreter seines Standes entwickelt und plant eine Heirat mit dem Sprössling einer angesehenen Adelsfamilie. Karin deckt die Wahrheit auf, die wahre Mutter des falschen Grafen bestätigt sie, und die Verlobten - der falsche Grafensohn und Alice Gräfin Barrenkrona - beschließen, sich mit den Tatsachen abzufinden und ohne den Segen der entsetzten Eltern nach Amerika auszuwandern.