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Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
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Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
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Bild von Jörg IsermeyerIsermeyer, Jörg

Jörg Isermeyer, 1968 in Bad Segeberg geboren, zog vor seinem Studium der Psychologie, Soziologie und Pädagogik als Straßenmusiker durch Europa. Nach dem Abschluss folgte ein Lehrauftrag für Improvisations- und Straßentheater an der Georg-August-Universität Göttingen. Heute lebt er als freischaffender Künstler in Bremen und arbeitet als Autor, Theaterpädagoge, Regisseur, Schauspieler, Musiker und Komponist.

Für sein Kindertheaterstück Ohne Moos nix los erhielt er den Berliner Kindertheaterpreis 2009. Das Stück wurde im Oktober 2010 am Berliner GRIPS-Theater erfolgreich uraufgeführt. Im Frühjahr 2014 erschien bei Beltz & Gelberg der Jugendroman "Alles andere als normal", der auf dem Theaterstück basiert. Das Buch wurde für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2014 nominiert und mit dem Leipziger Lesekompass 2015 ausgezeichnet. Weiterhin erschienen: Die große Suche (2012 beim Gabriel/Thienemann-Verlag, auch als Kinderstück vorliegend), "Max’ Mütze" (2016 bei atlantis) und "Die Brüllbande" (2017 bei Beltz & Gelberg).

Außerdem bearbeitete und inszenierte er Jutta Richters Kinderbuch Der Hund mit dem gelben Herzen für das Rocktheater Dresden und schrieb u. a. Musik und Liedtexte für "Hier geblieben!", das 2005 am GRIPS-Theater uraufgeführt wurde.

Auszeichnungen:

2017: Leipziger Lesekompass für "Die Brüllbande"
2015: Leipziger Lesekompass für "Alles andere als normal"
2014: Nominierung für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis mit "Alles andere als normal"
2011: Nominierung für den Mülheimer KinderStückePreis mit Ohne Moos nix los
2009: Berliner Kindertheaterpreis 2009 für Ohne Moos nix los

 

Ohne Moos nix los

Ein Stück mit Musik für Kinder ab zehn Jahren
2D, 3H
UA: 27.10.2010, Grips Theater Berlin

Der Alltag der Familie Wolff steht unter schlechten Sternen. Vom abwesenden Vater kommt kein Unterhalt, das Amt verweigert Zuschüsse und die alleinerziehende Mutter plagt sich als Kassiererin mit Überstunden. Nur selten ist sie daheim. Kein Wunder, dass die elfjährige Jule sich da nicht wohlfühlt und in ihre eigene Welt flieht: Am liebsten verbringt sie ihre Zeit auf der Straße und erfindet Geschichten zu Passanten, denen sie heimlich quer durch die Stadt folgt – sogar dann, wenn sie in der Schule sein müsste. Doch die Schule ist für das Mädchen ebenfalls kein Paradies. Zum Glück kann ihr großer Bruder Tim großartig Entschuldigungsschreiben fälschen, auch wenn er sonst nichts auf die Reihe kriegt.

Ganz anders bei Lukas: Sein Leben verläuft in geordneten Bahnen, Geldnöte kennt er nicht und die Schule ist für ihn ein Leichtes. Nur manchmal nervt seine Mutter. Aus Langeweile beamt er sich ins Star-Wars-Universum. Als er Jule auf einer ihrer Verfolgungsjagden trifft, lässt er sich zögernd auf ihr "Straßenkino" ein und zieht mit ihr durch die Stadt. Gemeinsam kommen sie dabei einer Bande von Fahrraddieben auf die Schliche. Die beiden sehen sich schon als echte Krimi-Helden, als Tim am Ort des Geschehens auftaucht – mit einem gestohlenen Bike. Und plötzlich ist das Spiel vorbei und im Hause Wolff auch ohne Moos mächtig viel los ...

Die wachsende Kluft zwischen armen und reichen Kindern in Deutschland war 2009 Thema des Autoren-Wettbewerbs Berliner Kindertheaterpreis, den Jörg Isermeyer mit diesem Text gewonnen hat. Das Stück für Kinder ab zehn Jahren ist nicht nur ein "lehrreicher, aber erfrischend unpädagogischer Spaß für Jung und Alt", sondern vor allem "ein knackiger Krimi für Kids". (Berliner Morgenpost) Der Theatertext wurde 2011 für den Mülheimer KinderStückePreis nominiert.

Im Frühjahr 2014 erschien die Geschichte als Jugendroman bei Beltz & Gelberg unter dem Titel "Alles andere als normal". Das Buch war für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2014 nominiert und wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2015 ausgezeichnet: "Wunderbar dialogisch erzählte Reality-Story, die auch Eltern den Spiegel vorhält!", so die Leipziger Jury.

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