31.05.2016

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Zum Wiederentdecken "Schlachthaus" von Kaite O'Reilly
Schlachthaus, das erste Stück der irisch-englischen Autorin Kaite O'Reilly,...

Sommerpremieren Teil 1
Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm wieder einige Premieren unter freiem...

DSE: "Zurück auf Anfang" am Wolfgang-Borchert-Theater
Am 26. Mai 2016 findet am Wolfgang Borchert Theater in Münster die...

UA: "Die lebenden Toten oder Monsters of Reality" bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Die Ruhrfestspiele Recklinghausen zeigen in diesem Jahr in Koproduktion mit...

"Alma und das Genie" in der Bar jeder Vernunft
Selbst für eine Jahrhundertmuse eine große Sache: Alma Mahler, alias Nini...

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Als Sophia noch Sophietta war, dünn wie ein Salatblatt und mit Zahnlücke,...

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"Erben bringt Scherben", diese Erfahrung machen die grundverschiedenen...

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Die Welt scheint stillzustehen in diesen Sekunden. Alle halten den Atem an:...

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Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks "Martin L." zum Luther-Jahr 2017
Titel, Thesen, Temperamente – 2017 ist Luther-Jahr! Am  31. Oktober 1517...

UA: "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften" von Irmgard Keun in Frankfurt
Am 8. Mai gelangt am Theaterhaus Frankfurt zum ersten Mal Irmgard Keuns...

Neu bei FBE: "Lenz Ewiger Durst" von Anja Hilling
Georg Büchners "Lenz" beschreibt eine Fluchtbewegung, und auf der Flucht hat...


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Bild von John Millington SyngeSynge, John Millington

John Millington Synge wurde am 16. April 1871 in Rathfarnham in der Nähe von Dublin geboren. Er war das fünfte Kind einer reichen, protestantischen englisch-irischen Familie. Bereits in jungen Jahren lehnte er seine Familie und seine soziale Klasse ab. Er studierte von 1889 bis 1893 in Dublin am Trinity-College Sprachen, unter anderem auch Gälisch. Parallel dazu war er an der Royal Irish Academy of Music für Kontrapunkt und Harmonielehre eingeschrieben. Nach ausgedehnten Studienreisen durch Mitteleuropa, unter anderem auch nach Deutschland, vertiefte er 1895 seine Sprach- und Literaturstudien an der Pariser Sorbonne. Er interessierte sich vor allem für die literarischen Avantgardebewegungen (Maeterlink, Mallarmé), für das mittelalterliche Theater, für Molière sowie die Dramaturgen seiner Zeit insbesondere Ibsen. Noch in Paris machte er 1896 die Bekanntschaft mit dem irischen Schriftsteller William Butler Yeats.

Wegen seines außergewöhnlichen Sinns für Sprache und sein Talent, Realismus und Poesie miteinander zu verbinden, gilt John M. Synge zusammen mit Yeats, Lady Gregory, George Moore und Sean O'Casey als Mitbegründer des "Irish Literary Theatre", der Neubegründung des irischen Theaters zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert. 1900 kehrte Synge nach Irland zurück und ließ er sich für immer dort nieder. Im Jahre 1901 schrieb er sein erstes Theaterstück, welches jedoch vom "Irish Literary Theatre" ablehnt wurde. Im darauffolgenden Jahr entstanden zwei Tragödien: Reiter ans Meer (Riders to the Sea) und Die Nebelschlucht (The Shadow of the Glen). Im Jahre 1904 wurde Reiter ans Meer in Dublin und danach in London gespielt. Im selben Jahr beendet er Kesselflickers Hochzeit (The Tinker's Wedding); doch wegen seines kirchenfeindlichen Inhalts wurde dieses Stück in Irland erst 70 Jahre später gespielt. Ab 1905 leitete er zusammen mit Yeats und Lady Gregory das Abbey Theatre in Dublin. Die Premiere von Der Gaukler von Mayo (The Playboy of the World-Western) fand dort am 26. Januar 1907 statt und löste einen öffentlichen Skandal aus: das ungeschliffene Verhalten der Personen und der unverfälschte Umgang mit der Sprache schockierten die irische Elite. Spätere Aufführungen in London und Oxford hingegen wurden enthusiastisch gefeiert.

John Millington Synge starb am 24. März 1909 in Dublin an Krebs.

 

Kesselflickers Hochzeit

(The Tinker´s Wedding)
Stück in zwei Akten
Nachdichtung von Erich Fried
2D, 2H