29.03.2015

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DSE: "Vater" am St. Pauli Theater in Hamburg
Am 30.03.2015 findet im St. Pauli Theater in Hamburg die deutschsprachige...

Neu bei FBE: "Schwestern im Geiste" von Thomas Zaufke und Peter Lund
Emanzipation? Kein Thema mehr. Für die achtzehnjährige Milly jedenfalls...

"Wie werde ich reich und glücklich?" in Weimar
Am 20. März wird am Deutschen Nationaltheater Weimar verraten, wie man am...

20. März 2015: Welttag des Kinder- und Jugendtheaters
"Theater ist wichtig für jedes Kind von frühester Kindheit an. Durch die...

DE: "Grimm!" an der Neuköllner Oper Berlin
Am 19. März feiert die gewitzte Märchen-Neuinterpretation Grimm! von Thomas...

Neu bei FBE: "Welt der Taumler" von Fanny Sorgo
Fanny Sorgos neuer Text Welt der Taumler ist ein Konvolut von vielfältigsten...

Neu bei DESCH: "Zwei Männer ganz nackt" von Sébastien Thiéry
Alain Kramer ist erfolgreicher Anwalt, Vater von zwei erwachsenen Kindern und...

UA: "Pocahontas 2015 (Show Must Go On)" am Theater Baden-Baden
"Dann wollen wir doch sehen wie die wilde Naturschönheit den sexy Englishman...

UA: "Wake up and Dream – Ein Cole-Porter-Songbook" am Nationaltheater Mannheim
Wir freuen uns mit Wake up and Dream – Ein Cole-Porter-Songbook auf eine...

Neue Bücher für die Bühne / Leipziger Buchmesse
Vom 12. bis 15. März werden auf der Leipziger Buchmesse wieder zahlreiche...

Neu bei FBE: "Seite Eins" von Johannes Kram
Marco ist Journalist. Boulevardjournalist aus ganzer Überzeugung. Tratsch und...

Neu bei FBE : "Nichts ist schöner" von Anka Hirsch und Norbert Ebel
Warum sollte philosophieren eigentlich nur etwas für Philosophen sein?...

Neu bei DESCH: "Unter falschen Brüdern" von Peter Buchholz
Peter Buchholz' neues Stück Unter falschen Brüdern ist eine spannende und...

Nick Wood und Anja Tuckermann jetzt bei FBE
Nick Wood und Anja Tuckermann gehören zu den renommierten und wichtigen...


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Bild von Carlo GoldoniGoldoni, Carlo

Carlo Goldoni wurde am 25. Februar 1707 in Venedig als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte Philosophie und Jura an der Universität von Padua. Nach dem Tode seines Vaters ließ er sich 1731 als Advokat, Kanzleibeamter und Diplomat in seiner Heimatstadt Venedig nieder, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Seine Leidenschaft galt jedoch schon immer dem Theater und er begann, erste Bühnenstücke zu verfassen. Die folgenden Jahre waren von einem ständigen Hin und Her geprägt zwischen seiner Neigung zum Theater und der Notwendigkeit des Broterwerbs. Von 1745 bis 1748 arbeitete Goldoni in Pisa als Anwalt. Während dieser Zeit schrieb er seine erfolgreiche Komödie Der Diener zweier Herren (Il servitore di due patroni), die 1746 in Venedig uraufgeführt wurde.

Goldoni hatte seinen Stil gefunden - von den typischen Masken und den starre Typenvorgaben der Commedia dell'arte gelangweilt, inszenierte er Charakter- und Sittenlustspiele nach dem Vorbild des französischen Dramatikers Molière und passte sie der italienischen Lebensart an. Von 1748 bis 1753 war er Bühnenautor für das Teatro Sant'Angelo, anschließend bis 1756 für das Teatro San Luca in Venedig. 1762 verließ Goldoni trotz seines großen Erfolgs Venedig, um den Anfeindungen der an der traditionellen Stegreifkomödie festhaltenden Dramatiker zu entgehen und folgte einem Ruf an das italienische Theater in Paris. Als Theaterdirektor am französischen Hof verfasste er 1770 anlässlich der Heirat des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie Antoinette in französischer Sprache die Komödie "Der gutherzige Polterer" (Le bourru bienfaisant) und feierte damit seinen letzten großen Triumph.

Zu Beginn der Französischen Revolution wurden Goldoni die 1787 vom König zuerkannten Pensionszahlungen aufgrund der politischen Veränderungen gestrichen. So starb er am 6. Februar 1793 völlig verarmt in Paris.

Carlo Goldoni gilt als großer Erneuerer der italienischen Komödie; sein Gesamtwerk umfasst mehr als 150 Theaterstücke in Alltagssprache und venezianischer Mundart sowie eine vierbändige Autobiographie mit dem Titel "Geschichte meines Lebens" (Mémoires pour servir à l'histoire de sa vie et celle de son théâtre), die er 1787 in Versailles niedergeschrieben hat.

 

Das Kaffeehaus

Deutsch von Herbert Meier
3D, 9H, Statisterie

Ein junges Ehepaar: Der Mann ist liederlich und seine tugendhafte Frau leidet sehr darunter. Der Kaffeehausbesitzer, ein ehrlicher, dienstfertiger und wohlwollender Mann, zeigt viel Interesse für das unglückliche Paar. Es gelingt ihm, die Besserung des Ehemannes durchzusetzen und zum Glück und zur Zufriedenheit der jungen Frau beizutragen.

Da ist ein sehr origineller und komischer Schwätzer, der an übler Nachrede seine Freude hat. Er ist eine wahre Geißel der Menschheit, der die ganze Welt beunruhigt, der die Gäste des Kaffeehauses belästigt und nicht minder die beiden Freunde des Cafetiers. Der Boshafte wird bestraft; er verrät anscheinend zum Spaß die Kunstgriffe des betrügerischen Spielhausbesitzers. Der Mann wird festgenommen, aber die Nachbarn fallen über den Schwätzer her und jagen ihn fort.

Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

Das Kaffeehaus
Nach der Übersetzung von Lola Lorme