23.05.2015

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Mann und Frau" von Christoph Schneider
Markus ist 52 und war Architekt. Seine Firma ist in Konkurs gegangen, jetzt...

Neu bei FBE: "Dinah Washington" von Oliver Goldstick
Oliver Goldstick ist es gelungen, Dinah Washingtons schwer erkämpften Erfolg...

UA: "Supertrumpf" von Esther Becker in Dinslaken
Esther Becker gewann 2014 den Kathrin-Türks-Preis für Supertrumpf. Am 8. Mai...

DSE: "Höhenrauschen" von Lisa McGee am Theater Aalen
Das Theaters Aalen feiert am 10. Mai die deutschsprachige Erstaufführung von...

ÖEA: "Vater" von Florian Zeller am Tiroler Landestheater in Innsbruck
"Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis....

"Aufstieg und Fall von Little Voice" am Theater in der Josefstadt
Am 7. Mai feiert Aufstieg und Fall von Little Voice von Jim Cartwright...

Zur Urheberrechtsdebatte: Das Ende der Phantasie
In der aktuellen Theaterdebatte zum Thema Urheberrecht sind die juristischen...

Neu bei FBE: "Edelweißpiraten" von Christopher Haninger und Hannah Biedermann
1. Juni 1941: der Felsensee im Siebengebirge wird zum Taufbecken von Gerle...

Neu bei FBE: "Ein Fest bei Baba Dengiz" von Volker Ludwig
Am 17. April wurde Volker Ludwigs Stück Ein Fest bei Baba Dengiz erfolgreich...

UA: "Wo verdammt ist Frau Wermes?" von Claudia Tondl in St. Pölten
Das Landestheater Niederösterreich in St. Pölten feiert am 16. Mai die...

Zum Wiederentdecken: "In bester Gesellschaft" von Samuel Taylor und Cornelia Otis Skinner
"The Pleasure of His Company" – eine amüsante Komödie, die vor allem durch...


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Hochwälder, Fritz

Der österreichische Autor Fritz Hochwälder wurde am 28. Mai 1911 in Wien geboren, wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf und erlernte zunächst, ebenso wie sein Vater, das Tapeziererhandwerk. Er bildete sich in Abendkursen fort und begann, Stücke zu schreiben. Bereits als 19-jähriger verfasste er erste Hörspiele und Dramen. 1938 emigrierte er nach der Besetzung Österreichs in die Schweiz nach Zürich. Durch ein Arbeitsverbot durfte er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und seine "Liebhaberei", das Schreiben, wurde die Grundlage für seine berufliche Entwicklung. Das heilige Experiment, ein Drama um Kampf und Niederlage eines südamerikanischen Jesuitenstaates, wurde zum Welterfolg.

Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen: 1955 den Grillparzer-Preis, 1956 den Literaturpreis der Stadt Wien und 1966 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur.

Fritz Hochwälder starb am 21. Oktober 1986 in Zürich; er wurde in einem Ehrengrab der Stadt Wien beigesetzt.

 

Der öffentliche Ankläger

Schauspiel in drei Akten
1D, 7H

Fritz Hochwälder setzt sich in vielen seiner Stücke mit historischen Stoffen auseinander. Den Moralisten beschäftigt dabei immer wieder das Auseinanderklaffen von Geschichte und Gerechtigkeit.

In Der öffentliche Ankläger (UA 1948) wird diese moralische Schräglage in der Zeit des Schreckensregimes der Jakobiner im postrevolutionären Frankreich als Kriminalstück und Teufelskomödie eindrucksvoll vorgeführt. Im Zentrum des Stückes steht der fragwürdig agierende öffentliche Ankläger Fouquier-Tinville, ein "Staatsanwalt des Todes".