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Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

Neu bei FBE: "Tewje" ein Ballett von Richard Wherlock und Olivier Truan
Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

UA & SE: "Begleiterscheinungen" am Theater an der Kö und "Unter falschen Brüdern" am Theater Matte
Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Holtz, Daniela
Daniela Holtz wurde 1977 in Bad Cannstatt geboren. Auf ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin folgten Engagements in...


Schneider, Anja
Anja Schneider, 1977 in Altenburg geboren, war nach dem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin fünf Jahre am Schauspiel...


 

nachtgeschwister

nach Natascha Worin und Wolfgang Hilbig
1D, 2H
UA: 08.03.2012, Theater unterm Dach Berlin

Auf dem Wühltisch einer Buchhandlung findet die Protagonistin ein angegilbtes Taschenbuch. Sie nimmt es mit, weil der Name des Autors ihr ins Auge fällt: Jakob Stumm. Sie liest darin und die Kraft, die Dunkelheit, der Schmerz, der von den Zeilen ausgeht, trifft sie bis ins Mark. Es ist dreieinhalb Jahre vor dem Mauerfall, der Autor lebt in der DDR, sie in der BRD. Sie schreibt einen Brief an seinen Verlag, mit der Bitte um Weiterleitung und erhält zunächst keine Antwort. Das wundert sie, sie hat doch selbst veröffentlicht, ist Autorin. Als sie sich schließlich begegnen, gerät sie in einen Sog und ahnt, es könnte ihr Untergang sein, doch das Verlangen ist stärker. Jakob Stumm treibt sie über Grenzen und sie lässt sich treiben. Sie verlieren die Zeit, das Gefühl für Tag und Nacht, er ist eifersüchtig, er drangsaliert sie, er trinkt, sie bleibt da. Eine obsessive Liebe fesselt sie aneinander. Lange versucht sie, sich seinem Lebensrhythmus zu entziehen, doch es gelingt ihr immer weniger, sie gerät in den Sog seiner Nachtexistenz. Um die beiden herum zerfällt der Ostblock, die deutsch-deutsche Wende ermöglicht schließlich ein Zusammensein ohne äußere Grenzen, doch im Innern herrscht kalter Krieg. Nach Nächten im Suff, intensiven körperlichen Begegnungen und dem Versuch, das Schreiben zum gemeinsamen Zentrum zu machen, versiegt die Fantasie für ein erträgliches Zusammenleben.

nachtgeschwister von Anja Schneider und Daniela Holtz vereint die exzessive Liebesgeschichte der Westschriftstellerin Natascha Wodin und des Ostschriftstellers Wolfgang Hilbig, die mit den Romanen "Nachtgeschwister" und "Das Provisorium" jeweils eine autobiographische Perspektive vorgelegt haben, nun auf der Bühne. "Sensibel, aber auch mit Sinn für die Komik, die in Missverständnissen liegen kann, illustriert Schneider das tragische Verhältnis der beiden Liebenden aus verschiedenen Welten.", schrieb die Zitty anlässlich der Uraufführung am Theater unterm Dach in Berlin.

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