25.04.2018

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Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...


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Marginalien

1. Oratorium für ein Amt (3 Bilder)
2. Die seltsame Wandlung des Tobias Pflaume (11 Szenen)
3. Hilfe für Blumenschein (1 Bild)
Drei Diskomödien
von Karlheinz Komm
1D, 5H, bei Mehrfachbesetzung

Grundthema von Karlheinz Komms "Randbemerkungen" ist der Widerspruch zwischen Anspruch und Realität. Dabei versteht es der Autor, Personen, Zustände und Entwicklungen auf humorvoll-ironische Art und äußerst unterhaltsame Weise zu entlarven. Aus harmlosen und gutgemeinten, alltäglich-selbstverständlichen und logisch-legitimen Aussagen oder Aktionen entstehen Katastrophen.

Zunächst führt sich in Oratorium für ein Amt das bürgerfreundliche Amt für Neujahrsglückwünsche selbst ad absurdum. Das "Lehrstück" spielt in der Gegenwart, die Sprache ist Alltagssprache.
Mit Die seltsame Wandlung des Tobias Pflaume erfolgt ein geschichtlicher Exkurs ins frühe 18. Jahrhundert. Geschildert wird, wie ein Mann mit revolutionärem Potential den Versuchungen der Macht erliegt und von den eigenen Ideen eingeholt wird. Das Stück präsentiert sich "in der Art der Hans-Sachs-Spiele". Es ist entsprechend in Versen abgefasst, die Sprache einfach und deutlich bis derb; das Vokabular ist modern und aktuell.
In der Farce Hilfe für Blumenschein schließlich gerät ein Bedürftiger in die bürokratischen Mühlen der Wohltätigkeitsorganisationen. Das Stück spielt wieder in der Gegenwart und bildet den makabren Höhepunkt, unterstützt durch die parallel angeordneten Spielorte und die Gleichzeitigkeit der Ereignisse: Den Bedürftigen ereilt im Wartezimmer der Wohltätigkeitsorganisation der Hungertod, während der Vorstand - darunter ein Arzt - nebenan tagt.

Das Grundthema wird mittels der drei Stücke abwechslungsreich beleuchtet und spielerisch modifiziert, dabei variiert der Autor auch hinsichtlich Form, Struktur und Sprache und verleiht jedem der kurzen Stücke ein eigenes Profil. Die Marginalien stellen an die Darsteller sehr unterschiedliche, aber reizvolle und interessante Aufgaben.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.