31.08.2014

Aktuelle Nachrichten

Neuübersetzung: "High Society" von Edith Jeske, Claudia & Knut Lehmann
Als 1997 der Film "High Society" als Musical in San Francisco auf die Bühne...

Neu bei FBE: "Someone is Going to Come" von Knut Vaage und Jon Fosse
Er und Sie haben sich ein altes Haus gekauft, fernab der Stadt, an einer...

Neu bei FBE: Sascha Hawemanns Theaterfassung "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe"
Am 5. Juni feierte Sascha Hawemanns Bühnenbearbeitung Meine Schwester ist...

Zum Wiederentdecken: "Towarisch" von Jacques Deval
Prinz Ouratieff lebt mit seiner Frau unter ärmlichsten Umständen in der...

Rückblick: "Ein Mann will nach oben" am Schauspielhaus Bochum
"Karl steht verloren im Treiben: Paare flanieren, Dienstboten wuseln zwischen...

Sommerpremieren Teil 2
Und weiter geht's mit dem zweiten Teil der diesjährigen Sommerpremieren....

DSE: "Backbeat" am Altonaer Theater Hamburg
Kaum neigt sich die Spielzeit dem Ende zu, sind in Hamburg die Pilzköpfe los...

"was innen geht" von Anja Hilling auf der Long List des Deutschen Jugendtheaterpreises 2014
2013 wurde was innen geht mit dem Deutsch-Niederländischen...

UA: "Jedermann" bei den Erfurter Domstufen-Festspielen
Das erprobte Autorenduo Peter Lund und Wolfgang Böhmer hat sich zum ersten...

Prix Molière für das beste Stück 2014 an "Vater" von Florian Zeller
Am 2. Juni 2014 wurde in Paris im Théâtre des Follies-Bergère erneut der...

10 Jahre "Cabaret" in Berlin – die Bar jeder Vernunft feiert Jubiläum!
Willkommen. Bienvenue. Welcome in der Bar Jeder Vernunft. Vor zehn Jahren...

UA: "Casanova" im Anhaltischen Theater Dessau
Die Herren, die am 4. Juli das Anhaltische Theater Dessau besuchen, müssen...


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Hochwälder, Fritz

Der österreichische Autor Fritz Hochwälder wurde am 28. Mai 1911 in Wien geboren, wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf und erlernte zunächst, ebenso wie sein Vater, das Tapeziererhandwerk. Er bildete sich in Abendkursen fort und begann, Stücke zu schreiben. Bereits als 19-jähriger verfasste er erste Hörspiele und Dramen. 1938 emigrierte er nach der Besetzung Österreichs in die Schweiz nach Zürich. Durch ein Arbeitsverbot durfte er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und seine "Liebhaberei", das Schreiben, wurde die Grundlage für seine berufliche Entwicklung. Das heilige Experiment, ein Drama um Kampf und Niederlage eines südamerikanischen Jesuitenstaates, wurde zum Welterfolg.

Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen: 1955 den Grillparzer-Preis, 1956 den Literaturpreis der Stadt Wien und 1966 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur.

Fritz Hochwälder starb am 21. Oktober 1986 in Zürich; er wurde in einem Ehrengrab der Stadt Wien beigesetzt.

 

Der öffentliche Ankläger

Schauspiel in drei Akten
1D, 7H

Fritz Hochwälder setzt sich in vielen seiner Stücke mit historischen Stoffen auseinander. Den Moralisten beschäftigt dabei immer wieder das Auseinanderklaffen von Geschichte und Gerechtigkeit.

In Der öffentliche Ankläger (UA 1948) wird diese moralische Schräglage in der Zeit des Schreckensregimes der Jakobiner im postrevolutionären Frankreich als Kriminalstück und Teufelskomödie eindrucksvoll vorgeführt. Im Zentrum des Stückes steht der fragwürdig agierende öffentliche Ankläger Fouquier-Tinville, ein "Staatsanwalt des Todes".