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UA: "Apeiron" von Anja Hilling am Theater Bonn
Am 24. Januar ist die Uraufführung von Anja Hillings Stück Apeiron am Theater...

Premiere: "Der starke Stamm" am Residenztheater München
Am 23. Januar hat Der starke Stamm von Marieluise Fleißer am Residenztheater,...

UA von Felicia Zellers "Der Fiskus" am Staatstheater Braunschweig
Am 18. Januar ist die Uraufführung von Felicia Zellers neuem Stück Der Fiskus...

Hörspiel des Jahres 2019: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

DSE: "Vor dem Entschwinden" am Rheinischen Landestheater Neuss
Am 11. Januar ist am Rheinischen Landestheater, Neuss die deutschsprachige...

Prämiert: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinner der...

Neu bei FBE: "Brüder" von Jackie Thomae
Zwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt in ihrem...

Neu bei FBE: "Unser Dorf" von Klaus Chatten
Mia Fängewisch ist Witwe. Vor genau einem Jahr ist ihr Mann Hubert...

Neu bei FBE: "I and You" von Lauren Gunderson
Einfühlsam und voller Humor erzählt Lauren Gunderson von der Suche zweier...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...


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Bild von Arthur AdamovAdamov, Arthur
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Arthur Adamov (* 23. August 1908; † 15. März 1970) war ein französischer Übersetzer, Schriftsteller und Dramatiker russischer Herkunft. Er gilt neben Eugène Ionesco, Samuel Beckett und Georges Schehadé als einer der wichtigsten Autoren des Absurden Theaters.

1914 verließ seine Familie Russland um sich schließlich 1924 in Paris niederzulassen. Adamovs Nähe zum Marxismus und sein Engagement während des Spanischen Bürgerkrieges auf republikanischer Seite führten 1941 zu einer knapp einjährigen Inhaftierung in einem Konzentrationslager bei Argelès-sur-Mer. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er Dramen und übersetzte Werke u. a. von Maxim Gorki, Anton Tschechow und Georg Büchner. Während sich Adamovs Frühwerk mit der Sinnlosigkeit und Gleichförmigkeit der menschlichen Existenz beschäftigt, geht die Entwicklung Ende der 1950er Jahre immer stärker in Richtung der gesellschaftskritischen Dramen Bertolt Brechts.

 

Off Limits

Schauspiel von Arthur Adamov
Deutsch von Wolfgang Kirchner
9D, 13H
UA: 18.01.1969, Théâtre de la Commune Aubervilliers
DSE: 30.09.1972, Düsseldorfer Schauspielhaus Düsseldorf

Eine bunt gemischte Gruppe von amerikanischen Künstlern und Intellektuellen feiert eine Reihe exzessiver Partys. Zwischen alkoholisierte Gespräche, bizarre Spiele und Happenings drängt sich immer wieder das brisante politische Thema des Vietnamkriegs. Die kriegerische Aggression scheint sich in der Stimmung der Partygesellschaft zu spiegeln und mündet im Akt der Selbstzerstörung: Nach diversen Selbstmorden der Gäste gipfelt die alptraumhafte Atmosphäre im spektakulären Tod des drogenabhängigen Jims und seiner Freundin Sally. Aus Protest lassen sie sich an der Grenze zu Mexiko von amerikanischen Soldaten erschießen. Ihr Schicksal wird umgehend zum eingängigen Fernsehfilm umgebogen und vermarktet. Mit dem Tod des geschäftstüchtigen Produzenten und Mäzens wird Amerika endgültig als eine Gesellschaft im Verfall vorgeführt.

In der Offenheit zwischen absurdem und politischem Theater entzieht sich Off Limits einer eindeutigen Klassifizierung. Arthur Adamov hinterfragt den unantastbaren Myhtos Amerika und beschreibt zugleich die neurotischen Unsicherheiten einer widersprüchlichen Gesellschaft.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch