20.01.7156

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Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

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von Sara Stridsberg

Lass dich sein
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von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
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Rasputin
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Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
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Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
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Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Arna AleyAley, Arna
Foto: Vincent Stefan 

Arna Aley studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin und Violoncello an der Akademie für Musik und Theater in Vilnius/Litauen. Sie arbeitete als Regieassistentin am Berliner Ensemble, u. a. bei George Tabori und Claus Peymann. 2009 wechselte sie zum Film und leitete u.a. die Regieabteilung bei dem internationalen Filmprojekt "DAU" (Deutschland/Frankreich/Schweden/Russland; Regie: Ilya Khrzhanovsky; Kamera: Jürgen Jürges). Seit 2012 arbeitet sie u. a. als freischaffende Kuratorin beim Stone Nest Project (Centre of Contemporary Arts) in London. Arna Aley lebt und schreibt in Berlin.

Auszeichnungen

2007: Gewinnerin der St. Galler Autorentage (Jurypreis)
2007: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens
2005: Jurypreis des Wettbewerbs DRAMA KÖLN
2005: 1. Preis des Wettbewerbs Stückwerk II, Leipzig
2002: Einladung zur Göttinger Dramatikerwerkstatt
2001: Alfred-Toepfer-Stipendium für das Abschlussstück an der Universität der Künste
2000: Einladung zur Autorenwerkstatt der Bonner Biennale


Stücke / Uraufführungen

4 1/2, UA: 15.12.2007, Berliner Ensemble; (eingeladen zum Stückemarkt beim Theatertreffen 2007; Jurypreis St. Galler Autorentage; 1. Preis Stückwerk II, Leipzig)

"Monsieur Arrières Makro Scrabble" (Musik: Rochus Aust), gefördert durch "Fonds Experimentelles Musiktheater"; UA: 28.04.2006, Theater Hagen

"Toteau und der Autodieb" (Minidrama), Jurypreis DRAMA KÖLN 2005

"Euphorie", UA: 28.10.2004, Neuköllner Oper Berlin; ein Auftragsstück der Neuköllner Oper Berlin

Im siebten Himmel ist Ruh, UA: 10.03.2004, Theater KOSMOS Bregenz; DE: 03.12.2004, Landestheater Coburg

"Himmelsleiter", UA: 2002, Deutsches Theater Göttingen; ausgezeichnet mit dem Jahresstipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung; eingeladen zur Dramatikerwerkstatt Göttingen

 

Die letzte Soirée

7D, 13H, (Mehrfachbesetzungen möglich)
UA: 06.09.2014, Wolfgang Borchert Theater Münster

Mir ist die Kunst alles, ich bin der Kunst nichts.

"An Alfred Flechtheim schieden sich die Geister. Die einen hielten ihn für überheblich und aufbrausend, die anderen für einen humorvollen, quirligen Kopf. Manche zerrissen sich die Mäuler über seine Extravaganz, seine Homosexualität und den Hang zur großspurigen Geste, andere wiederum rissen sich darum, zu seinen Vernissagen eingeladen zu werden." (Die Welt)

Der Galerist Alfred Flechtheim gehört zweifellos zu den schillerndsten Figuren im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts. Fred, wie er genannt wurde, entstammt einer jüdischen Münsteraner Kaufmannsfamilie. Doch mit Getreidehandel hat der junge Mann nichts am Hut – auf dem Schweizer Internat, auf das ihn der Vater schickt, lernt er lieber Französisch, das Kaufmännische interessiert ihn nicht. Statt im Getreidekontor verbringt er seine Zeit lieber in Berliner, Pariser und Londoner Künstlerkreisen. Der Kunstliebhaber heiratet die vermögende Betti Goldschmidt, gründet 1913 in Düsseldorf seine erste Galerie und beginnt, alle Größen der Moderne zu sammeln – was er entdeckt, wird später Kunstgeschichte schreiben. Im Berlin und Paris der 1920er-Jahre umgibt sich Fred mit der aufstrebenden Avantgarde und einem Bekanntenkreis von Matisse über Picasso bis zu George Grosz. Seine Soiréen, Ausstellungseröffnungen und Bälle waren legendär und galten als gesellschaftliche Ereignisse.

Der Erste Weltkrieg und die Machtergreifung der Nazis zerstören dem Förderer, Verleger und Sammler die wirtschaftliche und persönliche Existenz. 1937 stirbt Flechtheim verarmt im Londoner Exil. 1941, am Vorabend der drohenden Deportation seiner inzwischen geschiedenen Frau Betti, kehrt Fred aus dem Totenreich zu ihr zurück, um noch einmal zurückzublicken und so etwas wie eine Idee vom Menschen Alfred Flechtheim zu hinterlassen. Wie sieht ihn die Welt am Ende – als kalkulierenden Kunstspekulanten, dekandenten Kunstliebhaber, spendierfreudigen Kunstsammler oder durchgeknallten Kunstvisionär?

Arna Aley hat sich des Stoffes im Auftrag des Wolfgang Borchert Theaters angenommen und ein dokumentarisch-fiktionales Bild des großen Kunstmäzens geschrieben.

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