18.08.5260

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


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Bild von Éric-Emmanuel SchmittSchmitt, Éric-Emmanuel

Éric-Emmanuel Schmitt ist heute einer der weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren. 1960 geboren, wird der an der Pariser Elitehochschule École Normale Supérieure ausgebildete Lehrbeauftragte und Doktor der Philosophie zunächst als Theaterautor mit seinem Stück Der Besucher bekannt. Das Stück wird zu einem Klassiker im Repertoire von Theatern auf der ganzen Welt. Rasch schließen sich weitere erfolgreiche Stücke an. Gleichermaßen von Publikum und Kritik gefeiert, wird Schmitt für seine Arbeiten mit mehreren „Molière“ und dem „Grand Prix du Théâtre“ der Académie française ausgezeichnet. Seine Bücher liegen heute in dreiundvierzig Sprachen übersetzt vor, seine Stücke werden in über fünfzig Ländern regelmäßig aufgeführt. Auch für das Kino und als Opernübersetzer ist Schmitt erfolgreich. Éric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel.

 

Mylady

(Mylady)
Nach den von Eric-Emmanuel Schmitt
5D, 12H, Doppelbesetzungen möglich

"Mylady" ist eine sehr persönliche Adaptation Eric-Emmanuel Schmitts von Alexandre Dumas' berühmtesten Roman "Die drei Musketiere". Er stellt Mylady von Winter in den Mittelpunkt seines Stückes und erzählt dadurch - wenn man so will - eine weibliche Version "Der drei Musketiere". Vielleicht sogar eine feministische Version? Schmitt selbst sagt dazu: "Wenn 'Die drei Musketiere' die Geschichte von Jungs ist und den Jungs gefällt, dann deshalb, weil es in ihrem geheimen Zentrum eine unglaublich schöne Frau gibt, intelligent, sinnlich unberechenbar, deren Umarmung köstlich oder tödlich sein kann, manchmal beides zugleich:Mylady von Winter. Sie bedeutet Abenteuer, Atemlosigkeit, Mangel an Schlaf, Überraschungen, Verrat, Unsicherheit, leidenschaftlichen Sex, Gewissenbisse, Hoffnungen, gebrochene Versprechen. Mit ihr wird das Leben reich, aufregend, aber es endet böse.

Mylady, das bedeutet vergiftete Verführung, sie führt die Männer in den Ruin. Doch sie ist eine viel ambivalentere Person, denn sie ist gleichzeitig Henker und Opfer. Opfer ihrer Familie, ihrer Epoche und der Männer. Ihre Eltern wurden während der Religionskriege ermordet. Sie wird in ein Kloster gesteckt und entflieht daraus, indem sie einen Priester verführt. Sie muss sich der Männer bedienen, um ihre Unabhängigkeit als Frau zu erlangen.

Das Stück beginnt wie eine Abenteurer-Komödie, doch es ist auch die wahre Tragödie einer Frau, die sich dahinter abspielt. Alle Ingredienzen der Mantel- und Degenstücke sind vorhanden, doch was die Intrige vorantreibt, das ist die Psychologie von Mylady. Die Spannung resultiert aus ihrer Vergangenheit, aus den Motivationen ihrer Rache. Warum lässt sie sich von Kardinal Richelieu einspannen, wo sie doch schön, reich und frei ist? So aber wird sie zur Hauptfigur der Geschichte. Selbst d'Artagnan erscheint wie eine Nebenfigur und Richelieu findet seinen Platz im Stück nur durch sie. Letztendlich versucht das Stück diese ungewöhnliche, mörderische Frau in gewisser Weise zu verstehen, ohne sie zu verurteilen."

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch