21.09.7048

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Die Kontroverse von Valladolid

Deutsch von Annette und Paul Bäcker
1D, 6H

Das Stück spielt im April des Jahres 1550 im Kloster von Valladolid. Auf Befehl König Karls V. und des Papstes Julius III. hat sich hier eine geschlossenen Gesellschaft eingefunden, um zwei Tage lang über eine in der damaligen Epoche entscheidende Frage zu diskutieren: Sind die Eingeborenen der Neuen Welt als Menschen anzusehen, besitzen sie eine Seele? Diese Frage ist existentiell und sie muß ein für alle Mal beantwortet und entschieden werden, denn die Greuelberichte über die "conquistadores" erschüttern nicht nur die Reputation Spaniens und deren Krone, sondern auch die Kirche in Rom. Am Schluß dieser zwei Tage wird zwar den Indios der Status "Mensch" zugebilligt, aber da diese Entscheidung nicht nur der spanischen Krone, sondern auch der Kirche in Rom große finanzielle Verluste bringen wird, findet man natürlich eine andere Lösung, um diese materiellen Verluste auszugleichen. Ein Unrecht wird ersetzt durch ein neues.
Ein engagiertes, leidenschaftliches und unter die Haut gehendes Plädoyer für die Menschenrechte, das auch heute noch Gültigkeit besitzt. Viele Argumente, die 1550 in diesem Kloster ausgetauscht werden, man hört sie auch heute noch. Sehr viel hat sich also seit dieser Zeit nicht geändert.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch