23.11.2014

Aktuelle Nachrichten

DSE: "Hannahs Dämon" von Antoine Rault am Schauspiel Chemnitz
Am Freitag, dem 21. November 2014, findet am Schauspiel Chemnitz die...

Neu bei DESCH: "Eine Stunde Ruhe" von Florian Zeller
Florian Zeller ist mit Eine Stunde Ruhe ein witziges und vor allem...

Neu bei FBE: "Zersplittert" von Alexandra Badea
Am 20. November wird Zersplittert von Alexandra Badea als Hörspiel anlässlich...

Neu bei FBE: "Endlich Eiszeit" von Volker Schmidt
"Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den...

Neu bei FBE "Mordbrenner" von Johannes Hoffmann
Am Morgen des 4. September 1913 tötet der Hauptlehrer Ernst August Wagner...

Gerhart Hauptmann in Bochum und Düsseldorf
"Es steckt Ungehobenes in meinem Werk, das der Gegenwart und zukünftigen Zeit...

Neu bei FBE: "Wer ist Walter" von Ariane Koch
Und dann ist Walter verschwunden. Raus aus seinem bisherigen Leben – mit 200...

Neu bei FBE: Autorin Esther Becker
Esther Beckers Stücke bestechen durch Klarheit, knappe, auf den Punkt...

Rückblick: UA "Superhero" am Hessischen Staatstheater Wiesbaden
Am 16. Oktober haben Paul Graham Brown, Anthony McCarten und das Junges...

"Tom Sawyer und Huckleberry Finn" in Göttingen und Basel
"Ein praller zweistündiger Theaterabend, der vom Publikum mit rauschendem...

Premiere und Rückblick: Mike Kennys Stücke am Moks Bremen und tjg Dresden
Am 22. November feiert Nachtgeknister am Jungen Theater Bremen Premiere. In...

Zum Wiederentdecken: "Orchesterprobe, Traviata, III. Akt" von Jean-François Sivadier
Orchesterprobe, Traviata, III. Akt ist ein urkomisches Schauspiel im...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Carlo GoldoniGoldoni, Carlo

Carlo Goldoni wurde am 25. Februar 1707 in Venedig als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte Philosophie und Jura an der Universität von Padua. Nach dem Tode seines Vaters ließ er sich 1731 als Advokat, Kanzleibeamter und Diplomat in seiner Heimatstadt Venedig nieder, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Seine Leidenschaft galt jedoch schon immer dem Theater und er begann, erste Bühnenstücke zu verfassen. Die folgenden Jahre waren von einem ständigen Hin und Her geprägt zwischen seiner Neigung zum Theater und der Notwendigkeit des Broterwerbs. Von 1745 bis 1748 arbeitete Goldoni in Pisa als Anwalt. Während dieser Zeit schrieb er seine erfolgreiche Komödie Der Diener zweier Herren (Il servitore di due patroni), die 1746 in Venedig uraufgeführt wurde.

Goldoni hatte seinen Stil gefunden - von den typischen Masken und den starre Typenvorgaben der Commedia dell'arte gelangweilt, inszenierte er Charakter- und Sittenlustspiele nach dem Vorbild des französischen Dramatikers Molière und passte sie der italienischen Lebensart an. Von 1748 bis 1753 war er Bühnenautor für das Teatro Sant'Angelo, anschließend bis 1756 für das Teatro San Luca in Venedig. 1762 verließ Goldoni trotz seines großen Erfolgs Venedig, um den Anfeindungen der an der traditionellen Stegreifkomödie festhaltenden Dramatiker zu entgehen und folgte einem Ruf an das italienische Theater in Paris. Als Theaterdirektor am französischen Hof verfasste er 1770 anlässlich der Heirat des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie Antoinette in französischer Sprache die Komödie "Der gutherzige Polterer" (Le bourru bienfaisant) und feierte damit seinen letzten großen Triumph.

Zu Beginn der Französischen Revolution wurden Goldoni die 1787 vom König zuerkannten Pensionszahlungen aufgrund der politischen Veränderungen gestrichen. So starb er am 6. Februar 1793 völlig verarmt in Paris.

Carlo Goldoni gilt als großer Erneuerer der italienischen Komödie; sein Gesamtwerk umfasst mehr als 150 Theaterstücke in Alltagssprache und venezianischer Mundart sowie eine vierbändige Autobiographie mit dem Titel "Geschichte meines Lebens" (Mémoires pour servir à l'histoire de sa vie et celle de son théâtre), die er 1787 in Versailles niedergeschrieben hat.

 

Das Kaffeehaus

Deutsch von Herbert Meier
3D, 9H, Statisterie

Ein junges Ehepaar: Der Mann ist liederlich und seine tugendhafte Frau leidet sehr darunter. Der Kaffeehausbesitzer, ein ehrlicher, dienstfertiger und wohlwollender Mann, zeigt viel Interesse für das unglückliche Paar. Es gelingt ihm, die Besserung des Ehemannes durchzusetzen und zum Glück und zur Zufriedenheit der jungen Frau beizutragen.

Da ist ein sehr origineller und komischer Schwätzer, der an übler Nachrede seine Freude hat. Er ist eine wahre Geißel der Menschheit, der die ganze Welt beunruhigt, der die Gäste des Kaffeehauses belästigt und nicht minder die beiden Freunde des Cafetiers. Der Boshafte wird bestraft; er verrät anscheinend zum Spaß die Kunstgriffe des betrügerischen Spielhausbesitzers. Der Mann wird festgenommen, aber die Nachbarn fallen über den Schwätzer her und jagen ihn fort.

Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

Das Kaffeehaus
Nach der Übersetzung von Lola Lorme