19.04.2015

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Vor 40 Jahren wurde das Grips Theater am Hansaplatz mit Ein Fest bei...

Neu bei FBE: "Das Evangelium nach Jimmy" von Didier van Cauwelaert
Das Evangelium nach Jimmy erzählt auf berührende Art und Weise, was es...

Neu bei DESCH: "Die Mutter" von Florian Zeller
Florian Zellers Stück Die Mutter ist die feinfühlige Momentaufnahme einer...

Neu bei FBE: "Wagners Ding mit dem Ring" von Thomas Zaufke und Ulrich Michael Heissig
Wenn Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" der harte Stoff ist, dann ist...

"Leben ohne Chris" am Landestheater Linz
Am 4. April feiert mit Leben ohne Chris das Musical über Leben und Tod von...

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Eine neue Schule, eine neue Klasse - es ist Zeit, sich den Mitschülern...

Neu bei FBE: "Der kleine Prinz" in einer Bearbeitung von Roberto Ciulli und Maria Neumann
Die märchenhafte Erzählung Der kleine Prinz des französischen Autors Antoine...

UA: "König der Kinder: Macius!" von Katrin Lange
Jüngst wurde Katrin Lange mit ihrem Stück Zaubermühle! für Mülheim nominiert....

"Der Vorname" am Theater an der Kö in Düsseldorf
Vom 29.04.-21.06.2015 zeigt das Theater an der Kö in Düsseldorf das...

"Toutou" am Theater am Dom in Köln
Vom 30.04.-12.07.2015 wird Toutou von Daniel Besse und Agnès Tutenuit in...

Zum Wiederentdecken:"Barnum" von Cy Coleman
Barnum – das legendäre, vielfach preisgekrönte Zirkusmusical von Cy Coleman -...


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Bild von John Millington SyngeSynge, John Millington

John Millington Synge wurde am 16. April 1871 in Rathfarnham in der Nähe von Dublin geboren. Er war das fünfte Kind einer reichen, protestantischen englisch-irischen Familie. Bereits in jungen Jahren lehnte er seine Familie und seine soziale Klasse ab. Er studierte von 1889 bis 1893 in Dublin am Trinity-College Sprachen, unter anderem auch Gälisch. Parallel dazu war er an der Royal Irish Academy of Music für Kontrapunkt und Harmonielehre eingeschrieben. Nach ausgedehnten Studienreisen durch Mitteleuropa, unter anderem auch nach Deutschland, vertiefte er 1895 seine Sprach- und Literaturstudien an der Pariser Sorbonne. Er interessierte sich vor allem für die literarischen Avantgardebewegungen (Maeterlink, Mallarmé), für das mittelalterliche Theater, für Molière sowie die Dramaturgen seiner Zeit insbesondere Ibsen. Noch in Paris machte er 1896 die Bekanntschaft mit dem irischen Schriftsteller William Butler Yeats.

Wegen seines außergewöhnlichen Sinns für Sprache und sein Talent, Realismus und Poesie miteinander zu verbinden, gilt John M. Synge zusammen mit Yeats, Lady Gregory, George Moore und Sean O'Casey als Mitbegründer des "Irish Literary Theatre", der Neubegründung des irischen Theaters zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert. 1900 kehrte Synge nach Irland zurück und ließ er sich für immer dort nieder. Im Jahre 1901 schrieb er sein erstes Theaterstück, welches jedoch vom "Irish Literary Theatre" ablehnt wurde. Im darauffolgenden Jahr entstanden zwei Tragödien: Reiter ans Meer (Riders to the Sea) und Die Nebelschlucht (The Shadow of the Glen). Im Jahre 1904 wurde Reiter ans Meer in Dublin und danach in London gespielt. Im selben Jahr beendet er Kesselflickers Hochzeit (The Tinker's Wedding); doch wegen seines kirchenfeindlichen Inhalts wurde dieses Stück in Irland erst 70 Jahre später gespielt. Ab 1905 leitete er zusammen mit Yeats und Lady Gregory das Abbey Theatre in Dublin. Die Premiere von Der Gaukler von Mayo (The Playboy of the World-Western) fand dort am 26. Januar 1907 statt und löste einen öffentlichen Skandal aus: das ungeschliffene Verhalten der Personen und der unverfälschte Umgang mit der Sprache schockierten die irische Elite. Spätere Aufführungen in London und Oxford hingegen wurden enthusiastisch gefeiert.

John Millington Synge starb am 24. März 1909 in Dublin an Krebs.

 

Kesselflickers Hochzeit

(The Tinker´s Wedding)
Stück in zwei Akten
Nachdichtung von Erich Fried
2D, 2H