21.01.3133

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Premiere: "Schöne neue Welt" am Altonaer Theater
Robert Koalls Bühnenfassung von Schöne neue Welt nach dem Roman von Aldous...

DSE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström an der Neuen Bühne Senftenberg
Am 19. Januar bringt die Neue Bühne Senftenberg Emma Broströms Stück Das...

Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
Bach. Das Leben eines Musikers. ist eine szenische Biographie und ein...

Premiere: "Mädchen wie die" am Jungen Schauspiel Hannover
Evan Placeys vielfach ausgezeichnetes Coming-of-Age-Stück Mädchen wie die...

Neu bei FBE: "Frau Luna" von Paul Lincke in der Fassung der Bar jeder Vernunft, Berlin
Einmal Mond und zurück, bitte! Nach Im weißen Rössl präsentiert die "Bar...

Neu bei FBE: "Der Vogel Anderswo" von Stephan Wolf-Schönburg
In Damaskus lebt der kleine Nunu. Sein bester Freund ist ein kleiner Vogel....

Neu bei FBE: "Kuno kann alles" von Henry Mason
Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

Premiere: "Hier kommt keiner durch!" an den Wuppertaler Bühnen
In der Regie von Markus Höller zeigen die Wuppertaler Bühnen ab dem 27....

Aktuelles: "Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer am Maxim Gorki Theater, Berlin
Am 17.12.2017 hatte Alles Schwindel von Mischa Spoliansky und Marcellus...

Aktuelles: "Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Am 10. Dezember brachte die FAUST-Preisträgerin Hannah Biedermann ihre...

Aktuelles: "Alice" von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater München
Am 23.11.2017 hatte Alice von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater...


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Bild von Anja HillingHilling, Anja
Doris S.-Klaas (Tagesspiegel) 

Anja Hilling absolvierte das Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin sowie "Szenisches Schreiben" an der UdK Berlin. Parallel dazu kellnerte sie in einer Bar in Berlin Kreuzberg.

Ihr erstes Theaterstück Sterne wird 2003 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für neue Dramatik ausgezeichnet. Ihr folgendes Stück, die Tragikomödie Mein junges idiotisches Herz wird 2005 in einer Inszenierung der Münchner Kammerspiele zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr wird Anja Hilling in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Nachwuchsautorin der Saison gewählt.

Mit dem Zivilisationsdrama Schwarzes Tier Traurigkeit (2007) gelingt Anja Hilling der Durchbruch im Ausland. Das Stück wird auf großen Bühnen in Europa, u.a. dem La Colline in Paris und dem Königlich dramatischen Theater Stockholm (dramaten) gezeigt. Das Jugenddrama Sinn (2007) entsteht in Kooperation des Thalia Theaters Hamburg und der Comédie de Saint-Étienne.

2011 schreibt sie der Garten, ein Fünfakter über das Spannungsfeld von Kunst und Kritik. Das Stück wurde am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo auch ihr Werk Sinfonie des sonnigen Tages 2014 zur Uraufführung kommt.

Seitdem sind u.a. Massiver Kuss (Auftrag für das Theater Bonn), Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen (Auftrag für das Theater Basel) und Lenz Ewiger Durst (Auftrag für Dramaten, Stockholm) entstanden.


Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:

2014: Nominierung "Deutscher Jugendtheaterpreis 2014" für was innen geht

2009: Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit dem Auftragswerk Radio Rhapsodie

2005: "Nachwuchsautorin der Saison" (Kritikerumfrage von "theater heute"); Einladung zu den Werkstatttagen an der Burg 2005, Burgtheater Wien; Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Protection; Einladung von Mein junges idiotisches Herz zu den Mülheimer Theatertagen (Werkstattinszenierung der Münchner Kammerspiele)

2003: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens mit Sterne und Auszeichnung mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik; "International Residency" am Royal Court Theatre, London

 

Monsun

Ein Stück in fünf Akten
4D, 1H, eine weibliche Stimme
UA: 27.09.2005, Bühnen der Stadt Köln Köln

Bruno schreibt Dialoge für eine Fernsehserie, "Tränenheim", seit vier Jahren, mit Erfolg, aber ohne Leidenschaft. So ist fast alles in seinem Leben – seine Ehe mit Paula läuft schon lange auf Sparflamme, aber die Affäre mit seiner Assistentin Sybille ist auch nur sowas wie die Ahnung von der großen Liebe. Seinem Chef vom Produktionsbüro würde er gern mal so richtig die Meinung sagen, traut sich aber nicht, und von den Träumen seines achtjährigen Sohnes Zippo hat er auch nur einen blassen Schimmer.

Zu Hause sitzt Paula, seine Frau, während er mit Sybille auf dem Rummel Bären schießt. Paula wartet auf Zippo, vor seinem unberührten Käsebrot. Sie weiß, dass er eigentlich viel lieber Brezeln isst und dafür auch schon mal an ihr Kleingeld geht. Sie weiß, er denkt, sie merkt es nicht. Wie Bruno. Aber heute ist es anders, heute ist sie unruhig, vielleicht liegt es auch an den seltsamen Nachrichten aus dem Radio. Wenn du dir Brezeln kaufst, kannst du was erleben, das waren ihre letzten Worte. Als wär das ein Verbrechen, wenn man Brezeln mag. Melanie und Coco sind ein Paar, sogar ein ganz glückliches, bis Cocos drängender Kinderwunsch die Beziehung zerstört. Als Melanie in ihrem Audi dem werdenden Mutterglück entflieht, überfährt sie aus Versehen ein Kind – Zippo, mit einer Tüte Brezeln in der Hand. Schicksal?

Das Leben kann so schön sein wie im Film, aber die Realität ist oft trauriger als jede Fernsehserie. Mit Verlust und Trauer kann man lernen umzugehen, oder auch nicht. Für den einen hängt das Glück an einem Schlüssel, der andere sucht danach im Regenwald, ein anderer findet einen Neuanfang in sieben falsch adressierten Kisten.

Anja Hillings Stück ist vielschichtig, traurig und poetisch, und dabei immer auch ein bisschen heiter.

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