02.12.2016

Aktuelle Nachrichten

Walter Jens' "Antigone" am Deutschen Nationaltheater Weimar
Am 2. Dezember wird Walter Jens' vielgespielte Nachdichtung von Sophokles...

DSE: "2084 - Noras Welt" am Schlosstheater Celle
Am 1. Dezember feiert Jostein Gaarders Jugendbuch 2084 - Noras Welt über den...

FBE und der Wal: Unsere Zusammenarbeit mit dem magellan Verlag
Schrullige Charaktere, Geschichten, die in der Realität verhaftet sind und...

NEU bei DESCH: "Begleiterscheinungen" von Peter Buchholz
Daniel beginnt nach seiner Scheidung ein neues Leben. In einem schicken Loft...

Zum Wiederentdecken: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Zufrieden und fidel lebt das Mäuserudel vor sich hin. Bis zu der Nacht, als...

Neu bei FBE: "Alles Familie" von Alexandra Maxeiner, Lorenz Hippe und Ensemble Karo Acht
Ab wann ist eine Familie eine Familie? Gehört die Katze mit dazu? Das...

Neu bei FBE: "Die Familie, die über alles reden konnte" von Christian Lollike
Ein Weihnachtsessen der besonderen Art: Großvater, Töchter und...

Neu bei FBE: "Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?" von Michael Jary und James Edward Lyons
Arbeitslose stehen vor einer Essensausgabe Schlange, die SA marschiert, ein...

Neu bei FBE: "Inside IS" von Yüksel Yolcu
Warum geraten junge Menschen, auch aus Deutschland, in den Sog des...

Neu bei FBE "Eins im Andern" von Monique Schwitter
Sie müsste schreiben. Statt Worten kommt ihr ihre erste Liebe in den Sinn....


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Carlo GoldoniGoldoni, Carlo

Carlo Goldoni wurde am 25. Februar 1707 in Venedig als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte Philosophie und Jura an der Universität von Padua. Nach dem Tode seines Vaters ließ er sich 1731 als Advokat, Kanzleibeamter und Diplomat in seiner Heimatstadt Venedig nieder, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Seine Leidenschaft galt jedoch schon immer dem Theater und er begann, erste Bühnenstücke zu verfassen. Die folgenden Jahre waren von einem ständigen Hin und Her geprägt zwischen seiner Neigung zum Theater und der Notwendigkeit des Broterwerbs. Von 1745 bis 1748 arbeitete Goldoni in Pisa als Anwalt. Während dieser Zeit schrieb er seine erfolgreiche Komödie Der Diener zweier Herren (Il servitore di due patroni), die 1746 in Venedig uraufgeführt wurde.

Goldoni hatte seinen Stil gefunden - von den typischen Masken und den starre Typenvorgaben der Commedia dell'arte gelangweilt, inszenierte er Charakter- und Sittenlustspiele nach dem Vorbild des französischen Dramatikers Molière und passte sie der italienischen Lebensart an. Von 1748 bis 1753 war er Bühnenautor für das Teatro Sant'Angelo, anschließend bis 1756 für das Teatro San Luca in Venedig. 1762 verließ Goldoni trotz seines großen Erfolgs Venedig, um den Anfeindungen der an der traditionellen Stegreifkomödie festhaltenden Dramatiker zu entgehen und folgte einem Ruf an das italienische Theater in Paris. Als Theaterdirektor am französischen Hof verfasste er 1770 anlässlich der Heirat des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie Antoinette in französischer Sprache die Komödie "Der gutherzige Polterer" (Le bourru bienfaisant) und feierte damit seinen letzten großen Triumph.

Zu Beginn der Französischen Revolution wurden Goldoni die 1787 vom König zuerkannten Pensionszahlungen aufgrund der politischen Veränderungen gestrichen. So starb er am 6. Februar 1793 völlig verarmt in Paris.

Carlo Goldoni gilt als großer Erneuerer der italienischen Komödie; sein Gesamtwerk umfasst mehr als 150 Theaterstücke in Alltagssprache und venezianischer Mundart sowie eine vierbändige Autobiographie mit dem Titel "Geschichte meines Lebens" (Mémoires pour servir à l'histoire de sa vie et celle de son théâtre), die er 1787 in Versailles niedergeschrieben hat.

 

Das Kaffeehaus

Deutsch von Herbert Meier
3D, 9H, Statisterie

Ein junges Ehepaar: Der Mann ist liederlich und seine tugendhafte Frau leidet sehr darunter. Der Kaffeehausbesitzer, ein ehrlicher, dienstfertiger und wohlwollender Mann, zeigt viel Interesse für das unglückliche Paar. Es gelingt ihm, die Besserung des Ehemannes durchzusetzen und zum Glück und zur Zufriedenheit der jungen Frau beizutragen.

Da ist ein sehr origineller und komischer Schwätzer, der an übler Nachrede seine Freude hat. Er ist eine wahre Geißel der Menschheit, der die ganze Welt beunruhigt, der die Gäste des Kaffeehauses belästigt und nicht minder die beiden Freunde des Cafetiers. Der Boshafte wird bestraft; er verrät anscheinend zum Spaß die Kunstgriffe des betrügerischen Spielhausbesitzers. Der Mann wird festgenommen, aber die Nachbarn fallen über den Schwätzer her und jagen ihn fort.

Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

Das Kaffeehaus
Nach der Übersetzung von Lola Lorme