22.12.2014

Aktuelle Nachrichten

Fröhliche Weihnachten / Merry Christmas / Joyeuses Fêtes
Wir wünschen Ihnen und Euch ein frohes Weihnachtsfest, einen geruhsamen...

Rückblick: UA "Superhero" am Hessischen Staatstheater Wiesbaden
Am 16. Oktober haben Paul Graham Brown, Anthony McCarten und das Junges...

Zum Wiederentdecken: "Die Nervensäge" von Francis Veber
Der 1970 von Francis Veber geschriebene Komödienklassiker Die Nervensäge...

Neu bei FBE: "Acts of Goodness" von Mattias Andersson
Schweden: Ein junger Mann liegt zusammengeschlagen an einer Bushaltestelle,...

"Moulin Rouge Story" am Theater Koblenz
Wer eine geheimnisvolle "Belle du Moulin Rouge" kennenlernen möchte, der muss...

Neu bei FBE: "Auf eigene Faust" von Jan Guillou in einer Bearbeitung von Benny Haag
Wenn Mutter in die Küche geht und Kaffee aufsetzt, dann ist es wieder so...

UA: "Das kunstseidene Mädchen" am Renaissance Theater Berlin
Am 9. Dezember feiert die musikalische Fassung von Irmgard Keuns Klassiker...

"Der Kuss der Spinnenfrau" am Stadttheater Gießen
Nichts für Arachnophobiker: Am 7. Dezember feiert am Stadttheater Gießen John...

Neu bei FBE: "Füße im Himmel" von Michael Alexander Müller
Am 6. Dezember stellt Michael Alexander Müller sein neues Stück Füße im...

"Der Zauberer von Oss" an der Volksoper Wien
Inszeniert von Henry Mason bringt die Volksoper Wien am 6. Dezember Harold...

Verleihung des Deutschen Jugendtheaterpreises
Am 4. Dezember findet im Rahmen des Frankfurter Autorenforums für Kinder- und...


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Bild von Georg KaiserKaiser, Georg

Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.

Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.

1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).

 

Die Koralle

Schauspiel in fünf Akten
5D, 18H, Nebendarsteller

Der Milliardär ist trotz eines sehr menschlichen Zuges ein hartherziger Industriekapitän, und die Erkenntnis des Leides und der Entbehrungen seiner Arbeiter bewegen seinen Sohn und seine Tochter dazu, sich von ihm loszusagen. Der Milliardär hat als Kind die äußerste Not kennengelernt.

Im Gegensatz dazu hat sein Sekretär, der ihm aufs Haar gleicht und der sogar von den eigenen Kindern mit ihm verwechselt wird, eine sehr glückliche Kindheit gehabt; diese Tatsache bringt den Milliardär auf die Idee, den Sekretär zu töten, um physisch und geistig in seine Rolle zu schlüpfen. Tatsächlich wird er als vermeintlicher Sekretär verhaftet und als Mörder des Milliardärs verurteilt.

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Dieses Stück ist Teil der "Sozialen Trilogie" von Georg Kaiser. Weitere Teile:

Gas I

Gas II