26.06.2016

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UA: "Stella" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund an der Neuköllner Oper
Sie hat es auch hier gegeben, die "Greifer" – Berliner Juden, die für die...

DSE: "Zu klein, um ein Planet zu sein" von Adam Barnard in Esslingen
Zu klein, um ein Planet zu sein des britischen Autors Adam Barnard wird am...

"Freund Till, genannt Eulenspiegel" von Katrin Lange bei den Schlossfestspielen in Heidelberg
In der Regie von Franziska-Theresa Schütz gelangt am 15. Juni Freund Till,...

"2. Else-Lasker-Schüler-Stückepreis" an Nina Ender
Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr Nina Ender neben Maria Milisavljevic...

Verleihung Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg an Evan Placey
Der Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an Evan Placey...

Neu bei FBE: "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher
Mikrobiologin Yamila Hanna Bach reist zu Forschungszwecken nach Sodiryia,...

Sommerpremieren Teil 1
Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm wieder einige Premieren unter freiem...

Neu bei DESCH: "Besser schlichten als richten" von Chloé Lambert
Anna und Pierre sind getrennt und müssen sich bei einer Familienmediation auf...

"Backbeat - Die Beatles in Hamburg" von Iain Softley und Stephen Jeffreys im Theater am Kurfürstendamm
Kaum neigt sich die Spielzeit dem Ende zu, sind in Berlin die Pilzköpfe los...

Neu bei FBE: "Wiegenlied für Baran" von Joël László
Sibylle, Pierre und Robert kennen sich seit Ewigkeiten. Als Studenten haben...

Neu bei FBE: Musikalische Kinderstücke von Thomas Sutter
Ab sofort haben wir zwei musikalische Kinderstücke des...

Neu bei FBE: "Nusret und die Kuh" von Anja Tuckermann
Für Anja Tuckermanns Kinderbuch Nusret und die Kuh stehen ab sofort die...

"Die Stühle" von Eugène Ionesco am Berliner Ensemble Berlin
Am 17.06.2016 wird das legendäre Stück Die Stühle des...

Sommertheaterpremieren Teil 2
Weiter geht’s mit der zweiten Runde der diesjährigen Sommerpremieren: Unter...

Zum Wiederentdecken: "Das Zebra" von Nicolas Nancey und Paul Armont
Im Schloss Vercotte lebt Monsieur Génicourt mit seiner Tochter Régine und...


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Bild von Carlo GoldoniGoldoni, Carlo

Carlo Goldoni wurde am 25. Februar 1707 in Venedig als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte Philosophie und Jura an der Universität von Padua. Nach dem Tode seines Vaters ließ er sich 1731 als Advokat, Kanzleibeamter und Diplomat in seiner Heimatstadt Venedig nieder, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Seine Leidenschaft galt jedoch schon immer dem Theater und er begann, erste Bühnenstücke zu verfassen. Die folgenden Jahre waren von einem ständigen Hin und Her geprägt zwischen seiner Neigung zum Theater und der Notwendigkeit des Broterwerbs. Von 1745 bis 1748 arbeitete Goldoni in Pisa als Anwalt. Während dieser Zeit schrieb er seine erfolgreiche Komödie Der Diener zweier Herren (Il servitore di due patroni), die 1746 in Venedig uraufgeführt wurde.

Goldoni hatte seinen Stil gefunden - von den typischen Masken und den starre Typenvorgaben der Commedia dell'arte gelangweilt, inszenierte er Charakter- und Sittenlustspiele nach dem Vorbild des französischen Dramatikers Molière und passte sie der italienischen Lebensart an. Von 1748 bis 1753 war er Bühnenautor für das Teatro Sant'Angelo, anschließend bis 1756 für das Teatro San Luca in Venedig. 1762 verließ Goldoni trotz seines großen Erfolgs Venedig, um den Anfeindungen der an der traditionellen Stegreifkomödie festhaltenden Dramatiker zu entgehen und folgte einem Ruf an das italienische Theater in Paris. Als Theaterdirektor am französischen Hof verfasste er 1770 anlässlich der Heirat des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie Antoinette in französischer Sprache die Komödie "Der gutherzige Polterer" (Le bourru bienfaisant) und feierte damit seinen letzten großen Triumph.

Zu Beginn der Französischen Revolution wurden Goldoni die 1787 vom König zuerkannten Pensionszahlungen aufgrund der politischen Veränderungen gestrichen. So starb er am 6. Februar 1793 völlig verarmt in Paris.

Carlo Goldoni gilt als großer Erneuerer der italienischen Komödie; sein Gesamtwerk umfasst mehr als 150 Theaterstücke in Alltagssprache und venezianischer Mundart sowie eine vierbändige Autobiographie mit dem Titel "Geschichte meines Lebens" (Mémoires pour servir à l'histoire de sa vie et celle de son théâtre), die er 1787 in Versailles niedergeschrieben hat.

 

Das Kaffeehaus

Deutsch von Herbert Meier
3D, 9H, Statisterie

Ein junges Ehepaar: Der Mann ist liederlich und seine tugendhafte Frau leidet sehr darunter. Der Kaffeehausbesitzer, ein ehrlicher, dienstfertiger und wohlwollender Mann, zeigt viel Interesse für das unglückliche Paar. Es gelingt ihm, die Besserung des Ehemannes durchzusetzen und zum Glück und zur Zufriedenheit der jungen Frau beizutragen.

Da ist ein sehr origineller und komischer Schwätzer, der an übler Nachrede seine Freude hat. Er ist eine wahre Geißel der Menschheit, der die ganze Welt beunruhigt, der die Gäste des Kaffeehauses belästigt und nicht minder die beiden Freunde des Cafetiers. Der Boshafte wird bestraft; er verrät anscheinend zum Spaß die Kunstgriffe des betrügerischen Spielhausbesitzers. Der Mann wird festgenommen, aber die Nachbarn fallen über den Schwätzer her und jagen ihn fort.

Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

Das Kaffeehaus
Nach der Übersetzung von Lola Lorme