19.06.3338

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Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
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Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
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Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
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Dienstags bei Kaufland
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von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
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Vor dem Entschwinden
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Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
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Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Jamiaque, Yves

Yves Jamiaque wird am 30. Januar 1918 in Paris geboren. Das Theater entdeckte er erst mit 12 oder 13 Jahren, als seine Eltern ihm ein Abbonement für die Klassiker-Aufführungen im Odéon schenkten. "Sie sollten es zeitlebens bereuen", sagte er. Sein erster Theaterbesuch war "Der Barbier von Sevilla". Es ist der Donnerschlag, fortan hat Jamiaque nichts anderes mehr im Sinn, als Schauspieler zu werden und vernachlässigt seine Studien. Immerhin bringt er es noch zum 1. Staatsexamen für Geschichte... ohne Überzeugung, denn er ist fest entschlossen, seinen Weg am Theater zu machen. Aber durch Militärdienst, Krieg und Gefangenschaft verzögert sich dieser Wunsch. In der Gefangenschaft schreibt er sein erstes Stück "La derniere marche de trone" und inszeniert Molières "Le debit amoureux" in modernen Kostümen. Der Erfolg des Unternehmens bei seinen Zuschauer-Kameraden bewegt ihn dann, 1946 mit derselben Aufführung in Paris am Théâtre Moncey sein Glück zu versuchen. Er zeichnet mit dem Namen Jedvabe (in Erinnerung an ein Familienmitglied), und seine Truppe spielt unter dem Wahrzeichen "La Nef" (Das Schiff) - ein Schiff, das bald untergeht.
Er arbeitet als Schauspieler, aber die entscheidende Chance als Autor erhält er dank Jean Tardieu im Club d’Essai der RTF (Franz. Rundfunk). Mit J. W. Garett als Regisseur bringt er seine Hörspielfolge heraus ("Les messagers"), er schreibt weitere für Paris-Inter ("Les calendes") und für die Chaine Parisienne ("Croquis" und "La corbeille aux legendes").
Für "Je vous donne ma paix" erhält er den Preis der Union des Arts Radiophoniques. 1954 entwirft er in Chambord das Szenarium von "Son et lumiere", Maurice Jerre komponiert die Musik dazu. Marcel Lupovici bringt von ihm "Negro-Spiritual" im Noctambules heraus, und Georges Charaire und Pierre Sonnier öffnen ihm das Théâtre du Tertre für "Habeas Corpus". Der Preis U, zum ersten Mal vergeben, wird ihm für diese beiden Werke verliehen.
1956 bringt die Compagnie Thesa im Théâtre des Arts die Uraufführung "Les Lingots du havre". 1959 ist es die Comédie von Saint-Etienne, die "La queue du diable" herausbringt. "Nachdem ich den ersten Akt geschrieben hatte, schickte ich ihn an Jean Dasté. Auf seine Bitte setzte ich meine Arbeit unter Anpassung an die Schauspieler der Compagnie fort" - erzählte er. Die Meerschweinchen (Les cochons d´Inde) ist aus dieser Erfahrung entstanden, es wurde für die Truppe von Jean Dasté verfasst, aber Robert Postec erwägt, es aufzuführen. Ohne Wissen von Jamiaque reicht er das Manuskript der Jury des Grand Prix de litérature dramatique d’Enghien ein, und es wird preisgekrönt. Das Stück wurde in der Inszenierung von Robert Postec und dem Autor durch Bernard Jenny und André Certes für das Vieux-Colombier erworben (1960).
In Deutschland ist Jamiaque mit seinen Komödien Acapulco, Madame, Lea und Das schwarze Schaf bekannt geworden.
Von 1981 bis 1983 war er Präsident der Société des Auteurs et Compositeurs dramatique, der staatlichen französischen Institution, die die Rechte der Autoren vertritt.
Yves Jamiaque lebte als Dramatiker für Rundfunk, Bühne und Fernsehen in Paris. Nach langer Krankheit starb er 1987 in Saint-Paul-de-Vence.

 

Möwen haben einen leichten Schlaf

(Les mouettes ont le sommeil leger)
Komödie in zwei Akten
Deutsch von Charles Regnier
2D, 3H

Ein Paar in mittleren Jahren mietet ein Haus an der normannischen Küste. Das Ungewöhnliche daran ist, es ist Dezember, und da ist noch etwas, die beiden sind auffallend schweigsam. Es stellt sich heraus, dass beide aus einer Nervenklinik ausgebrochen sind. Angeblich hielten sie sich dort auf, weil sie das Gedächtnis verloren hatten. Der Mann, er nennt sich Nicolas, hat außerdem einen Koffer voller Geld bei sich. Herkunft unbekannt. Sie versuchen, sich eine Identität zu schaffen. Über alte Liebesbriefe, die sie im Haus finden, beschaffen sie sich Namen und Orte, Daten und Erinnerungen.

Als jedoch ein früheres Dienstmädchen und auch Lucas, der Sohn der Frau, auftauchen, werden diese nicht erkannt. Sie bauen sich eine künstliche Welt, und es wächst dadurch eine Beziehung zwischen den beiden, eine Liebe. Schließlich bietet ihnen der Verwalter das Haus zum Kauf an. Zunächst wollen sie zusagen, erfahren jedoch bald, dass das ganze Dorf inzwischen weiß, woher sie kommen. Sie entschließen sich zur Flucht. Obwohl Nicolas Mathilde nun das Geheimnis um den Koffer lüftet, bleibt sie bei ihm.