17.07.2018

Aktuelle Nachrichten

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Der Lügner und die Nonne

Ein Theaterstück in drei Akten und einem Vorspiel
5D, 11H, Statisterie (Mehrfachbesetzungen möglich)
UA: 07.12.1928, Thalia Theater Hamburg

Charly ist ein charmanter Lügner. Er ist ein reicher junger Mann, der seine Erzeuger nicht kennt, und von seiner "Tante" Frau von Schicketanz, Schwester des Kardinals, und Diener Petrops aufgezogen wurde. Mit seinen beiden Freunden befindet er sich augenblicklich, Ergebnis einer Wette, im Trainingslager – und 4 Monate in freiwilligem Zölibat. Keine Frau darf die Klausur der Herren stören. Da treibt ihm im Fluss die schöne Nonne Angela in die Arme, die sich just aus dem Fenster ihrer Zelle in die Fluten warf. Natürlich verliebt sich der Lügner sogleich in die Novizin, die ihn zu kennen scheint, obwohl sie ihn noch nie gesehen hat. Und nach allerhand Beinahe-Anzüglichkeiten, Verwicklungen und Verirrungen der Herzen stellt sich nicht nur heraus, dass Charly Vater eines unehelichen Kindes, Angela dessen Ziehmutter ist, sondern auch noch, dass der Kardinal höchst selbst für Charlys Erzeugung verantwortlich zeichnet.

Dem Stück vorangeschickt ist ein Vorspiel, in dem ein Dichter auf Inspirationssuche sich die Geschichte der Nonne und des Lügners auf einer Terrasse von der Bedienung erzählen lässt. Mit diesem Kniff rückt der Dramatiker das Geschehen in eine romantische Ferne. Und tatsächlich haben wir das Gefühl, einer viktorianischen Komödie mit Wilde'schem Scharfsinn und bissigem Sprachwitz beizuwohnen, die vor beinahe keinem moralischen Tabubruch Halt macht, diese jedoch in charmante Ironie und Lebensweisheit verpackt.