24.11.5485

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"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
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Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
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"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Nachtbeleuchtung

Einakter
1D, 4H

Weil die Stromrechnung mal wieder nicht beglichen wurde, tafelt der Schauspieler (er spielte bereits eine kleine Rolle im Der Lampenschirm) mit seinem Direktor und dem Dichter im Treppenhaus, bewirtet von der Dienstmagd Minna. Dummerweise geht hier alle 2 Minuten das Licht aus, und abwechselnd müssen sich die Herren zum Schalter tasten, um ihn zu bedienen. Hitzig diskutiert man den Monolog, den der Dichter schrieb und den der Schauspieler nicht geben will, weil es darin um einen Selbstmörder geht, der ununterbrochen – trotz Kugel im Kopf – schönes Zeugs redet. Als der Schauspieler sich kurz entfernt, erscheint den beiden Verbliebenen der Geist eines Kollegen, der sich kürzlich erst die Kugel gab.

Nachtbeleuchtung ist ein wunderbares, pointenreiches Spiel um die Dichtkunst, das Theater und den Tod, in dem Goetz mit messerscharfer Ironie und skurrilen Typen eine "Gebrauchsanweisung" für sein Theaterschaffen vorlegt.


Dieses Stück ist Teil von:

Nachtbeleuchtung
Fünf Grotesken
2D, 4H