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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Die Kontroverse von Valladolid

Deutsch von Annette und Paul Bäcker
1D, 6H

Das Stück spielt im April des Jahres 1550 im Kloster von Valladolid. Auf Befehl König Karls V. und des Papstes Julius III. hat sich hier eine geschlossenen Gesellschaft eingefunden, um zwei Tage lang über eine in der damaligen Epoche entscheidende Frage zu diskutieren: Sind die Eingeborenen der Neuen Welt als Menschen anzusehen, besitzen sie eine Seele? Diese Frage ist existentiell und sie muß ein für alle Mal beantwortet und entschieden werden, denn die Greuelberichte über die "conquistadores" erschüttern nicht nur die Reputation Spaniens und deren Krone, sondern auch die Kirche in Rom. Am Schluß dieser zwei Tage wird zwar den Indios der Status "Mensch" zugebilligt, aber da diese Entscheidung nicht nur der spanischen Krone, sondern auch der Kirche in Rom große finanzielle Verluste bringen wird, findet man natürlich eine andere Lösung, um diese materiellen Verluste auszugleichen. Ein Unrecht wird ersetzt durch ein neues.
Ein engagiertes, leidenschaftliches und unter die Haut gehendes Plädoyer für die Menschenrechte, das auch heute noch Gültigkeit besitzt. Viele Argumente, die 1550 in diesem Kloster ausgetauscht werden, man hört sie auch heute noch. Sehr viel hat sich also seit dieser Zeit nicht geändert.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch