22.01.4360

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Premiere: "Schöne neue Welt" am Altonaer Theater
Robert Koalls Bühnenfassung von Schöne neue Welt nach dem Roman von Aldous...

DSE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström an der Neuen Bühne Senftenberg
Am 19. Januar bringt die Neue Bühne Senftenberg Emma Broströms Stück Das...

Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
Bach. Das Leben eines Musikers. ist eine szenische Biographie und ein...

Premiere: "Mädchen wie die" am Jungen Schauspiel Hannover
Evan Placeys vielfach ausgezeichnetes Coming-of-Age-Stück Mädchen wie die...

Neu bei FBE: "Frau Luna" von Paul Lincke in der Fassung der Bar jeder Vernunft, Berlin
Einmal Mond und zurück, bitte! Nach Im weißen Rössl präsentiert die "Bar...

Neu bei FBE: "Der Vogel Anderswo" von Stephan Wolf-Schönburg
In Damaskus lebt der kleine Nunu. Sein bester Freund ist ein kleiner Vogel....

Neu bei FBE: "Kuno kann alles" von Henry Mason
Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

Premiere: "Hier kommt keiner durch!" an den Wuppertaler Bühnen
In der Regie von Markus Höller zeigen die Wuppertaler Bühnen ab dem 27....

Aktuelles: "Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer am Maxim Gorki Theater, Berlin
Am 17.12.2017 hatte Alles Schwindel von Mischa Spoliansky und Marcellus...

Aktuelles: "Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Am 10. Dezember brachte die FAUST-Preisträgerin Hannah Biedermann ihre...

Aktuelles: "Alice" von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater München
Am 23.11.2017 hatte Alice von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater...


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Billinger, Richard

Der österreichische Schriftsteller Richard Billinger, geboren am 20.7.1890 in St. Marienkirchen (Oberösterreich), schrieb Gedichte und Dramen, die sich durch Züge des Volkstheaters auszeichnen. Er lebte in München und Berlin und wurde vor allem durch seine bildreiche Prosa und seine Bauerngedichte bekannt. Als Bauernsohn und Jesuitenzögling stellte er seine enge Vertrautheit mit den Geheimnissen alter Sitten und Gebräuche unter Beweis. Die Darstellung der im Wandel befindlichen bäuerlichen Welt seiner Heimat kennzeichnet seine Werke, in denen er eine mystisch-dämonische Weltsicht mit christlichem Gedankengut konfrontiert. Das zeigt sich schon in seinem Frühwerk Rosse (1931) und mehr noch in seinem ersten großen Erfolg Rauhnacht (1931, Uraufführung an den Münchner Kammerspielen am 10. Oktober 1931 unter der Regie von Otto Falckenberg). Im November 1932 wurde ihm, zusammen mit Else Lasker-Schüler, der Kleistpreis verliehen. Zu Billingers weiteren Werke zählen u.a. Stille Gäste (1933), Die Hexe von Passau (1935) sowie Der Plumpsack (1953).

Richard Billinger starb am 7. Juni 1965 in Linz (Oberösterreich).

 

Rosse

Schauspiel in drei Aufzügen
15D, 22H, 1 Kind, Statisterie

Franz Zinnhobel ist ein vorbildlicher, in seine "Rosse" tief verliebter Pferdeknecht auf dem Hof des allzu unbedenklich "modernen" Großbauern Peham. Gutsinnige Herzenseinfalt und leicht entzündliche Leidenschaftlichkeit machen sein Wesen aus. Davon ist auch sein Verhältnis zu dem Landmaschinenvertreter Thomas Mimra, einem Sohn seiner ihm vor Jahren davongelaufenen Frau, bestimmt.

Bei einem Vortrag über Maschinisierung der Landwirtschaft geht Zinnhobel Mimra sogar an die Kehle, denn der junge Mimra hat ihm seine Geliebte, die leichtfertige Rosa Krügl, abspenstig gemacht und so eine qualvolle Reminiszenz geweckt. Hinzu kommt, dass er zuvor von seinem Brotherrn nach einem Streit entlassen worden ist: Die geliebten Pferde sollen verkauft werden. Gift wird ihm in die Hand gespielt, und wie er versucht war, Mimra zu töten, so geht es ihm nun durch den Kopf, seinen treuen Rossen das Gift unter den Hafer zu mischen. Beide Male siegen Geradsinnigkeit und Herzenseinfalt über die wilde Dämonie seines Wesens, und er wählt den Freitod.