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Hörspiel des Jahres 2019: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

UA: "Apeiron" von Anja Hilling am Theater Bonn
Am 24. Januar ist die Uraufführung von Anja Hillings Stück Apeiron am Theater...

Premiere: "Der starke Stamm" am Residenztheater München
Am 23. Januar hat Der starke Stamm von Marieluise Fleißer am Residenztheater,...

UA von Felicia Zellers "Der Fiskus" am Staatstheater Braunschweig
Am 18. Januar ist die Uraufführung von Felicia Zellers neuem Stück Der Fiskus...

DSE: "Vor dem Entschwinden" am Rheinischen Landestheater Neuss
Am 11. Januar ist am Rheinischen Landestheater, Neuss die deutschsprachige...

Prämiert: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinner der...

Neu bei FBE: "Brüder" von Jackie Thomae
Zwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt in ihrem...

Neu bei FBE: "Unser Dorf" von Klaus Chatten
Mia Fängewisch ist Witwe. Vor genau einem Jahr ist ihr Mann Hubert...

Neu bei FBE: "I and You" von Lauren Gunderson
Einfühlsam und voller Humor erzählt Lauren Gunderson von der Suche zweier...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...


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Bild von Arna AleyAley, Arna
Foto: Vincent Stefan 

Arna Aley studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin und Violoncello an der Akademie für Musik und Theater in Vilnius/Litauen. Sie arbeitete als Regieassistentin am Berliner Ensemble, u. a. bei George Tabori und Claus Peymann. 2009 wechselte sie zum Film und leitete u.a. die Regieabteilung beim internationalen Multimediaprojekt "DAU" (Regie: Ilya Khrzhanovsky), arbeitete als Head Editorin und Dramaturgin beim Film- und Multimediaprojekt „VMayakovsky“ (Regie: Alexander Shein). Seit 2016 ist sie als freie Mitarbeiterin bei der Deutschen Orchestervereinigung e.V. und beim Netzwerk Junge Ohren tätig (aktuelles Projekt: „Musikfrachter BTHVN 2020“). Arna Aley lebt als freischaffende Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Regisseurin in Berlin.

Auszeichnungen

2020 Translator in Residence im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen
2019: Preisträgerin des Arbeitsstipendiums für Literatur des Berliner Senats
2019: Aufenthaltsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen
2019: Teilnahme am Mentoring-Programm "Frauen in Kultur & Medien" des Deutschen Kulturrates
2019: Kulturaustauschstipendium des Landes Berlin 2019
2018: Artist in Residence (Drehbuch) in Villa Decius (Krakow/ Polen
2007: Gewinnerin der St. Galler Autorentage (Jurypreis)
2007: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2005: Jurypreis des Wettbewerbs DRAMA KÖLN
2005: 1. Preis des Wettbewerbs Stückwerk II, Leipzig
2002: Einladung zur Göttinger Dramatikerwerkstatt
2001: Alfred-Toepfer-Stipendium für das Abschlussstück an der Universität der Künste
2000: Einladung zur Autorenwerkstatt der Bonner Biennale

Stücke / Uraufführungen

Das neue Jerusalem, UA 18.05.2017, Wolfgang Borchert Theater, Münster.

Die letzte Soirée, UA 06.09.2014, Wolfgang Borchert Theater, Münster.

4 1/2, UA: 15.12.2007, Berliner Ensemble; (eingeladen zum Stückemarkt beim Theatertreffen 2007; Jurypreis St. Galler Autorentage; 1. Preis Stückwerk II, Leipzig).

"Monsieur Arrières Makro Scrabble" (Musik: Rochus Aust), gefördert durch "Fonds Experimentelles Musiktheater"; UA: 28.04.2006, Theater Hagen.

"Euphorie", UA: 28.10.2004, Neuköllner Oper Berlin; ein Auftragsstück der Neuköllner Oper Berlin.

Im siebten Himmel ist Ruh, UA: 10.03.2004, Theater KOSMOS Bregenz; DE: 03.12.2004, Landestheater Coburg.

"Himmelsleiter", UA: 2002, Deutsches Theater Göttingen; ausgezeichnet mit dem Jahresstipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung; eingeladen zur Dramatikerwerkstatt Göttingen.

Filme / Premieren

"VMayakovsky", Premiere: 03.10.2017 zur Eröffnung des Festivals "Territoria" in Moskau, (Regie Alexander Shein);

"VMayakovsky", Multimedia-Installation, Eröffnung: 29.03.2018 Tretjakow-Galerie in Moskau

"DAU", Premiere: 28.01.2018, Théâtre du Châtelet/Théâtre de la Ville de Paris, (Regie Ilya Khrzhanovsky)

 

Das neue Jerusalem

6D, 11H, (Mehrfachbesetzung möglich)
UA: 18.05.2017, Wolfgang Borchert Theater Münster

Am Anfang stand die Idee von der reinen Gemeinde von Heiligen nach dem Vorbild der Zustände der ersten Christen: nicht bloß innere, sondern auch äußere Scheidung von der „Welt“, gemeinsames Leben, Gütergemeinschaft, die Offenbarung Gottes an einzelne Gläubige – die Propheten und das gemeinsame Erwarten eines tausendjährigen glückseligen Reiches. Das war eine Utopie, ein Traum. „Träume verwirklichen sich nicht. Nur Albträume verwirklichen sich“, sagt die Philosophin Ágnes Heller über die Utopie vom europäischen Friedensbündnis und bringt dadurch die Aktualität der gescheiterten utopischen Entwürfe zum Ausdruck. Das Täuferreich zu Münster war ein solcher Entwurf.

Anderthalb Jahre dauerte das 1534 in Münster ausgerufene Tausendjährige Reich des „Neuen Jerusalems“ – ein Königreich der Auserwählten unter der Herrschaft des Täuferkönigs Jan von Leyden. Anderthalb Jahre lang belagerte der Bischof Franz von Waldeck Münster, um die in kürzester Zeit vom Papsttum über Luthertum zum Täufertum konvertierte Stadt in die Knie zu zwingen. Unter dem Belagerungsdruck, dem wachsenden Hunger und der zunehmenden Ausweglosigkeit mutierte das Königreich zu einer Schreckens- und Terrorherrschaft eines „Wundertiers“, das gerne selbst zum Schwert griff und die Gottlosen und die Widerspenstigen – darunter auch eine seiner sechzehn Frauen – eigenhändig köpfte.

Arna Aleys Stück Das Neue Jerusalem, entstanden im Auftrag für das Wolfgang Borchert Theater Münster, balanciert zwischen dokumentarischem Material und den thematischen Parallelen aus den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnissen. Im Zentrum des Stückes steht ein soziopathischer Herrscher, der es gekonnt schafft, die Masse auf der Ebene der Primärgefühle zu manipulieren und dadurch Hilflosigkeit, bedingungslose Ergebenheit und absolute Hörigkeit zu erzeugen. Die historischen Ereignisse bieten eine Grundlage für eine gegenwärtige Auseinandersetzung mit höchstaktuellen Themen: gescheiterte Utopie, Manipulation der Masse und Totalitarismus.

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