20.01.1765

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Premiere: "Schöne neue Welt" am Altonaer Theater
Robert Koalls Bühnenfassung von Schöne neue Welt nach dem Roman von Aldous...

DSE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström an der Neuen Bühne Senftenberg
Am 19. Januar bringt die Neue Bühne Senftenberg Emma Broströms Stück Das...

Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
Bach. Das Leben eines Musikers. ist eine szenische Biographie und ein...

Premiere: "Mädchen wie die" am Jungen Schauspiel Hannover
Evan Placeys vielfach ausgezeichnetes Coming-of-Age-Stück Mädchen wie die...

Neu bei FBE: "Frau Luna" von Paul Lincke in der Fassung der Bar jeder Vernunft, Berlin
Einmal Mond und zurück, bitte! Nach Im weißen Rössl präsentiert die "Bar...

Neu bei FBE: "Der Vogel Anderswo" von Stephan Wolf-Schönburg
In Damaskus lebt der kleine Nunu. Sein bester Freund ist ein kleiner Vogel....

Neu bei FBE: "Kuno kann alles" von Henry Mason
Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

Premiere: "Hier kommt keiner durch!" an den Wuppertaler Bühnen
In der Regie von Markus Höller zeigen die Wuppertaler Bühnen ab dem 27....

Aktuelles: "Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer am Maxim Gorki Theater, Berlin
Am 17.12.2017 hatte Alles Schwindel von Mischa Spoliansky und Marcellus...

Aktuelles: "Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Am 10. Dezember brachte die FAUST-Preisträgerin Hannah Biedermann ihre...

Aktuelles: "Alice" von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater München
Am 23.11.2017 hatte Alice von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater...


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Bild von Georg KreislerKreisler, Georg

Der 1922 in Wien geborene Kabarettist Georg Kreisler lebte von 1938 bis 1955 in der Emigration in Hollywood. Seine grotesk-makabren Chansons sind wesentlich von Frank Wedekind, Christian Morgenstern und Erich Kästner beeinflusst.

Über seine Kunst äußerte sich der Autor: "Das Schreiben von Chansons ist Unsinn. Man schreibt Theaterstücke, Symphonien, Epen, Opern, Oratorien und ähnlich gängige Dinge. Wenn einer aber ein Chanson schreibt, ist er wahrscheinlich etwas verrückt, und es erübrigt sich, dies in einer Kritik seiner Chansons speziell zu vermerken.

Das Schreiben von Chansons ist nur schwer, wenn man es sich leicht macht. Dafür ist es aber auch leicht, wenn man es sich schwer macht. Ein gutes Chanson braucht oft mehrere Jahre, bis es aufhört, geschmacklos zu sein. Die hohe Qualität eines Chansons erkennt man manchmal daran, dass man das Chanson ebenso wenig erzählen kann wie einen Roman singen.

Es ist unmöglich für den Zuhörer, sich gleichzeitig auf Text und Musik zu konzentrieren, daher ist es Sache des Verfassers, das Chanson so zu bauen, dass der Zuhörer unmerklich von einem zum anderen gleiten und jeweils das aufnehmen kann, was er im Augenblick soll, nämlich den Text, wenn die Musik besonders melodiös ist und die Musik, wenn die wichtigsten Textzeilen dominieren. Um eine oft gestellte Frage zu beantworten: Weder der Text entsteht zuerst, noch die Musik, sondern der Chansonnier."

2010 erhielt Georg Kreisler den Friedrich Hölderlin-Preis für sein Lebenswerk. Am 22.11.2011 verstarb der großartige Humorist im Alter von 89 Jahren in Salzburg.

 

Polterabend

Ein musikalisches Lustspiel in zwei Akten
Buch und Musik von Georg Kreisler
2D, 4H
Orchesterbesetzung: Kl
UA: Dezember 1965, Bernhard-Theater Zürich

Knut lebt allein in seinem Fischerhaus an der Nordsee, bis er Barbara in Hamburg auf der Reeperbahn kennenlernt. Er möchte gar nicht, sie nur allzu gerne heiraten. Jedes Jahr im Sommer hat er drei Herren als Pensionsgäste, an denen er genug fürs ganze Jahr verdient: den alternden Schlagersänger Vico Bello, den geschäftstüchtigen aber schöngeistigen Filmproduzenten Louis B. Mayerlein und den ganz den westlichen Annehmlichkeiten verfallenen osteuropäischen Diplomaten Vladimir Popoff.

Wieder einmal streiten Barbara und Knut über das leidige Thema Ehe. Dabei gelingt es ihr, ihm eine Wette abzuringen: wenn sie es schafft, einen der drei Gäste zu einem Heiratsantrag zu bewegen, wird Knut sie selbst zur Frau nehmen. Erschöpft von dieser Anstrengung zieht sich Barbara zurück und hat einen verrückten Traum. Darin bewegt sie alle drei Herren dazu, sie zur Ehefrau zu begehren, triumphiert und – wacht auf. Verwirrt durch das Geträumte, richtet sie ein riesiges Durcheinander an, als sie die drei Gäste beständig miteinander verwechselt. Bei allen hinterlässt sie jedoch, ohne dies zu ahnen, einen gewaltigen Eindruck. Als sie erfährt, welchem Irrtum sie erlegen ist, will sie nur noch weg vom Ort ihrer größten Niederlage, wie sie glaubt.

Was sie nicht wissen kann, ist, dass die drei Herren sich inzwischen munter streiten, wer wohl bei Barbara als Ehemann die meisten Chancen hat. Bei einer solch begehrten Frau kann auch Knut nicht abseits stehen und bietet mit. Alle begeben sich auf die Suche nach ihr, um ihr den großen Erfolg mitzuteilen und ihre Entscheidung zu erfahren. Doch Barbara ist abgereist. Glücklicherweise zwingt sie ein vergessener Koffer noch einmal umzukehren. Als stolze Wettkönigin nimmt Barbara Knuts Antrag huldvoll an.

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