20.04.2018

Aktuelle Nachrichten

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Franke, Holger

Zunächst als Schauspieler am GRIPS-Theater tätig, war Holger Franke 1972 Mitbegründer des Theaters Rote Grütze. Dort arbeitete er als Autor, Schauspieler, Regisseur. Zahlreiche seiner Stücke wurden verfilmt, preisgekrönt sowie etliche Male im In- und Ausland inszeniert. Nach einer Auszeit, in der 1982 sein autobiographischer Roman "Ohne mich fehlt mir was" erscheint, geht er zurück ans Theater Rote Grütze und nimmt dort seine Tätigkeiten als Regisseur und Co-Autor wieder auf. Es folgt ein Ruf ans Theaterhaus Stuttgart, wo er als Schauspielleiter zahlreiche seiner Stücke in enger Zusammenarbeit mit dem Theaterhof Priessenthal inszeniert. 2001 kehrt er zurück nach Berlin und initiiert zusammen mit Ricky Strohecker die Neugründung des Theaters Rote Grütze. 2005 wurde er als Ko-Autor für den Film "Alles Auf Zucker!" für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert.

 

Mensch Herrmann

Ein Stück für Menschen ab 16
3H
UA: 27.10.1987, Theaterhaus Stuttgart

Herrmann steht für Jedermann. Hermann Wendelin Friedlich ist wahrscheinlich 35-45 Jahre alt, möglicherweise Lehrer und mit Sicherheit frustriert. Er ist durch und durch ein Versager - als Lehrer, als Mann, als Liebhaber, als Sohn und sogar als Selbstmörder. Nach einigen fehlgeschlagenen Tötungsversuchen beschließt Herrmann einfach, in seinem Bett zu bleiben. In einer Tag-Nacht-Traumreise durch sein Leben begegnet er dem Gottesvater, der sogleich die Erde an den Teufel verschenkt und flugs im Nichts verschwindet. Herrmann wird als erklärter Nichttäter zum gefährlichen Exemplar seiner Zeit. Herrmann ist wie alle irgendwie auch Schuld an allem und wie alle kann er nichts dagegen machen - außer vielleicht einen Heldentod als Friedensheld zu sterben. Aber die Diensthabenden Gabriel und Luzifer sind zu sehr damit beschäftigt, die Schöpfungsgeschichte neu zu erfinden, in der die Sünde zum emanzipatorischen Akt wird und die Geschöpfe Gottes selbst zum Schöpfer werden. Eva und Adam haben den Apfel der Erkenntnis genossen und ihre Erleuchtung durch einen Liebesrausch im Gras vervollkommnet. Und nicht Eva, sondern Adam versündigt sich, weil er Gott gehorcht. Der listige Umstürzler Luzifer bringt Gott bei, dass Schöpfung unvollkommen bleibt, solange sie an Gehorsam und Schuld gemessen wird. Ein philosphisch-religiöses Satyrspiel.