Aktuelle Nachrichten

DSE: "Der Sohn" am St. Pauli Theater, Hamburg
Am 21. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Florian Zellers...

UA: "Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo in Aalen
Am 19. Oktober ist die Uraufführung von Olivier Garofalos Stück Warte nicht...

SE: "Alles Liebe, Linda" am Theater Rigiblick, Zürich
Am 22.10. ist die Schweizer Erstaufführung von Alles Liebe, Linda am Theater...

Nominiert für den Deutschen Hörspielpreis: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Ruth Johanna Benraths Hörspiel GEH DICHT DICHTIG! ist für den Deutschen...

Ausgezeichnet! Deutscher Musical Theater Preis 2019
Wir freuen uns, dass unsere Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason und Peter Lund...

Hörspiel des Monats: "Baader Panik" von Oliver Kluck
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Baader Panik von...

Rückblick: "Frau Ada denkt Unerhörtes" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Leipzig
Am 27. September war die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir freuen uns, dass die Stücke unserer Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason,...

UA: "Die Bremer Stadtmusikanten" von Philipp Löhle am Theater Paderborn
Am 30. Oktober ist die Uraufführung von Philipp Löhles Die Bremer...

Neu: "müde wilde welt" von Johannes Hoffmann
In müde wilde welt zieht die heutige Leistungsgesellschaft ins Kinderzimmer...

Neu: "Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B." von Roman Sikora
Als Herr B. noch lebte, war er auch schon keine große Nummer. Als...

Neu: "un.orte" von Johanna Kaptein
Einer, dem alles zu viel geworden ist. So viel, dass am Ende gar nichts mehr...

DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Am 21. September war die deutschsprachige Erstaufführung von Sally Potters...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Katrin LangeLange, Katrin

Katrin Lange, gebürtige Berlinerin, studierte Theaterwissenschaft und promovierte an der Humboldt-Universität Berlin zum Dr. phil. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regieassistentin in Chemnitz, Dresden und Berlin. Seit 1982 ist sie freischaffende Autorin. Ihre Stücke und Hörspiele für Kinder und Erwachsene wurden vielfach ausgezeichnet. Katrin Lange erhielt u. a. mehrere DDR-Kinderhörspielpreise, den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 1992 sowie den Deutschen Kindertheaterpreis 2008.

Ursendungen ihrer Hörspiele wurden u. a. bei MDR, Deutsche Welle, DeutschlandRadio und dem Hessischen Rundfunk ausgestrahlt, ihre Bühnenstücke u. a. in Rostock, Weimar, Berlin, Leipzig, Düsseldorf, Freiberg, Dresden und Altenburg uraufgeführt. Große Erfolge feierte sie mit Unterm hohen Himmel: Parzival (Uraufführung 2007 am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf), "Ich, Grete Beier, Mörderin" (Uraufführung 2008, Mittelsächsisches Theater Freiberg) und "Warn zwei Brüder einst in Sachsen ..." bei den Altenburger Prinzenraubfestspielen 2009-2011.

Für das Kindertheater entstand 2010 u. a. Schneewittchen lebt! als Auftragswerk für das Theater der Jungen Welt, Leipzig. Im Rahmen von "Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater" schrieb Katrin Lange für das Staatstheater Braunschweig Freund Till, genannt Eulenspiegel. Das Stück gelangte im Februar 2012 zur Uraufführung und wurde für den Mülheimer KinderStückePreis 2012 nominiert - wie bereits 2010 Alice: Im Wunderland!.
Es folgte mit Lohengrin: Unterwegs mit Schwan! im Februar 2013 ein Auftragswerk für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf.
Zusammen mit Thomas Zaufke und Edith Jeske schrieb Katrin Lange eine Musical-Version des Märchenfilms Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, die im Juni 2013 mit großem Erfolg auf der Felsenbühne Rathen uraufgeführt wurde.

Ihr Auftragswerk Zaubermühle! für das Schnawwl in Mannheim feierte im Februar 2015 erfolgreiche Uraufführung und war für den Mülheimer KinderStückePreis 2015 nominiert. Im April 2015 gelangte ihr Stück für das Leipziger Theater der Jungen Welt König der Kinder: Macius! zur Uraufführung, 2018 folgte das Auftragswerk Nicobobinus nach dem gleichnamigen Roman von Terry Jones.

 

König der Kinder: Macius!

nach Motiven des Romans "König Macius I." von Janusz Korczak
6 Darsteller
UA: 30.04.2015, Theater der Jungen Welt Leipzig

Macius ist zehn, er hat keine Geschwister, keine Freunde. Seine Mutter ist schon lange tot, sein Vater ist sehr krank. Dafür ist er Königssohn und lebt in einem großen Schloss. Als auch sein Vater stirbt, ist er plötzlich ziemlich allein. Allein mit sich und einer neuen großen Verantwortung: Der König ist tot! Es lebe der König! Und eh sich der kleine Macius versieht, hat er die Krone auf dem Kopf, den Königsmantel um die Schultern und auf den Schultern die ganze Last seines Königreiches zu tragen. Zeit zum Trauern bleibt nicht. Die Staatsgeschäfte müssen erledigt werden. Aber wie? Und ein Krieg gegen die Nachbarkönige steht bevor. Aber warum?

Egal. Großer König wird nur der, der aus dem Krieg als Held zurückkehrt, hört er. Und so macht er sich auf den Weg und eine lange Reise. Er trifft auf Feinde, er findet Freunde und verliert sie wieder, wird verfolgt, bedroht und landet im Kerker. Er lernt das Leben außerhalb der Schlossmauern kennen, verschiedene Wahrheiten, aber auch Güte, und er begreift, dass die großen Entscheidungen der großen Leute in Krieg, Leid und Chaos endeten. Nun ist seine Zeit gekommen. Macius will selbst entscheiden und, noch viel wichtiger, er will handeln, die Dinge in Ordnung bringen. Im Sinne der Kinder, denn was für sie gut ist, kann den Großen nicht schaden. So ziehen die kleinen Feleks, Irenkas, Halkas und Janeks ein in die Vollversammlung der Kinder – was alle angeht, sollen alle entscheiden!

Katrin Lange erzählt mit einem wunderbaren Gespür für ihre Figuren, für spielerisch leichte Erzählkunst und lakonische Einwürfe, die die großen, schweren Fragen behandeln, von dem Recht der Kinder Mensch zu sein, mit allem, was dazu gehört. Seit Jahren hat sie Janusz Korczaks kleiner König beschäftigt. Macius hört die Bedürfnisse der Kinder und nimmt sie wichtig, weil er danach fragt – wie Korzak selbst, dem Vater der Kinderrechte: "Kinder werden nicht erst Menschen, sie sind es bereits."

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen