26.04.2018

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König Hirsch

Tragikomisches Märchen fürs Theater
Übersetzt und die Commedia-Szenen ausgeschrieben von Reinhold Rüdiger
3D, 8H, Nebendarsteller

König Deramo soll heiraten. Er hat dafür bereits alle in Frage kommenden Edelfrauen des Landes vorgeladen, aber keine war ihm recht. Auf der Suche nach einer wirklich liebenden Braut, die nicht nur hinter seinem Thron her ist, kann ihm nur eine Statue des Zauberers Durandarte helfen, die bei jeder Lüge in Lachen ausbricht. Nun bittet Deramo die Damen des eigenen Hofes zu dem schicksalhaften Zwiegespräch. Clarice, die Tochter seines Ministers Tartaglia, wird abgelehnt, weil sie in Wirklichkeit Leandro liebt. Der eitlen Smeraldina ergeht es nicht besser, und erst die unschuldig-liebevolle Angela kann des Königs Herz erwärmen.

Tartaglia, der selbst ein Auge auf das Mädchen hat und die Schmach seiner Tochter rächen will, beschließt, den König hinterrücks auf der Jagd zu erschießen. Dieser, über den Unmut seines vermeintlich guten Freundes betrübt, verrät ihm zum Trost einen geheimen Zauberspruch, mit dessen Hilfe man in den Leib eines toten Tieres oder Menschen schlüpfen kann. Der bösartige Minister missbraucht den Spruch sofort, verwandelt sich in den König und beginnt eine tyrannische Herrschaft. Seine Untertanen und selbst Angela fühlen sich abgestoßen von dem neuartigen Benehmen ihres sonst gütigen Königs.

Deramo kann in den Körper eines alten Landstreichers schlüpfen und sich so an seinem eigenen Hof Angela zu erkennen geben. Tartaglia will den König nun endgültig beseitigen, doch der plötzlich erscheinende Zauberer Durandarte setzt dem bösen Spiel ein Ende: Der König erhält seine Gestalt und Angela zurück, Tartaglia hingegen wird zum Tode verurteilt.