24.02.3392

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Hildesheimer, Wolfgang

Wolfgang Hildesheimer wurde am 9. Dezember 1916 als Sohn jüdischer Eltern in Hamburg geboren. Während seiner Schulzeit emigrierte er zusammen mit seiner Familie nach England, ging jedoch 1934 nach Palästina, um eine Tischlerlehre zu absolvieren. Um Malerei und Bühnenbildnerei zu studieren, kehrte er 1937 nach London zurück. Ab 1945 begann er sich zunehmend auf die Literatur und künstlerische Tätigkeit zu besinnen und arbeitete währenddessen als Gerichtsschreiber und Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen mit. Als Mitglied der „Gruppe 47“ zählte er zu den wichtigsten Vertretern der Nachkriegsliteratur und erhielt zahlreiche Literaturpreise. Zwischen 1940 bis in die 1950er Jahre hinein vermittelte er vor allem englischsprachige Literatur und übersetzte eine Vielzahl von deutschsprachigen Werken ins Englische u.a. Franz Kafkas "Elf Söhne".
Seine Erzählungen "Lieblose Legenden", die in der Zeit zwischen 1950 und 1962 entstanden, zählen noch heute zu den Klassikern der deutschen Nachkriegsliteratur. "Tynset", das er 1965 verfasste, schloss an den Erfolg seiner Erzählungen an und so erhielt er für "Tynset" sowohl den "Büchnerpreis" als auch den "Bremer Literaturpreis". Seine Biographie über das Wunderkind "Mozart" (1977) wurde ebenfalls zum Bestseller, ist das meistübersetzte Werk Hildesheimers und zählt zu den Wegbereitern des Films "Amadeus" von Miloš Forman. Mit "Marbot", eine fiktive Biographie über den Goethe-Zeitgenossen Andrew Marbot, gelang ihm 1981 eine Groteske, die Literaturkritiker und Wissenschaftler in eine fieberhafte Suche nach Nachweises für dessen Existenz verfallen lies. 1984 beendete er seine Tätigkeit als Schriftsteller und widmete sich nur noch der Malerei. In den darauffolgenden Jahren engagierte er sich für "Greenpeace", zog sich jedoch immer weiter in sich zurück. Am 21. August 1991 starb Hildesheimer in Poschiavo in der Schweiz, wo er 1982 die Ehrenbürgerschaft erhalten hatte.

 

Das Opfer Helena

Komödie von Wolfgang Hildesheimer
2D, 2H

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch