04.09.2015

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Neu bei DESCH: "Weihnachten auf dem Balkon" von Gilles Dyrek
Endlich Weihnachten - das Fest der Liebe, der Verheißungen und...

Neu bei FBE: "Intrigration - Sie sind unter uns" von Ekat Cordes
Der Brand des Asylantenheimes am Ende der Straße ist gelöscht, da wird erneut...

Zum Wiederentdecken: "Mylady" von Éric-Emmanuel Schmitt
"Wenn 'Die drei Musketiere' die Geschichte von Jungs ist und den Jungs...

Neu bei FBE: "Ein neuer Sommer" von William Boyd
Als Kolja von seinen alten Freunden Tanja und Sergej auf deren Landsitz...

Sommertheaterpremieren Teil 2
Für Verzauberung und Verzückung sorgen die Frankenfestspiele Röttingen mit...

DSE: "Die Studentin und Monsieur Henri" am Winterhuder Fährhaus
Am 24. Juli findet an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg die...

"Roadmovie": Hörspiel von Esther Becker im Berliner Autokino
Eine verlassene Tankstelle – irgendwo im Nirgendwo. Zwei verlassene Frauen –...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Die Natur ist grün, der Wind mild und es wird wärmer - all das verrät uns,...


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Bild von Ekat CordesCordes, Ekat
Foto: Laura Baak 

Ekat Cordes, 1982 in Aurich geboren, arbeitet als freier Regisseur und Autor. Er studierte Germanistik und Soziologie in Oldenburg, wo er zwischen 2002 und 2007 am Oldenburger Universitätstheater OUT u. a. seine Stücke "I love my Job", "i wanna be loved by you" und "blue moon" zur Uraufführung brachte.

Von 2006 bis 2010 war er als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater tätig. Er arbeitete unter anderem mit Albrecht Hirche, Marlon Metzen, Anna Bergmann, Marc Becker, Sascha Bunge und Susanne Kennedy zusammen. Außerdem entwickelte und inszenierte er freie Projekte wie "Struwwelpeter: We don't need no education", "Sex Cells" und "You MAST love me".
Cordes Stück Ewig gärt wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen und in einer szenischen Lesung vorgestellt.

Zusammen mit dem Autor Philipp Löhle und dem Comic-Zeichner Henrik Schart brachte Ekat Cordes als Regisseur im März 2011 am Maxim Gorki Theater Berlin beim Festival "Reality kills" den dramatischen Live-Comic "A Greekship" auf die Bühne. In der Spielzeit 20011/12 inszenierte er, ebenfalls am MGT, Jurj Sternburgs "der penner ist jetzt schon wieder woanders", das Werk, das beim Theatertreffen 2011 mit dem Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet wurde.
Im Frühjahr 2013 war seine Farce Gertrud goes Korea für den Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg und für die Autorentheatertage "Stück auf!" am Schauspiel Essen nominiert.

In der Spielzeit 2015/16 wird er u. a. am Staatstheater Mainz und am Oldenburgischen Staatstheater inszenieren. Für das Theater Erlangen entwickelt er derzeit gemeinsam mit dem Musikerduo Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß einen Liederabend. Unter dem Titel "heimat erlangen" ersingen und erspielen sich Einheimische und Flüchtlinge das (neue) Stück Heimat.


Weitere Informationen zu Ekat Cordes

 

Katrin steigt auf und fliegt

4D, 3H
frei zur UA

Katrin kommt vom Land und will in der Stadt Karriere machen. Sie fängt ganz klein an. In den oberen Etagen sitzen Herr Hochmann, der Chef, und Meiniger, sein Assistent, und brüten etwas aus.
Katrin braucht ein wenig Zeit, um durchzublicken, wie der Hase läuft und wo er im Pfeffer begraben liegt. Auf ihrem unaufhaltsamen Weg nach oben begegnet sie anderen Frauen: In einem dunklen Kellerraum werkelt Renate, die für den Kaffee zuständig ist und die in der Männerwelt so wenig wie möglich stören will. Und Melanie, die Kollegin im Sekretariat, die ihre eigenen Karriereziele verfolgt. Und Schwester Inge, die vom Eiknall und dem Dotter allen Seins zu berichten weiß und sich am liebsten am Busen der Natur aufhält.
Während Katrin sich den Jargon der Geschäftswelt aneignet und zum karrierekompatiblen Wesen mutiert, bahnt sich in der Chefetage ein Pharmakrimi an. Hochmann brütet einen gefährlichen Virus aus und infiziert seine Umgebung, um einen Absatzmarkt für das flugs entwickelte Gegenmittel zu schaffen. Katrin hat sich inzwischen rote Schuhe gekauft, den Dorftrotteln zu Hause endgültig gezeigt, wo der Hammer hängt und ist bereit, die üblen Machenschaften im Hochhaus aufzuklären. Sie ist bereit für die Geschäftswelt, aber diese ist es nicht für Katrin. Und so fliegt Katrin.

Ekat Cordes greift in Katrin steigt auf und fliegt das klassische Thema der weiblichen Glückssuche in der Großstadt auf und lässt dabei, mit einer diebischen Lust am Sprachspiel, die Sprache selbst zu Wort kommen.
Die zeitgenössische Entwicklungsstory über die Unschuld vom Lande mündet in einer düsteren Farce. Die dunklen Seiten der Macht werden am Ende in all ihrer Hässlichkeit ans Licht gezerrt. Der junge Autor zeichnet mit Intelligenz und Witz das Bild einer zerrissenen Frau, die sich mit eisernem Willen eine fremde Welt erschließt und dabei unweigerlich ein Stück von sich verliert.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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