Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Irmgard KeunKeun, Irmgard

Irmgard Keun, am 6. Februar 1905 in Berlin geboren, wurde zu Beginn der 1930er Jahre bekannt mit ihren Romanen "Gilgi - eine von uns" (1931) und Das kunstseidene Mädchen (1932). Beide Werke wurden verfilmt, jedoch bereits 1933 verboten. Keun emigrierte 1936, kehrte aber 1940 unter falschem Namen nach Deutschland zurück und lebte bis Kriegsende in der Illegalität. In den nächsten dreißig Jahren arbeitete sie, vom Literaturbetrieb und der Öffentlichkeit weitestgehend vergessen, für den Rundfunk und fürs Kabarett; literarische Versuche aus dieser Zeit blieben ohne größere Resonanz. Neuer Ruhm stellte sich wieder 1977 ein mit der Neuauflage ihrer beiden Romane, 1981 erhielt sie den Marieluise-Fleißer-Preis. Allerdings konnte sie den Erfolg nicht lange genießen, Irmgard Keun starb ein Jahr später am 5. Mai 1982 in Köln.

In der Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen (geb. 1965) zählt Das kunstseidene Mädchen zu einem der erfolgreichsten deutschen Theatertexte. Seit der Uraufführung im Januar 1985 am Schauspiel Bonn kam es zu über 60 Inszenierungen; die Rolle der Doris gehört zu den Glanzpartien für junge Schauspielerinnen.

 

Nach Mitternacht

Roman


Die 19-jährige Susanne Moder verlässt 1933 ihr Elternhaus und kommt zu ihrer vom Leben enttäuschten und dafür von Hitler begeisterten Tante Adelheid nach Köln. Zwei Jahre später denunziert die Tante die unliebsame Nichte, die sich inzwischen mit ihrem Sohn Franz verlobt hat, bei der Gestapo. Nach einem glimpflich ablaufenden Verhör kommt Susanne frei und zieht zu ihrem Stiefbruder Algin und dessen Frau nach Frankfurt. Franz versucht indessen, ein kleines Zigarettengeschäft aufzubauen. Er wird jedoch von einem Konkurrenten, einem erklärten Nazi, denunziert und landet im Gefängnis. Nach seiner Entlassung rächt sich Franz bitter an dem Verräter und kann unentdeckt nach Frankfurt fliehen. Sanna beschließt, Franz auf seiner Flucht zu begleiten, mit dem Zug nach Rotterdam - ein Aufbruch in eine völlig ungewisse Zukunft ...

Irmgard Keuns 1937 veröffentlichter, im Exil entstandener Roman zeichnet anhand eines Einzelschicksals ein authentisches und ironisches Bild des alltäglichen Faschismus und der Lebenswirklichkeit des kleinen Mannes.

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption dieses Romans zu erstellen.


Fassungen:

Nach Mitternacht