12.02.2016

Aktuelle Nachrichten

ÖE und mehr: "Die Lüge" am Theater Phönix in Linz, "Vater" am Theater in der Josefstadt und am Schauspielhaus Bochum
Im Februar freuen wir uns gleich über drei Premieren von Stücken des...

Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg an "Mädchen wie die" von Evan Placey
Wir freuen uns sehr, dass der Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg in diesem...

Neu bei FBE: "Bestimmt wird alles gut" von Kirsten Boie / Klett Kinderbuch
Im Klett Kinderbuch Verlag ist mit Bestimmt wird alles gut ein besonderes...

DE: "Zersplittert" von Alexandra Badea am Schauspiel Hannover
Am 07. Februar 2016 findet am Schauspiel Hannover die deutsche Erstaufführung...

Neu bei FBE: "Freiheit" von Volker Schmidt
Nana und Mark, seit einiger Zeit ein Paar, sind typische Vertreter jener...

Neu bei FBE: "Einstein – Das Musical" von Stephan Kanyar und Maren Scheel
Albert Einstein – eine Legende schon zu Lebzeiten. Er revolutionierte die...

Neu bei FBE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström
Ein dunkler Wald. Ein kleines Mädchen stapft einsam durch tiefen Schnee, es...

Neu bei DESCH: "Ein Freund von früher" von Peter Buchholz
Sarah und Marc haben ein stabiles Leben aufgebaut. Doch eines Tages sitzt in...

UA: "Wir sind die Neuen" von Ralf Westhoff am Theater Heidelberg
"By the way, wenn ihr damals ein bisschen flotter gewesen wärt, dann müssten...

"Der Kongress tanzt" an der Volksoper Wien
Die Volksoper tanzt! Am 20. Februar feiert die Volksoper, Wien Premiere von...

"Can-Can" in Baden bei Wien
"Ganz Paris träumt von der Liebe" – Can-Can, neben Kiss Me, Kate Cole Porters...

Zum Wiederentdecken: "Sugar Dollies" von Klaus Chatten
"This wildly satirical comedy bursts with ideas. Klaus Chatten´s mordant...


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Aktuelle Stücke
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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Ekat CordesCordes, Ekat
Foto: Laura Baak 

Ekat Cordes arbeitet als freier Regisseur und Autor. Er studierte Germanistik und Soziologie in Oldenburg, wo er zwischen 2002 und 2007 am Oldenburger Universitätstheater OUT u. a. seine Stücke "I love my Job", "i wanna be loved by you" und "blue moon" zur Uraufführung brachte. Von 2006 bis 2010 war er als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater tätig. Er arbeitete unter anderem mit Susanne Kennedy, Albrecht Hirche, Anna Bergmann und Marc Becker zusammen.

Cordes' Stück Ewig gärt wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen und in einer szenischen Lesung vorgestellt. Zusammen mit dem Autor Philipp Löhle und dem Comic-Zeichner Henrik Schart brachte Ekat Cordes als Regisseur im März 2011 am Maxim Gorki Theater Berlin beim Festival "Reality kills" den dramatischen Live-Comic "A Greekship" auf die Bühne. In der Spielzeit 20011/12 inszenierte er, ebenfalls am Maxim Gorki Theater, Jurj Sternburgs Werk "der penner ist jetzt schon wieder woanders", das beim Theatertreffen 2011 mit dem Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet wurde. Sein Stück Aproposkalypse wurde 2012 am Theater Osnabrück uraufgeführt. Im Frühjahr 2013 war seine Farce Gertrud goes Korea für den Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg und für die Autorentheatertage "Stück auf!" am Schauspiel Essen nominiert.

Darüber hinaus arbeitete Cordes u. a. am Theater Regensburg, an der Landesbühne Niedersachsen Nord, am Theater Pforzheim, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Oldenburgischen Staatstheater.

In der Spielzeit 2015/16 inszeniert er u. a. am Staatstheater Mainz und am Oldenburgischen Staatstheater. Für das Theater Erlangen entwickelt er derzeit gemeinsam mit dem Musikerduo Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß einen Liederabend. Unter dem Titel "Heimat Erlangen - ein intergalaktischer Liederabend" ersingen und erspielen sich Einheimische und Flüchtlinge das (neue) Stück Heimat.


Weitere Informationen zu Ekat Cordes

 

Katrin steigt auf und fliegt

4D, 3H
frei zur UA

Katrin kommt vom Land und will in der Stadt Karriere machen. Sie fängt ganz klein an. In den oberen Etagen sitzen Herr Hochmann, der Chef, und Meiniger, sein Assistent, und brüten etwas aus.
Katrin braucht ein wenig Zeit, um durchzublicken, wie der Hase läuft und wo er im Pfeffer begraben liegt. Auf ihrem unaufhaltsamen Weg nach oben begegnet sie anderen Frauen: In einem dunklen Kellerraum werkelt Renate, die für den Kaffee zuständig ist und die in der Männerwelt so wenig wie möglich stören will. Und Melanie, die Kollegin im Sekretariat, die ihre eigenen Karriereziele verfolgt. Und Schwester Inge, die vom Eiknall und dem Dotter allen Seins zu berichten weiß und sich am liebsten am Busen der Natur aufhält.
Während Katrin sich den Jargon der Geschäftswelt aneignet und zum karrierekompatiblen Wesen mutiert, bahnt sich in der Chefetage ein Pharmakrimi an. Hochmann brütet einen gefährlichen Virus aus und infiziert seine Umgebung, um einen Absatzmarkt für das flugs entwickelte Gegenmittel zu schaffen. Katrin hat sich inzwischen rote Schuhe gekauft, den Dorftrotteln zu Hause endgültig gezeigt, wo der Hammer hängt und ist bereit, die üblen Machenschaften im Hochhaus aufzuklären. Sie ist bereit für die Geschäftswelt, aber diese ist es nicht für Katrin. Und so fliegt Katrin.

Ekat Cordes greift in Katrin steigt auf und fliegt das klassische Thema der weiblichen Glückssuche in der Großstadt auf und lässt dabei, mit einer diebischen Lust am Sprachspiel, die Sprache selbst zu Wort kommen.
Die zeitgenössische Entwicklungsstory über die Unschuld vom Lande mündet in einer düsteren Farce. Die dunklen Seiten der Macht werden am Ende in all ihrer Hässlichkeit ans Licht gezerrt. Der junge Autor zeichnet mit Intelligenz und Witz das Bild einer zerrissenen Frau, die sich mit eisernem Willen eine fremde Welt erschließt und dabei unweigerlich ein Stück von sich verliert.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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