17.01.2017

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "American Hotel" von Sara Stridsberg
Nichts zeugt mehr vom Aufstieg der Stadt, vom lebendigen Treiben und...

Aktuell: "Premierenfeier" von Klaus Chatten
"Zuerst kommt die Politik. Dann kommt die Geschichte. Dann kommt der Erfolg...

UA: "Auerhaus" am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 7. Januar wird Auerhaus durch Robert Gerloff am Düsseldorfer...

Neu bei FBE: "Stella" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
Greifer: Juden, die für die Gestapo auf Judenjagd gingen, bzw. gehen mussten....

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky an der Semperoper Dresden
Blonde Dame sucht vermögenden Gentleman für gemeinsame Abenteuer – Schwindel!...

"Wie werde ich reich und glücklich" von Mischa Spoliansky am Nationaltheater Mannheim
Am 21. Januar wird am Nationaltheater Mannheim verraten, wie man gleichzeitig...

Premiere: "Harold und Maude" am Theater in der Josefstadt
Am 26. Januar 2017 feiert Harold und Maude am Wiener Theater in der...

Neu bei DESCH: "Vor dem Entschwinden" von Florian Zeller
"Mitten im stärksten Sturm gibt es stets einen Vogel, der uns Zuversicht...

Zum Wiederentdecken: "Robinson soll nicht sterben" von Friedrich Forster
Daniel Defoe, der berühmte Autor des "Robinson Crusoe", fristet arm und...


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Bild von Ekat CordesCordes, Ekat
Foto: Laura Baak 

Ekat Cordes arbeitet als freier Regisseur und Autor. Er studierte Germanistik und Soziologie in Oldenburg, wo er zwischen 2002 und 2007 am Oldenburger Universitätstheater OUT u. a. seine Stücke "I love my Job", "i wanna be loved by you" und "blue moon" zur Uraufführung brachte. Von 2006 bis 2010 war er als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater tätig. Er arbeitete unter anderem mit Susanne Kennedy, Albrecht Hirche, Anna Bergmann und Marc Becker zusammen.

Cordes' Stück Ewig gärt wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen und in einer szenischen Lesung vorgestellt. Zusammen mit dem Autor Philipp Löhle und dem Comic-Zeichner Henrik Schart brachte Ekat Cordes als Regisseur im März 2011 am Maxim Gorki Theater Berlin beim Festival "Reality kills" den dramatischen Live-Comic "A Greekship" auf die Bühne. In der Spielzeit 20011/12 inszenierte er, ebenfalls am Maxim Gorki Theater, Jurj Sternburgs Werk "der penner ist jetzt schon wieder woanders", das beim Theatertreffen 2011 mit dem Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet wurde. Sein Stück Aproposkalypse wurde 2012 am Theater Osnabrück uraufgeführt. Im Frühjahr 2013 war seine Farce Gertrud goes Korea für den Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg und für die Autorentheatertage "Stück auf!" am Schauspiel Essen nominiert.

Darüber hinaus arbeitete Cordes u. a. am Theater Regensburg, an der Landesbühne Niedersachsen Nord, am Theater Pforzheim, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Oldenburgischen Staatstheater.

In der Spielzeit 2015/16 inszeniert er u. a. am Staatstheater Mainz und am Oldenburgischen Staatstheater. Für das Theater Erlangen entwickelt er gemeinsam mit dem Musikerduo Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß einen Liederabend. Unter dem Titel "Heimat Erlangen - ein intergalaktischer Liederabend".


Weitere Informationen zu Ekat Cordes

 

Katrin steigt auf und fliegt

4D, 3H
frei zur UA

Katrin kommt vom Land und will in der Stadt Karriere machen. Sie fängt ganz klein an. In den oberen Etagen sitzen Herr Hochmann, der Chef, und Meiniger, sein Assistent, und brüten etwas aus.
Katrin braucht ein wenig Zeit, um durchzublicken, wie der Hase läuft und wo er im Pfeffer begraben liegt. Auf ihrem unaufhaltsamen Weg nach oben begegnet sie anderen Frauen: In einem dunklen Kellerraum werkelt Renate, die für den Kaffee zuständig ist und die in der Männerwelt so wenig wie möglich stören will. Und Melanie, die Kollegin im Sekretariat, die ihre eigenen Karriereziele verfolgt. Und Schwester Inge, die vom Eiknall und dem Dotter allen Seins zu berichten weiß und sich am liebsten am Busen der Natur aufhält.
Während Katrin sich den Jargon der Geschäftswelt aneignet und zum karrierekompatiblen Wesen mutiert, bahnt sich in der Chefetage ein Pharmakrimi an. Hochmann brütet einen gefährlichen Virus aus und infiziert seine Umgebung, um einen Absatzmarkt für das flugs entwickelte Gegenmittel zu schaffen. Katrin hat sich inzwischen rote Schuhe gekauft, den Dorftrotteln zu Hause endgültig gezeigt, wo der Hammer hängt und ist bereit, die üblen Machenschaften im Hochhaus aufzuklären. Sie ist bereit für die Geschäftswelt, aber diese ist es nicht für Katrin. Und so fliegt Katrin.

Ekat Cordes greift in Katrin steigt auf und fliegt das klassische Thema der weiblichen Glückssuche in der Großstadt auf und lässt dabei, mit einer diebischen Lust am Sprachspiel, die Sprache selbst zu Wort kommen.
Die zeitgenössische Entwicklungsstory über die Unschuld vom Lande mündet in einer düsteren Farce. Die dunklen Seiten der Macht werden am Ende in all ihrer Hässlichkeit ans Licht gezerrt. Der junge Autor zeichnet mit Intelligenz und Witz das Bild einer zerrissenen Frau, die sich mit eisernem Willen eine fremde Welt erschließt und dabei unweigerlich ein Stück von sich verliert.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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