Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Schlipse" von Anders Duus
Die Frage, wie nett man sein soll, verfolgt viele ein Leben lang. Andere...

"Kopfkino" (Film) von Peter Lund und Thomas Zaufke auf der Boddinale
Thomas Zaufkes und Peter Lunds Film "Kopfkino", der parallel zu dem an der...

"Der Fiskus" von Felicia Zeller für Mülheim nominert
Felicia Zellers neues Stück Der Fiskus ist für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu bei FBE: "Leonce und Lena" von Erich Zeisl und Hugo von Königsgarten
Erich Zeisls 1937 in Wien geschriebenes musikalisches (Opern-)Lustspiel...

"Moral ist eben eine komplexe Angelegenheit" - Niederländisch-deutscher Kinder- und Jugendtheaterpeis für Sergej Gößner
Im Rahmen des Festivals "Kaas & Kappes" wurde am 16. Februar Sergej Gößner...

"Schönheit der Verwaltung" - UA von "Der Fiskus" am Staatstheater Braunschweig
Am 18. Januar war die Uraufführung von Felicia Zellers neuem Stück Der Fiskus...

"Volldeppen mit Übertiteln" - "Andi Europäer" von Philipp Löhle uraufgeführt
Am 31. Januar war die Uraufführung von Philipp Löhles Andi Europäer am...

"Alice" von Robert Wilson und Tom Waits am Theater Lübeck
Am 8. Februar ist am Theater Lübeck die Premiere von Robert Wilsons und Tom...

"Kuss der Spinnenfrau" von John Kander und Fred Ebb an der Musikalischen Komödie Leipzig
Die Musikalische Komödie Leipzig bringt John Kanders und Fred Ebbs Musical...

ÖE: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Tiroler Landestheater
Am 20. Februar ist die Österreichische Erstaufführung von Eva Rottmanns...

UA: "Mimosa" von Esther Becker am sogar theater Zürich
Am 27. Februar wird Esther Beckers Stück Mimosa am Zürcher sogar theater...

ÖE: "Der Sohn" von Florian Zeller am Theater in der Josefstadt, Wien
Am Theater in der Josefstadt, Wien, ist am 27.2. die österreichische...

UA: "verdeckt" von Ariane Koch am Theater Marie, Aarau
Am 29. Februar ist die Uraufführung von Ariane Kochs Stück verdeckt am...

Hörspiel des Jahres 2019: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

Neu bei FBE: "brand" von Volker Schmidt
Europa in nicht allzu ferner Zukunft. Der Klimawandel hat den Kontinent und...

Prämiert: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinner der...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Anja TuckermannTuckermann, Anja

Geboren 1961 in Selb. Aufgewachsen in Berlin, wo sie heute noch lebt. Im Zuge ihres Engagements in der feministischen Mädchenarbeit gründet Anja Tuckermann die Zeitschrift Tigermädchen – Geschichten und Gedichte von Mädchen. Von 1988 bis 1992 arbeitet sie als Redakteurin beim RIAS-Kinderfunk und ist danach weitere fünf Jahre als freie Redakteurin und Autorin für den Kinderfunk beim Deutschlandradio Berlin tätig. 1988 erscheint ihr erster Roman Mooskopf beim Luchterhand Literaturverlag. Seitdem ist Anja Tuckermann als freischaffende Schriftstellerin und Journalistin tätig. Seit 1993 leitet und organisiert sie Schreibwerkstätten, Lesereihen und Seminare für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, u. a. am Staatstheater Stuttgart, für das Goethe-Institut in der Türkei, in Indien, in Jugendkunst- und Kulturzentren und Schulen in Deutschland und der Schweiz, für die Akademie der Künste, in der LiteraturWERKstatt sowie bei LesArt in Berlin. Mit ihrer Prosa sowie mit ihren Theaterstücken wurde Anja Tuckermann für zahlreiche Preise nominiert. Für "Denk nicht, wir bleiben hier" wurde die Autorin 2006 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

 

Nusret und die Kuh

Kinderbuch von Anja Tuckermann
mit Illustrationen von Mehrdad Zaeri und Uli Krappen

frei zur UA

"Alle sind zufrieden und alle haben Sehnsucht."

Nusret lebt bei Omi und Opi in einem kleinen, grün-bunten Bergdorf. Mit Hund und Hühnern, Gänsen und einer Kuh. Alle anderen Leute aber sind im Krieg von dort geflohen. Auch Nusrets Eltern, die mit seinen Geschwistern in Deutschland leben. Nusret verbringt seine Zeit am liebsten bei der Kuh. Wenn Omi sie melkt, singt Nusret der Kuh ein Lied vor. Sie ist sein bester Freund, ein Stück Familie und Heimat. Manchmal bringt der Briefträger einen Brief hoch oben auf den Berg. Dann brüht Omi Kaffee auf und Opi bietet den Platz mit der schönsten Aussicht an und Nusret darf mit Opis Messer den Brief öffnen. Und der Briefträger liest die Zeilen vor, die die Großeltern und Nusret nicht lesen können. Und nun soll Nusret zu seinen Eltern und in die Schule.

Das heißt Abschied nehmen, Omi und Opi allein zurücklassen und sie nur noch manchmal besuchen. Wenigstens die Kuh, die muss mit nach Deutschland kommen, damit er etwas von Zuhause bei sich hat. Die Reise beginnt. Das Ankommen auch. Nusret und die Kuh lernen lesen und schreiben und berichten von dem neuen Leben, von Freunden in der Schule, vom Brennball spielen, Witze erzählen und Fangen spielen. Vor allem aber von der Sehnsucht nach der alten Heimat, nach den Großeltern, der Wiese hinter der Küche, die nach Blüten, Kohl und Kräutern riecht und wo die Hühner einem auf die Nerven gehen. Beim nächsten Besuch in den Bergen bleibt die Kuh bei Omi und Opi. Schon wieder ein Abschied. Aber so kann die Kuh den Großeltern wenigstens Nusrets Briefe vorlesen.

Anja Tuckermann erzählt auf berührend einfache Weise von der Sehnsucht nach Heimat als ständigem Begleiter, vom Vermissen, Abschied nehmen und Ankommen. Immer wird ein Stück Sehnsucht bleiben, wird das neue Zuhause nicht das alte sein. Und umgekehrt. In der Einfachheit ihrer Worte liegen Poesie, Lebensfreude und eine herzerwärmende, kindliche Leichtigkeit. Gemeinsam mit den farbfrohen und dichten Illustrationen von Mehrdad Zaeri und Uli Krappen ist dieses Buch ein großer Glücksgriff. "Ein Bilderbuch voller Sehnsucht und Heimweh, aber auch eine Geschichte über wundersame Ich-Stärke und ureigenes Glück." (NZZ)

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, eine eigene Adaption dieses Kinderbuchs zu erstellen. Das Buch ist im Tulipan Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.


Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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