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DSE: Nina Segals "Nachts (bevor die Sonne aufgeht)" in Mainz
Am 14. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Nina Segals Stück...

SE: Chris D’Arienzos "Rock of Ages" in Emmenbrücke
Am 14. Dezember ist am Le Théâtre in Emmenbrücke die Schweizer Erstaufführung...

Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
Robert Wilson und das amerikanisch-französische Freak-Folk-Duo CocoRosie...

Ausgewählt: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinnerstücke der...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...

UA: "Die Bademattenrepublik" am JES
Am 1. Dezember war die Uraufführung von Die Bademattenrepublik nach dem...

Neu bei Desch: "Weinprobe für Anfänger" von Ivan Calbérac
Steve ist nicht nur ein vorbestrafter Gauner, sondern entpuppt sich durch...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Theater Osnabrück
Am 7. Dezember hat die Inszenierung von Philipp Löhles Stück Die Mitwisser...


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Bild von Anja HillingHilling, Anja
Doris S.-Klaas (Tagesspiegel) 

Anja Hilling absolvierte das Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin sowie "Szenisches Schreiben" an der UdK Berlin. Parallel dazu kellnerte sie in einer Bar in Berlin Kreuzberg.

Ihr erstes Theaterstück Sterne wird 2003 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für neue Dramatik ausgezeichnet. Ihr folgendes Stück, die Tragikomödie Mein junges idiotisches Herz wird 2005 in einer Inszenierung der Münchner Kammerspiele zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr wird Anja Hilling in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Nachwuchsautorin der Saison gewählt.

Mit dem Zivilisationsdrama Schwarzes Tier Traurigkeit (2007) gelingt Anja Hilling der Durchbruch im Ausland. Das Stück wird auf großen Bühnen in Europa, u.a. dem La Colline in Paris und dem Königlich dramatischen Theater Stockholm (dramaten) gezeigt. Das Jugenddrama Sinn (2007) entsteht in Kooperation des Thalia Theaters Hamburg und der Comédie de Saint-Étienne.

2011 schreibt sie der Garten, ein Fünfakter über das Spannungsfeld von Kunst und Kritik. Das Stück wurde am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo auch ihr Werk Sinfonie des sonnigen Tages 2014 zur Uraufführung kommt.

Seitdem sind u.a. Massiver Kuss (Auftrag für das Theater Bonn), Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen (Auftrag für das Theater Basel) und Lenz Ewiger Durst (Auftrag für Dramaten, Stockholm) entstanden.


Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:

2014: Nominierung "Deutscher Jugendtheaterpreis 2014" für was innen geht

2009: Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit dem Auftragswerk Radio Rhapsodie

2005: "Nachwuchsautorin der Saison" (Kritikerumfrage von "theater heute"); Einladung zu den Werkstatttagen an der Burg 2005, Burgtheater Wien; Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Protection; Einladung von Mein junges idiotisches Herz zu den Mülheimer Theatertagen (Werkstattinszenierung der Münchner Kammerspiele)

2003: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens mit Sterne und Auszeichnung mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik; "International Residency" am Royal Court Theatre, London

 

Nostalgie 2175

1D, 2H
UA: 02.04.2008, Thalia Theater Hamburg

Im Jahr 2175 hat sich die Temperatur auf 60 °C eingependelt, die Sonne ist verschwunden, ins Freie kann man nur noch mit Schutzkleidung gehen. Die Menschen haben sich arrangiert. Und sind trotz allem glücklich oder versuchen zumindest, es zu sein.

Pagona verliebt sich in den Tapetenmaler Taschko, der immer Szenen aus alten Filmen, aus der Zeit der Jahrtausend-Wende malt. Als es noch Tiere und Pflanzen gab, und Farben und Geräusche. Sie darf Taschko nicht berühren. Deshalb schläft sie mit dessen Chef Posch. Ihm gehört das Filmarchiv, aus dem Taschko seine Bilder zieht; es umfasst nur noch die Buchstaben D, I, M und N.

Pagona wird schwanger von Posch; es wird das erste Baby seit Jahrzehnten sein, das auf natürliche Art gezeugt wurde. Ein Wunder. Die Chancen, die Geburt zu überleben, sind verschwindend gering. Aber das Baby soll leben: "Es bedeutet mehr Glück denn je, das Licht dieser Welt zu erblicken.", sagt Pagona.

Anja Hillings Stück Nostalgie 2175 ist eine sprachgewaltige Liebeserklärung an die Vergangenheit, an verschwundene Welten und versunkenes Glück. Gleichzeitig beschreibt es die Unmöglichkeit, in der Gegenwart glücklich zu sein. Eher Gedicht als dramatischer Text, berührt das Stück die Ränder des Sagbaren und entzieht sich den gängigen Kriterien und Genres. Ist es eine Zukunftsutopie oder eine Gegenwartsbeschreibung?

Nostalgie 2175 entstand als Auftragswerk für das Thalia Theater Hamburg und wurde dort im April 2008 unter der Regie von Rafael Sanchez uraufgeführt.

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Premierenberichte zu diesem Stück vorhanden