19.04.2018

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Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
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UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
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DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...


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Feydeau, Georges

Georges Feydeau (1862-1921) gilt nach Molière als einer der erfolgreichsten französischen Komödiendichter. Er wurde in Paris als Sohn des Romanschriftstellers Ernest Aimé Feydeau geboren. Schon früh zeigte sich sein ausgeprägtes Interesse sowohl an der Schauspielkunst als auch am Verfassen von Bühnenstücken. Während seiner Studienzeit schrieb er kurze Schauspiele und Monologe. Sein Lustspiel "Le tailleur pour dames" (1886) wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen. Sein Durchbruch als Bühnenautor kam allerdings erst 1892 mit der Inszenierung seines Vaudeville-Stückes Monsieur Chasse oder Wie man Hasen jagt. Die komische Wirkung seiner Stücke beruht auf einer turbulenten und äußerst wirkungsvoll inszenierten Abfolge überraschender Handlungssequenzen, in denen es um Themen wie Verwechslungen, Eifersucht, Streit usw. geht, wobei die geringste Bedrohung der gewohnten Ordnung eine Lawine von Pannen und Missgeschicken auslöst, die schließlich in einem oftmals grotesk-komischen Höhepunkt kulminieren.

Feydeaus treffende Darstellung der brüchigen Normen des Bürgertums um die Jahrhundertwende und sein unübertroffen prägnanter Stil weisen ihn nicht nur als hochbegabten Verfasser unterhaltsamer Bühnenstücke, sondern zugleich als Schriftsteller von Rang aus. Feydeau selbst charakterisierte seine Komödien als "umgekehrte Tragödien". Nach seinen bedeutendsten Bühnenwerken wie "La dame de chez Maxim’s" (1889, Die Dame von Maxim), "La puce à l’oreille" (1907, Der Floh im Ohr) und "Occupe-toi d’Amélie" (1908) verfasste er scharfe Farcen über Eheprobleme, darunter "Feu la mère de Madame" (1908), "Le dindon" (1910), "On purge bébé" (1910) und "Hortense a dit: J’m’en fous’" (1916).

Wie populär Feydeaus dramatisches Werk auf deutschen Bühnen noch immer ist, zeigt die jüngste Vergangenheit, in der Werke wie "Floh im Ohr" oder Zwei Herren, die den Kopf verlieren (DSE am 27.08.2004, Kleines Theater am Südwestkorso, Berlin) zu sehen waren.

 

Monsieur Chasse oder Wie man Hasen jagt

(Monsieur Chasse)
Deutsch von Mario Hindermann
3D, 7H

Ein Ehemann betrügt seine Ehefrau. Diese aber kommt dahinter, weil der Hausherr immer kuriosere Sachen als "Jagdbeute" von seinen fiktiven Jagdausflügen mitbringt (Pastete, Sülze und Eingelegtes). Sie rächt sich, indem sie ihren Mann mit seinem besten Freund hintergeht.

Das hört sich alles noch einfach an, doch es zieht ein unbeschreibliches Chaos nach sich: So treffen sich alle Betrüger und Betrogenen in einem einzigen Hotelzimmer wieder, teilweise versteckt in Nebenzimmern, Betten und Wandschränken. Zudem erscheint ein Kommissar, der alles aufklären soll und doch nur verwirrt. Schließlich findet jeder doch noch irgendwie nach Hause, und es kommt zu einer großen Versöhnung...

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